Agrarreise Madagaskar

Landwirtschaft MadagaskarWährend der Agrarreise kommen Sie in Kontakt mit vielen Facetten der Landwirtschaft in Madagaskar. Sie reden mit Reisbauern, treffen einen Käser, be-gutachten die Viehzucht und essen lokale Produkte.

Madagaskar ist ein Agrarland: rund 80% der Bevölkerung lebt auf und vom Land. Die Bauern pflanzen zumeist Reis, was auch das Hauptnahrungsmittel in Madagaskar ist. Zudem halten sie ein paar Zebus (Höckerrinder): als Zugtiere für die allgegenwärtigen Ochsenkarren und für die Ackerarbeit, als Milch- und Fleischlieferant. Die Tropeninsel im Indischen Ozean verarbeitet und konsumiert ihre Produkte zumeist in kleinen Betrieben.

Hochland Madagaskar

Madagaskar ist über 14-mal grösser als die Schweiz, beinhaltet eine tropisch-feuchte Ostküste, erstreckt sich über ein hügeliges Hochland und wallt im Westen in sandige Weiten aus. Daher sind die Landwirtschaft und auch ihre Produkte sehr variationsreich. Im tropischen Ostrand wachsen die typischen Exportprodukte wie Litchi, Vanille, Pfeffer, Nelken, Zimt. Aber auch Kaffee.

Die Bauern pflanzen überall Reis als Nassreis in bewässerten Terrassen oder als regen-abhängigen Bergreis an steilen Hügelflanken. Jeder hat ein paar Bananenstauden für den kleinen Snack zwischendurch und Zuckerrohr für den Schnaps. Als Notnahrung dient Maniok. Aber auch Taro und Ingwer werden angepflanzt. Immer wieder auch Mais und im Süden auch Hirse. Ein bisschen Gemüse, dann auch Bohnen. Wer kann, der fischt: in den Reisefeldern nach Süsswasserfischen oder im Indischen Ozean.

Die madagassischen Landwirte sind meist Kleinbauern, oft Pächter. Grosse Viehfarmen gibt es nicht. Auch ausgedehnte Plantagen gibt es nur in einigen Zonen. Dort wird Tabak angebaut, in den flachen und sandigen Trockengebieten auch Baumwolle, Sisal und Kapbohnen. An wenigen Stellen Zuckerrohr in weitflächigen Plantagen. Ach ja, es gibt auch madagassischen Wein, der so abenteuerlich ist wie die Strassen Madagaskars: jede Kurve ist eine Überraschung – und jede Flasche auch. Aber das lokal gebraute Bier überbietet das industrielle Bierwasser der europäischen Zonen um Längen.

Zebu Madagaskar

Unsere Agrarreise führt uns von der Hauptstadt in Richtung Süden durch eine eigenwillige Hügellandschaft, in die Reisterrassen wie mit dem Schnitzmesser eingekerbt sind. Die Menschen leben in kleinen Dörfern und oft nur in Weilern. Wir besuchen eine Bäuerin, die mit ihren Bio-Erdbeeren grossen Erfolg hat und eine überzeugte Anhängerin von Kompost ist. In Antsirabe besuchen wir ein Projekt, das geeigneten Bauern Zeburinder und Schweine zur Verfügung stellt. Das Konzept ist kompliziert, hat sich aber bewährt. Wir besuchen eine Empfängerfamilie und erhalten Antworten auf unsere Fragen.

Käse Madagaskar Antsirabe

Warum nicht eine kleine Metzgerei besuchen oder alternativ dazu eine Käserei? Denn in der Region um Antsirabe ist die Milchwirtschaft ein wichtiger Wirtschaftszweig. Dazu gehört auch der Besuch einer Landwirtschaftsschule, um zu erleben, wie der Nachwuchs ausgebildet wird. Bei einem Schmid verfolgen wir die Herstellung von Ackergeräten und bei einem Wagner das Herstellen der schweren Holzräder für die klobigen Ochsenkarren.

Wir besuchen einen Schweizer Förster, der mit seiner Sägerei zum Qualitätsanbieter der Region gehört. Zum Thema Agroforesterie gibt es auch in Madagaskar unterschiedliche Gesichtspunkte und die erörtern wir mit dem Fachmann und Praktiker. Wir machen uns auch mit dem Konzept von Slow Food bekannt. Zudem gibt es in der Region um Fianarantsoa Rebhaine und Weinkeltereien und nicht weit davon bedecken Teeplantagen die hügeligen Kurven. Der Besuch in der antiquarischen Teefabrik und ihrer Trocknungsanlage hinterlässt Eindrücke und Fragen.

Zebukarren MadagaskarDie Reise geht nahe an die Menschen heran und beleuchtet die unterschiedlichen Aktivitäten der Landwirtschaft. Gespräche und Meinungsaustausch mit Berufskollegen, Betriebsbesichtigungen und Kostproben von Käse, Wein und Wurst. Auch auf gastronomischer Ebene lassen wir uns von der abwechslungs-reichen Küche Madagaskars verwöhnen.

Diese Agroreise ist interessant für Leute, die einen vertieften Einblick in die Landwirtschafts-szene Madagaskars suchen. Sie wird durchgeführt ab einer Gruppe von 4 und maximal 8 Personen. Die Reisedaten legt die Gruppe selber fest. Die Reise ist jederzeit ganzjährig durchführbar, auch während der Regenzeit von November bis März. Die Reise ist auf zwei Wochen konzipiert, kann aber entsprechend den Flugdaten adaptiert werden.

Wenn Sie sich als Kleingruppe für diese Reise interessieren, besprechen wir diese Tour gern und können auch auf Sonderwünsche eingehen und unterschiedliche Schwerpunkte setzen.


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