Archiv der Kategorie: Engagement in Madagaskar

Infos rund um Engagement-Möglichkeiten in Madagaskar: Projekte, Vereine, Projektmanagement, Freiwilligeneinsatz, Arbeitseinsatz, Freiwilligenarbeit…das Madagaskarhaus hilft weiter und kann auch vermitteln.

Jack Wolfskin wandert durch Madagaskar

(www.priori.ch) Im Katalog 2012 des Outdoor-Unternehmens ‘Jack Wolfskin‘ wandert ein Team durch den Süden Madagaskars. Daraus sind eindrückliche Fotos entstanden. In Madagaskar wurde dieses Fotoshooting vor Ort von der Reiseorganisation PRIORI organisiert, denn wie Jack Wolfskin legt auch PRIORI Wert auf Qualität.

Das Trekking-Team war von der Tour begeistert. Es machte sogar spontan eine kleine Tanzparty mit der Dorfjugend. In einer kurzen Einblendung, als die Gruppe auf Felsen tanzt, ist sogar die PRIORI-Mitarbeiterin Bodo (2. von rechts in schwarzem T-Shirt) zu sehen. Sie organisierte und begleitete die Tour. Das entstandene Tourenbuch ist sehenwert, wie auch die Fotos im aktuellen Sommerkatalog von Jack Wolkskin: das Titelbild zeigt eine Landschaft im Andringitra-Gebirge im mittleren Süden Madagaskars. Dorthin, wie auch überall in ganz Madagaskar, organisiert PRIORI Trekkings und Touren aller Art. PRIORI unterhält in Basel Schweiz das Madagaskarhaus.

Den Katalog von Jack Wolfskin (Sommer 2012) können Sie sich auch kostenlos nach Hause schicken lassen.

Arbeitseinsatz in Madagaskar

Frage:
Guten Tag Herr Stadelmann
Ich habe mir erlaubt, Sie direkt anzuschreiben als ich Ihre E-Mail Adresse auf der Seite Priori gefunden habe. Beim Suchen nach einigen Informationen über Madagaskar bin ich auf die Seite Priori gestossen und habe mich ein wenig eingelesen in ihre Tätigkeit. Das klingt alles sehr spannend.
Ich bin momentan dabei, eine Reise nach Madagaskar zu planen und habe soeben 3 Monate unbezahlten Urlaub erhalten. Grund der Reise ist meine Liebe zu Entwicklungsländern und mein Wunsch, mein Französisch zu perfektionieren. Ich spreche nicht schlecht französisch, habe ich doch auch schon in Frankreich gearbeitet und 2 Jahre in Lausanne EPFL studiert, dennoch möchte ich diese Sprache noch besser, noch spontaner sprechen.
Um diese beiden Gründe zu kombinieren, würde ich sehr gerne mit der lokalen Bevölkerung (vorallem französisch sprechend, hoffentlich) arbeiten. Ich habe dies bereits in Ecuador gemacht, als ich für einige Monate Strassenkinder unterrichtete.
Vielleicht noch einige Worte zu mir. Ich bin 29 Jahre alt, habe an der EPFL und ETH Betriebs- und Produktionsingenieur studiert und arbeite momentan als Unternehmensberater. Ich spreche neben Deutsch, Englisch und relativ gut Spanisch.
Ich weiss ehrlich gesagt nicht genau, um was ich Sie überhaupt fragen darf. Eine kurze Antwort, eine kleine Hilfe zur Planung oder Umsetzung meiner Reise wäre super.
Ich danke Ihnen ganz herzlich im Voraus. D. M.

Antwort:
Lieber D. M.
Herzlichen Dank für Ihre Anfrage und für Ihre Bereitschaft, in Madagaskar etwas zu tun. Es gibt durchaus Möglichkeiten, denn in Madagaskar sind wir von der PRIORI eingewoben in ein breites Netz an sozialen Organisationen. Lassen Sie uns dies besprechen: rufen Sie mich einfach an, ich bin in diesen Wochen in Basel. Oder noch besser: wir treffen uns hier im Madagaskarhaus in Basel und besprechen alles in aller Ruhe.
Liebe Grüsse aus dem Madagaskarhaus, das wir unter anderem auch deswegen gegründet haben, um Anfragen wie jene von Ihnen betreuen zu können.

