Hochland und Pangalanes

Tag 1
Frühmorgens Flug von der Schweiz über Paris nach Madagaskar. Ankunft und Transfer zum Hotel am späten Abend.

Tag 2 Salama Madagasikara.
Wir verbringen unseren ersten Tag in der Hauptstadt Tana (Kurzform für Antananarivo). Wir leben uns langsam in die neue Welt ein. Wer möchte, besucht zwei Projekte, die der Verein Tsarabe-Madagaskar unterstützt. Wer lieber etwas Kulturelles anschauen möchte, begibt sich mit unserer madagassischen Reiseleiterin auf eine Stadtrundfahrt.

Tag 3 Die Landstrasse ruft.
Nach dem Frühstück nehmen wir Kurs Richtung Hochland und der Stadt Antsirabe. Unterwegs haben wir genügend Zeit, die verschiedenen Sachen entlang der Strasse zu beobachten und wir halten auch öfters an, um noch näher zu beobachten. Unterwegs passieren wir die Taschenstrasse, die Rüblistrasse und die Holzlastwagenstrasse…

Je nach Gruppenentscheid machen wir einen Stopp bei einem Handwerksbetrieb, in dem Aluminiumpfannen nach traditioneller Art produziert werden. Unseren Mittag verbringen wir in einem während der Kolonialzeit gebauten Restaurant: hier ist mindestens architektonisch die Zeit stehen geblieben.

Tag 4 Die Stadt des Salzes… und des Wassers.
In der behaglich schönen Stadt Antsirabe besuchen wir ein paar Projekte: eine Kooperative für Handarbeit, ein Atelier, das in filigraner Handarbeit dekorative Fahrräder aus Recyclingmaterial herstellt. Wir treffen auch eine Schweizerin, die uns ihre Projekte vorstellt.

Tag 5 Reisfelder und rote Backsteinhäuser.
Unsere Fahrt geht weiter Richtung Fianarantsoa und unterwegs sehen wir viele der für das madagassische Hochland typischen roten Lehmhäuser. Unterwegs gestatten wir uns immer wieder Zeit für interessante Fotostopps. So sehen wir auch die Produktion von Backsteinen und das Schnitzen von Holzfiguren. Abgesehen davon ist die Landschaft mit ihren Reisterrassen dramatisch schön.

Tag 6 Jungleexpress.
Ob der Zug pünktlich oder nicht startet, ist heute eigentlich Nebensache. Von dem Moment an, in dem wir zum Bahnhof kommen, betreten wir eine spannende Welt gefüllt mit neuen Geräuschen, Bildern und Gerüchen. Dies wird ein richtig erlebnisreicher Tag durch den Regenwald werden, gefüllt mit vielen kurzen und längeren Stopps in den kleinen Dörfern entlang der Bahnlinie. Unser Gepäck wird mit dem Auto direkt nach Manakara geschickt, so dass wir heute einzig etwas zu trinken und unsere Kameras mitnehmen müssen. Gegen Abend kommen wir in Manakara an, dort wartet unser Fahrer auf uns, um uns direkt ins Hotel zu bringen.

Tag 7 Der Indische Ozean.
Nach dem Frühstück gehen wir ans Meer, um es zu begrüssen, zu riechen und zu hören. Danach fahren wir mit dem Auto nach Mananjary. Hier haben wir Zeit für einen Spaziergang durch die Kleinstadt am Meer und dabei besuchen wir auch den lokalen Markt oder eine der Kirchen.

Tag 8 Bootsfahrt auf den Pangalanes.
Caroline, die Bootbesitzerin, wartet nach dem Frühstück auf uns und jetzt startet unsere zweitägige Reise auf dem Pangalanes. Dieser Kanal wird benutzt, um lokale Produkte wie Kaffee, Litchi, Ananas, Bananen, Pfeffer usw. von den kleinen Dörfern in die Städte zu transportieren. Dort werden sie entweder auf dem Markt verkauft oder mit der Bahn weiter in die grösseren Städte geschickt. Unterwegs auf dieser Bootsfahrt passieren wir immer wieder kleine Dörfer und wir werden auch ein paar davon besuchen. Caroline, die in diesem Teil von Madagaskar aufgewachsen ist, kennt die einheimische Flora und Fauna sehr genau und sie wird uns auf viele endemische Pflanzen hinweisen. Mit etwas Glück treffen wir auch auf für uns unbekannte Beeren, die wir dann probieren werden. Unterwegs picknicken wir auf einer Sanddüne und wir übernachten in einem Hotel am Rande eines kleinen Dorfes.

Diese Bootsfahrt und der Jungleexpress bilden den abenteuerlichsten Teil unserer Reise und deswegen sind der Hotelstandard und das Essen einfacher als das, was wir bis jetzt erlebt haben. Aber die Stille und all die neuen Eindrücke, die wir dem Pangalanes entlang erleben, werden garantiert viel mehr Wert haben als der fehlende Luxus.

