Sprachkurs und Hilfsprojekt in Madagaskar

Frage:
Ich studiere an der PH St. Gallen als zusätzliches Fach gerade noch Französisch und bin seit Monaten am Recherchieren, wie ich meinen vorgegebenen Sprachaufenthalt von 3 Monaten gestalten könnte.
Prinzipiell würde ich gerne arbeiten, um vor Ort mit Einheimischen in Kontakt zu kommen und intensiv die Sprache zu brauchen. Der Besuch einer Uni oder Sprachschule ist aber auch für mindestens 4 Wochen vorgeschrieben.
Vielleicht wissen Sie, ob es die Möglichkeit gäbe, auf Madagascar zu arbeiten und ob es dort auch eine Sprachschule gäbe?
Prinzipiell würde ich auch gerne für eine Hilfsorganisation arbeiten, das “Problem” ist nur, dass ich schon 30 bin, und mich keine Organisation mehr nimmt. Daselbe gilt für Au Pair.
Ich bin von Erstberuf Tänzerin, Tanzlehrerin und Choreografin, habe nun in der Schweiz noch Lehramt Sport abgeschlossen und bin nun eben an meinem 3. Studium dran, Französisch und Musik auf Lehramt Sekundarstufe. Zusätzlich bin ich Fitness- und Aerobictrainerin.
Ich spreche neben deutsch noch fliessend holländisch, mein englisch war zumindest auch mal sehr gut und mein französisch wird es hoffentlich wieder… :-)
Im Anhang finden Sie wie gewünscht auch meinen Lebenslauf.
Ich freue mich sehr über eine Nachricht!
Freundliche Grüsse Verena T.

Antwort:

Liebe Verena T.
Danke für Ihr Mail. Ich beantworte es erst jetzt, weil ich unterwegs war. Mit dem Erlernen der französischen Sprache in Madagaskar ist das so eine Sache, denn für die Madagassen ist französisch ja auch eine Fremdsprache und daher sind die Sprachkenntnisse der Leute oft mager. Und dies genau auch dort, wo Hilfsaktionen und Sozialprojekte stattfinden. Ich denke zwar schon, dass ich Ihnen einen Einsatz in einem Sozialprojekt (Waisenheim, Gehörlosenheim) vermitteln könnte und dazu ist die Erfahrung wichtiger als das Alter… Ich denke aber nicht, dass Sie dort Ihre Französischkenntnisse aufbessern werden.

Sollten Sie an einem Sozialprojekt interessiert sein, dann gelten normalerweise folgende Punkte: Sie müssen für Ihren Flug und für Ihr Essen selber aufkommen. In manchen Zentren können Sie wohnen, in anderen nicht. Keines der Sozialprojekte hat Geld, um für Sie aufzukommen. Sie erhalten auch kein Gehalt.

Mit Ihrer Erfahrung als Tanzlehrerin könnte ich mir sehr gut vorstellen, dass Sie im Rahmen des Gehörlosenzentrums Mirana sogar auch Tanzunterricht geben würden. Das allerdings wäre bloss ein Eintagesjob, weil die Jugendlichen und Kinder ja auch in die Schule müssen. Einen Film dazu siehe http://www.youtube.com/watch?feature=player_profilepage&v=Lr452TLlZkA

Wenn Sie dies interessieren würde, dann würde ich Sie in Direktkontakt zu einem Sozialprojekt bringen und Sie würden direkt mit den Leuten kommunizieren.

Mein Vorschlag: rufen Sie mich doch einfach mal an und wir gleichen unsere Ideen miteinander ab.

Herzliche Grüsse aus Abendbasel
Franz Stadelmann

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