Franz Stadelmann, Madagaskarhaus Basel

Verein Tsarabe-Madagaskar

Wir erhalten immer mal wieder Spenden in Form von Geld oder Material. Dies übergeben wir dem Verein Tsarabe-Madagaskar. Der Verein Tsarabe-Madagaskar ist vom Kanton Basel-Stadt anerkannt und stellt auch bei Spenden über 100 sFr eine Spendenbescheinigung aus.

Mehr zum Verein Tsarabe-Madagaskar

Flyer des Vereins Tsarabe-Madagaskar (als .pdf)


Im Madagaskarhaus in Basel erhalten wir immer wieder Spenden für Madagaskar. Wir sorgen dafür, dass diese Sachen nach Madagaskar gelangen und über den Verein Tsarabe-Madagaskar verteilt werden.

Im Madagaskarhaus in Basel erhalten wir immer wieder Altkleider, Schuhe, Gebrauchtsachen (Bücher etc). Es ist schade, sie in Europa wegzuschmeissen, aber es ist zu teuer, sie per Frachtgepäck nach Madagaskar zu schicken. In Madagaskar unterstützen wir mehrere Sozialorganisationen (siehe die Internetseite unseres Vereins: www.tsarabe-madagaskar.ch).

Daher bitten wir immer mal wieder Leute, Sachen mitzunehmen, denn Air France erlaubt total 46 kg pro Person und als ‘Normalreisender’ füllt man das ja nicht aus. Wir haben ein paar Koffer (geschätzt rund 90 auf 60 auf 30 cm), die immer zwischen Europa und Madagaskar hin- und herreisen. Transportiert werden ausschliesslich – und hier verpflichte ich mich verbindlich und persönlich – Hilfsgüter auf der Nord-Süd-Achse oder Kunsthandwerk auf der Süd-Nord-Achse. Das System existiert seit ganz vielen Jahren und primär darum, weil der Versand per Post unzuverlässig und zudem teuer ist. Sofern Reisende für uns Gepäck mitnehmen möchten, ist es selbstverständlich, dass sie alles kontrollieren dürfen. Wir garantieren ebenso, dass sie bei Ankunft in Madagaskar keinerlei Probleme mit den Sachen haben werden.

Film drehen in Madagaskar

Immer wieder erreichen uns im Madagaskarhaus Anfragen von Filmschaffenden, Journalisten oder Schülern und Studenten, die unsere Expertise und unser Wissen zu Madagaskar suchen. Wir geben gerne Auskunft für Filme, Reportagen, Referate oder verschiedene Arbeiten. Auch zu Interviews sind wir – je nach Zeitaufwand – gerne bereit.

Auch Projektmanagement für Filmdrehs, Journalisten-Reisen oder andere Projekte vor Ort in Madagskar können wir organisieren. Von der Drehgenehmigung bis hin zu logistischen Fragen, und der Suche nach geeigneten Drehplätzen und Protagonisten…wir übernehmen die komplette Organisation. Denn wir sind mit einem Team in Antananarivo und gut vernetzt, und das seit 1994!

Hier ein Beispiel einer Interview-Anfrage für einen Madagaskar-Film von Schülern:

Frage:
Liebes Madagaskarhaus-Team. Da wir in der Schule einen Dokumentations-Film über Madagaskar und seine Regenwälder drehen werden, würden wir uns freuen, wenn wir mit Ihnen ein Interview für unseren Film organisieren könnten. Die Fragen zu Madagaskar und zu Masoala würden wir ihnen dann schon im voraus schicken.
Wir hoffen auf eine baldige Antwort Sven W. & Lukas S.

Antwort:
Lieber Sven W. und Lukas S.