Tag 9 Der beschauliche Ort am Meer.
Wir fahren weiter auf dem Pangalanes zum Dorf Nosy Varika. Hier hat Caroline und ihre Familie ein paar einfache Bungalows (mit WC und Dusche) und ein kleines Restaurant. Am Abend kocht Caroline für uns ein traditionelles Nachtessen und wird ganz sicher viele der lokalen Gewürze von der Ostküste wie Ingwer, Vanille, Pfeffer, Nelken, Zimt usw. benutzen.

Tag 10 Der König und sein Reich.
Diesen Tag verbringen wir im Ort und haben hier zusammen mit Caroline die Möglichkeit, einen traditionellen König, eine lokale Schule und auch eine Frauenkooperative zu besuchen. Der kleine Markt ist auch einen Besuch wert und wenn jemand das Bedürfnis nach einem Spaziergang hat, dann ist dieser Ort für einen langen Spaziergang am Strand genau der richtige.

Tag 11 Zwischen Savanne und Ozean.
Am Vormittag geht unsere Reise mit Allradfahrzeugen weiter und zwar der Küste entlang nach Norden. Die Piste wird ein paarmal unterbrochen von simplen Fähren und ein paar Hüttendörfern. Am Nachmittag erreichen wir das Fischerdorf Mahanoro. Hier übernachten wir in einfachen Bungalows und haben noch Zeit, uns im Ort ein bisschen herumzuschauen.

Tag 12 Vom Strand hin zum Regenwald.
Nach dem Frühstück geht es von der Ostküste Richtung Hochland. Unterwegs machen wir einen Besuch bei einem Regionalspital, um uns von der Chefärztin die Probleme der Gesundheitsvorsorge erklären zu lassen. In Andasibe dann liegt der tiefgründige Regenwald vor uns: grün in allen Schattierungen und voller Geräusche.

Tag 13 Lemuren und Chamäleons.
Heute begeben wir uns auf die Suche nach Chamäleons und Lemuren. Unsere Wanderung führt uns durch verschiedene Gebiete des grossflächigen Naturparks. Wir werden zahlreichen einheimischen Tieren begegnen und es ist sehr beruhigend zu wissen, dass es auf Madagaskar keine Tiere gibt, die für uns Menschen eine Gefahr darstellen. Somit können wir uns im Regenwald sicher und frei bewegen und am Abend werden wir beim gemeinsamen Nachtessen diskutieren, wer von uns die meisten Tiere gesehen hat :-)

Tag 14
Hier trennen sich unsere Wege: wer bald nach Hause fliegen muss/möchte einerseits und wer noch Badeferien auf der Insel St. Marie verbringen möchte andererseits.

Am Flughafen zu den Sternen. Auch wenn der Flieger erst morgen abfliegt, müssen wir heute Abend einchecken. Aber bevor es so weit ist, wollen wir den Tag gut nutzen, um noch so vieles wie möglich zu erleben. Wenn wir gestern nicht genug Lemuren gesehen haben, können wir auf der Fahrt zurück in die Hauptstadt einen Stopp in einem kleinen Park einlegen. Nach Ankunft in Tana gibt es einen Shoppingstopp in ein paar Läden, die madagassisches Kunsthandwerk zum sehr guten und fixen Preisen verkaufen. Es ist vor Beginn der Reise gut zu wissen, dass wir hier fast alle Produkte kaufen können, die wir unterwegs antreffen werden und hier müssen wir nicht um den Preis feilschen oder das gekaufte die ganze Zeit mitschleppen. Bevor wir abends zum Flughafen fahren, essen wir gemeinsam Nachtessen. Das Check-in erledigen wir um 21hoo und der Flug geht kurz nach Mitternacht.

Die herrliche Tropeninsel. Wer noch ein paar Zusatztage mit einem Badeurlaub verbringen möchte, fährt von Andasibe mit dem Auto und einem Kleinboot auf die kleine Insel Ste. Marie. Dort verbringen wir unsere Tage in einer schönen Bungalowanlage direkt am Strand. Diese Anlage ist klein und sehr persönlich. Es bleibt viel Zeit, um die Eindrücke der vergangenen Reise zu verarbeiten, aber auch, um zu baden und spazieren, zu schnorcheln und zu lesen. Zudem ist die Küche fein und verführerisch. Die Tropennächte voller Sterne und das leise Wogen der Palmblätter lassen die Tage bei sanftem Meeresrauschen ausklingen. (Von Juli bis September tummeln sich vor der Küste riesige Buckelwale: ein Spektakel der besonderen Art).

Ein Flug mit der Air Madagascar bringt uns nach Tana zurück. Abends einchecken und kurz nach Mitternacht Flug nach Paris und Weiterflug in die Schweiz.

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