Sehr gut, dieses Projekt und natürlich stehen wir für die Beantwortung der Fragenzu Madagaskar und Masoala zur Verfügung. Wie lautet das Thema zum Film und wann und wo genau soll gedreht werden? Sie haben bestimmt schon ein Skript mit einem Grobplanung des Filmes. Dürfen wir Sie bitten, diese Dokumente zu schicken. Den Fragebogen beantworten wir gern. Und wenn Sie logistische Unterstützung brauchen für Flug und in Madagaskar, dann helfen wir gern, denn wir von der PRIORI sind vor Ort in Antananarivo, seit 1994.
Herzliche Grüsse aus dem Madagaskarhaus zu Basel Franz Stadelmann
Madagaskarhaus PRIORI Reisen GmbH Holeestrasse 3 4054 Basel Schweiz

Möglichkeiten für Arbeitseinsätze in Madagaskar

Vermittelbare Jobs, Arbeitseinsätze und Praktika in Madagaskar

Wir vom PRIORI Madagaskarhaus haben Kontakt zu einigen Sozialorganisationen und Projekten in Madagaskar. Folgende Möglichkeiten für Arbeitseinsätze und Praktika sind möglich:

Ausschreibung vom 04. Mai 2015 / SP02
Madagaskar: Ejeda / 1 – 3 Monate / Freiwilligenarbeit
Projekt: Arzt / Madagaskar
Ansprechpartner: Franz Stadelmann, Madagaskarhaus BaselDas kleine Spital in Ejeda im Südwesten von Madagaskar betreut Kranke ambulant und stationär. Es ist nur ein Arzt vor Ort. Er ist quasi im Dauereinsatz und wünscht sich einen Kollegen, der mit ihm oder für ihn eine gewisse Zeit vor Ort aktiv ist. Das lutheranische Spital ist das einzige der Region. Das nächst besser ausgerüstete Spital liegt eine Tagesreise mit dem Allradfahrzeug entfernt in Tulear.
Die Kleinstadt liegt im sehr trockenen Teil Madagaskars. Die Lebensbedingungen vor Ort sind sehr einfach. Strom gibt es nur stundenlimitiert. Internetanbindung nur über Handychip.
Es könnten weder Reise, Aufenthalt noch Gehalt bezahlt werden. Kenntnis der französischen Sprache ist Bedingung, obwohl die Lokalbevölkerung kaum französisch spricht.

Wir von der PRIORI / Madagaskar können in dieser Frage nur die Kontakte herstellen. Alle Fragen und Bedingungen würden direkt zwischen dem Arzt und dem Kandidaten / der Kandidatin geklärt.

 

Ausschreibung vom 04. Mai 2015 / AK02

Madagaskar: Ankaramalaza / 2 – 3 Monate / Freiwilligenarbeit
Projekt: Sozialprojekt Ankaramalaza / Madagaskar
Ansprechpartner: Franz Stadelmann, Madagaskarhaus Basel

Ankaramalaza-Projekt-Madagaskar-300x225Für ein Dorfprojekt in Ankaramalaza suchen wir eine erfahrene Person, die im Namen eines Schweizer Hilfsvereins vor Ort mit den Betroffenen bespricht, wie und in welche Richtung das Projekt sich entwickeln soll. Der Schweizer Verein existiert seit 1989 und unterstützt seither mit einer regelmässigen monatlichen Summe ein dörfliches Wiedereingliederungsprojekt in Ankaramalaza. Dort werden psychisch angeschlagene Menschen aufgenommen und es wird versucht, sie wieder eigenverantwortlich zu machen. Dies beinhaltet auch eine grosse Komponente Landwirtschaftsarbeit.

Ankaramalaza ist ein Dorf südwestlich von Manakara an der Südostküste von Madagaskar.

Voraussetzungen: Geduld, Grundkenntnisse in der französischen Sprache, Erfahrung mit anderen Kulturen, Lebenserfahrung.
Idealprofil: aktive Person, die frisch pensioniert ist und in einem Beruf mit viel Menschenkontakt gearbeitet hat.
Zu erwarten ist eine intakte Dorfgemeinschaft mit starker religiöser Verwurzelung in einer sehr ländlichen Region im Südosten von Madagaskar.
Geboten werden weder Flug noch Gehalt, dafür Lächeln, Dankbarkeit und viel interkulturelle Erfahrung. (Alle Auslagen, also auch Reisekosten und Unterkunft/Essen auf eigene Rechnung)
Der Einsatz könnte auch 2016 stattfinden.
(für diesen Einsatz können wir leider keine BerufsanfängerInnen berücksichtigen.)

Bitte Lebenslauf (in französischer Sprache) richten an franz.stadelmann@sunrise.ch mit Kopie an madagaskarhaus@gmail.com

 

Ausschreibung vom: 16. August 2013 / NV01 / Bewerbungen abgelaufen

Projekt NV01: Alters-Alphabetisierung / Madagaskar
Alphabetisierungskampagne von SeniorInnen

Vermittlung von Arbeitseinsatz oder Praktikum in Madagaskar

Vermittlung von Arbeitseinsätzen und Praktika

Wir von der PRIORI in Antananarivo und vom Madagaskarhaus in Basel sind zwar eine Reiseorganisation, aber unsere Wurzeln liegen in der Entwicklungszusammenarbeit und daher sind uns soziale Anliegen sehr nahe.

Wir selbst bieten keine Plätze für ein Praktikum an und führen auch keine Liste von möglichen Praktikumsplätzen. Doch da wir von der PRIORI seit 1994 in Madagaskar aktiv sind und natürlich ein grosses Netz an Kontakten in Madagaskar haben, bringen wir immer wieder geeignete Interessenten zusammen mit uns bekannten Sozialinstitutionen. Wir verstehen uns dabei als Vermittler zwischen Nord und Süd, zwischen ‘europäischen Wünschen’ und ‘madagassischen Realitäten’.

Wir geben gerne Informationen rund um Madagaskar, so auch zu Arbeitseinsätzen, Praktika oder Projekten in Sozialorganisationen oder Vereinen in Madagaskar. Wir sind keine Arbeitsagentur oder Jobvermittlungsstelle. Wer sich für den kommerziellen Arbeitsmarkt interessiert, muss sich anderswo umschauen.

Informationen bezüglich des allgemeinen Ablaufs und des Bewerbungsverfahrens

Wenn Sie sich für ein Praktikum oder eine Mitarbeit in einem Projekt in Madagaskar interessieren, raten wir Ihnen, wie folgt vorzugehen:

  • Wir beantworten keine anonymen Schreiben. Bitte immer Ihre Kontaktangaben mitteilen
  • Wir brauchen von Ihnen Ihren Lebenslauf in französischer Sprache inkl. Foto und Kontaktangaben
  • Wir brauchen von Ihnen ein ‘Motivationsschreiben‘ in französischer Sprache, also einen Text, der erklärt, wo Sie sich in welchem Umfeld sehen würden. Wichtig ist zu wissen, was Sie ‘mitbringen‘ an Kenntnissen und Fähigkeiten
  • Wir brauchen von Ihnen eine Zeitangabe: ab wann und wie lange möchten Sie im Einsatz stehen
  • Wir werden dann diese Unterlagen an uns bekannte Institutionen schicken und wenn von dort Interesse signalisiert wird, bringen wir Sie in Direktkontakt zum Sozialzentrum. In Direktkontakt klären Sie dann alle Ihre weiteren Fragen
  • Grundsätzlich gilt: wir unterstützen arme Institutionen, die in keiner Weise Ihre Kosten übernehmen können (Weder Flug noch Aufenthalt, Essen noch Unterkunft und schon gar nicht Gehalt.) Nur in Einzelfällen ist es vor Ort so, dass man Ihnen eine schlichte Unterkunft anbieten kann. Gehen Sie also davon aus, dass Sie alle Ihre Kosten selber tragen müssen.
  • Ein Praktikum muss normalerweise mindestens vier Wochen dauern und endet oft nach drei Monaten (visumsbedingt!). Längere Praktika sind aber auch machbar.
  • Wir selber von der PRIORI und vom Madagaskarhaus in Basel berechnen für unsere Arbeit nichts. Wir tun dies im Sinne unseres Engagements für Madagaskar, das Kompetenzen und Bedürfnisse in Synergie bringen möchte.
  • Zu beachten ist, dass unsere Vorgehensweise im Normalfall mindestens 6 Monate Vorlaufzeit benötigt, weil etliche der Zentren schwierig zu kontaktieren sind und oft andere Prioritäten haben.
  • Ein Hinweis: es gibt Firmen, die auf kommerzieller Basis sogenannte Sozial- oder Freiwilligeneinsätze organisieren und vermeintlich ‘den Leuten helfen’. Wer hier einen Einsatz leisten möchte, muss nebest den eigenen Kosten noch viel Geld mitbringen für (angebliche) Projekte. Oft sind solche Aktionen reine Augenwischerei und ich rate zu grosser Vorsicht.

Manchmal suchen wir konkret einen Freiwilligeneinsatz für eine bestimmte Aufgabe. Dies betrifft meist sehr spezifische Berufe. In der Rubrik MÖGLICHKEITEN FÜR ARBEITSEINSÄTZE IN MADAGASKAR publizieren wir Jobs für Organisationen, die wir unterstützen (und nur für diese).

Sprachkurs und Hilfsprojekt in Madagaskar

Frage:
Ich studiere an der PH St. Gallen als zusätzliches Fach gerade noch Französisch und bin seit Monaten am Recherchieren, wie ich meinen vorgegebenen Sprachaufenthalt von 3 Monaten gestalten könnte.
Prinzipiell würde ich gerne arbeiten, um vor Ort mit Einheimischen in Kontakt zu kommen und intensiv die Sprache zu brauchen. Der Besuch einer Uni oder Sprachschule ist aber auch für mindestens 4 Wochen vorgeschrieben.
Vielleicht wissen Sie, ob es die Möglichkeit gäbe, auf Madagascar zu arbeiten und ob es dort auch eine Sprachschule gäbe?
Prinzipiell würde ich auch gerne für eine Hilfsorganisation arbeiten, das “Problem” ist nur, dass ich schon 30 bin, und mich keine Organisation mehr nimmt. Daselbe gilt für Au Pair.
Ich bin von Erstberuf Tänzerin, Tanzlehrerin und Choreografin, habe nun in der Schweiz noch Lehramt Sport abgeschlossen und bin nun eben an meinem 3. Studium dran, Französisch und Musik auf Lehramt Sekundarstufe. Zusätzlich bin ich Fitness- und Aerobictrainerin.
Ich spreche neben deutsch noch fliessend holländisch, mein englisch war zumindest auch mal sehr gut und mein französisch wird es hoffentlich wieder… :-)
Im Anhang finden Sie wie gewünscht auch meinen Lebenslauf.
Ich freue mich sehr über eine Nachricht!
Freundliche Grüsse Verena T.

Antwort:

Liebe Verena T.
Danke für Ihr Mail. Ich beantworte es erst jetzt, weil ich unterwegs war. Mit dem Erlernen der französischen Sprache in Madagaskar ist das so eine Sache, denn für die Madagassen ist französisch ja auch eine Fremdsprache und daher sind die Sprachkenntnisse der Leute oft mager. Und dies genau auch dort, wo Hilfsaktionen und Sozialprojekte stattfinden. Ich denke zwar schon, dass ich Ihnen einen Einsatz in einem Sozialprojekt (Waisenheim, Gehörlosenheim) vermitteln könnte und dazu ist die Erfahrung wichtiger als das Alter… Ich denke aber nicht, dass Sie dort Ihre Französischkenntnisse aufbessern werden.

Sollten Sie an einem Sozialprojekt interessiert sein, dann gelten normalerweise folgende Punkte: Sie müssen für Ihren Flug und für Ihr Essen selber aufkommen. In manchen Zentren können Sie wohnen, in anderen nicht. Keines der Sozialprojekte hat Geld, um für Sie aufzukommen. Sie erhalten auch kein Gehalt.

Mit Ihrer Erfahrung als Tanzlehrerin könnte ich mir sehr gut vorstellen, dass Sie im Rahmen des Gehörlosenzentrums Mirana sogar auch Tanzunterricht geben würden. Das allerdings wäre bloss ein Eintagesjob, weil die Jugendlichen und Kinder ja auch in die Schule müssen. Einen Film dazu siehe http://www.youtube.com/watch?feature=player_profilepage&v=Lr452TLlZkA

Wenn Sie dies interessieren würde, dann würde ich Sie in Direktkontakt zu einem Sozialprojekt bringen und Sie würden direkt mit den Leuten kommunizieren.

Mein Vorschlag: rufen Sie mich doch einfach mal an und wir gleichen unsere Ideen miteinander ab.

Herzliche Grüsse aus Abendbasel
Franz Stadelmann

Wandergeselle in Madagaskar

Frage:
Guten Tag, mein Name ist Robert V., ich befinde mich momentan als Dachdeckergeselle auf der alt, traditionellen Wanderschaft. Wir bieten Arbeit für Kost und Logie und / oder gegebenenfalls für ein Taschengeld an. Ich denke mal Sie haben über diese Tradition schon mal etwas gehört?!
Ab dem 21.1.2013 befinden sich mindestens 3 Wandergesellen auf Madagaskar. 2 Dachdecker und 1 Tischler.
Wir wollten Sie einfach mal fragen, ob es für 2 – 3 Wochen Arbeit in Madagaskar für uns geben würde, vielleicht ein Projekt (Schule, Kindergarten,… mit aufbauen).
Wir wollen bis Ende Februar auf Madagaskar bleiben. Der bisherige Plan ist 2-3 Wochen arbeiten und den Rest reisen, oder so. Mal schauen wie sich alles ergibt. Ich habe Ihre Addresse letztens beim Arbeiten aus der Schweiz bekommen, von einem Gipser.
Vielen Dank, ich würde mich über eine Antwort von Ihnen sehr freuen. Mit freundlichen Grüßen, Robert V.

Antwort:
Lieber Robert V. Vielen Dank für Ihr Mail und wir erhalten ziemlich viele Anfragen zu Arbeitseinsätzen und Freiwilligenarbeit in Madagaskar und manchmal auch von Wandergesellen, obwohl diese in Madagaskar doch sehr zu den seltenen Vögeln zählen. Dank unseres grossen Netzwerkes streuen wir diese Anfragen breit aus und in sehr vielen Fällen ergibt sich dann etwas. Wir selber vom Madagaskarhaus und von der PRIORI in Madagaskar setzen dabei die Leute einfach in Kontakt miteinander. Wir selber sind weder Arbeitgeber noch Arbeitsvermittler. Wir machen diese Dienstleistung ja auch absolut kostenlos. Also sehen wir in naher Zukunft, ob sich etwas für Sie und Ihre Kollegen ergibt.
Herzliche Grüsse Franz Stadelmann, Madagaskarhaus in Basel

Französisch lernen und Praktikum in Madagaskar

Frage:
Momentan mache ich eine Weiterbildung im technischen Bereich, welches auf französisch ist. Da ich mein französisch verbessern möchte, suche ich ein Praktikum in Madagaskar. Meine Frage ist nun, können Sie mier irgendwie weiterhelfen? Haben Sie einige Kontakte in Madagskar? Die Tätigkeit ist nicht so wichtig, möchte einfach französisch lernen und darum viel reden. Das Praktikum wäre vom 21. Januar bis 15. März.
Ich hoffe auf eine positive Antwort.
Mit freundlichen Grüssen
Michael T.

Antwort:
Lieber Michael T.
Natürlich haben wir Kontakte zu Madagaskar, denn die Reiseorganisation www.priori.ch ist seit 1994 in Antananarivo aktiv und verfügt über ein ganzes Beziehungsnetz quer über die Insel Madagaskar. Ich verstehe Ihren Wunsch nach einem Sprachkurs und mithin nach einem Praktikum. Dazu müsste ich aber etwas mehr über Sie wissen: Ausbildung und Berufserfahrung.
Anzumerken ist auch, dass das madagassische Französisch doch etwas anderes ist als das französische Französisch: langsamer ausgesprochen und mit anderer Intonation. Nichtsdestotrotz lässt sich in Madagaskar natürlich auch eine Sprache lernen – obwohl für die allermeisten Madagassen die französische Sprache auch eine Fremdsprache ist.
Herzliche Grüsse
Franz Stadelmann

Praktikum in Madagaskar?

Frage:
Wir sind Studentinnen der Pädagogischen Hochschule Bern. Im Sommer 2014 müssen wir einen Sprachaufenthalt in einem französisch sprachigen Gebiet absolvieren und wir sind sehr interessiert an einem Aufenthalt in Afrika.

So haben wir im Internet ein wenig recherchiert und sind auf Ihre Seite gestossen. Nun möchten wir fragen, ob Sie uns eventuell weiterhelfen könnten.
Wir würden gerne ein Praktikum in einem Waisenhaus in Afrika machen. Bieten Sie dies auch an, oder wüssten sie eine Adresse bei der Sie wissen ob man ein Sozialarbeits-Praktikum in Madagaskar machen könnte. Bisher haben wir nur Praktikumsstellen in Benin, Senegal und Togo gefunden.
Vielen Dank und freundliche Grüsse S. und C.

Antwort:
Liebe S. und C.
Bei einem Praktikum ergeben sich immer zwei Fragen:
Wie lange? (zwei, drei Monate sollten es schon sein. Weniger als einen Monat ist nicht machbar)
Muss das Praktikum durch eine Fachperson begleitet werden oder nicht. (Wenn ja, dann ist über unsere Kanäle in Madagaskar nichts zu machen.)

Da wir von der PRIORI (www.priori.ch) seit 1994 vor Ort in Antananarivo tätig sind, kennen wir natürlich viele Sozialzentren und sind gerne bereit, Freiwillige in Kontakt mit ihnen zu bringen. Im Interesse aller sind folgende Punkte wichtig zu wissen:
– Wir brauchen einen Lebenslauf in französischer Sprache von Ihnen. Bei positiver Begutachtung unsererseits leiten wir den Lebenslauf an ein Zentrum weiter. Wenn von dort ein ok kommt, setzen wir die beiden Seiten in Direktkontakt. Alles weitere wird dann direkt zwischen den Freiwilligen und dem Zentrum geklärt.
Unsere (Madagaskarhaus PRIORI) Arbeit ist kostenlos. Wir vermitteln Freiwillige nur an Zentren, die keine Bezahlung verlangen. (Achtung vor ‘humanitären Organisationen‘ und sogenannten Sozialzentren, die für gutes Geld Freiwillige für sich arbeiten lassen.)
Freiwillige müssen aber für ihren eigenen Unterhalt selber aufkommen (Reise, Verpflegung, Unterkunft). In manchen Fällen bieten die Zentren Unterkünfte, manchmal aber nicht.
– Keines der Zentren kann ein ‘Gehalt‘ bezahlen und auch nicht für Versicherungen und medizinische Versorgung aufkommen. Wir arbeiten nur mit armen Zentren, wo Freiwillige durch ihren Einsatz auch einen Unterschied machen können.
In Madagaskar ist es ohne Probleme möglich, ein Visum für drei Monate zu erhalten. Ein Freiwilligen-Einsatz von mehr als drei Monaten ist wünschenswert, aber visumstechnisch sehr anspruchsvoll. Nicht alle Zentren können oder wollen sich mit den komplizierten Visumsfragen abgeben.

Für beide Seiten, also für das Sozialzentrum und auch für Freiwillige, muss eine win-win-Situation bestehen. Auf einem aktuellen Blog erzählt die Freiwillige Christine über ihren Alltag in Madagaskar: http://www.chrigiaufreisen.blogspot.ch/

Herzliche Grüsse aus dem Madagaskarhaus in Basel
Franz Stadelmann