Komoren – Reiseinformationen

Anreise

Alle internationalen Flüge landen in Hahaya (HAH) auf Grande Comore.

Es werden ab Deutschland, Österreich und der Schweiz keine Direktflüge zu den Komoren angeboten. Flugverbindungen bestehen via Paris, Nairobi, Addis Abeba, Dubai.

Von den Komoren aus werden tägliche Flüge nach Madagaskar angeboten. Somit lassen sich die Inseln der Komoren mit Madagaskar gut während einer Reise in den Indischen Ozean kombinieren.

Eine zuverlässige Schiffsverbindung zu oder von den Komoren existiert hingegen nicht.

Visum, Geld, Gesundheit, Vorschriften

Das Visum erhält man bei Ankunft am internationalen Flughafen von Hahaya (HAH).
Für die Einreise auf die Komoren werden vom komorischen Gesundheitsministerium keine speziellen Vorgaben gemacht.

Die Komoren verfügen über eine eigene Währung. In den Hauptorten der jeweiligen Inseln gibt es Banken und Wechselstuben.

Die Bevölkerung lebt in einer islamischen Gemeinschaft. Besucherinnen müssen aber weder Kopftuch tragen noch spezielle Kleidervorschriften beachten. Die Gesellschaft ist jedoch sehr geteilt in die Frauenhälfte und die Männerhälfte. Selten, dass sich die Geschlechter unvoreingenommen treffen. Trotzdem ist Respekt vor Kultur und Menschen Grundvoraussetzung.

Es gibt keine Alkoholrestriktionen auf den Komoren.

Klima

Er herrscht das gleiches Klima wie auf Madagaskar: im Juli ist es kalt (Südhemisphäre) und im Januar heiss. Regenzeit ist von November bis März. Es besteht kaum Zyklongefahr und Erdbebenrisiko.

Hotels

Auf Grande Comore existieren ein paar Hotels, die durchaus internationales Niveau besitzen. Sie befinden sich in der Umgebung von Moroni an der Südwestküste.
Auf Mohéli ist eine magere, sehr bescheidene Hotelinfrastruktur vorhanden.
Auf Anjouan finden sich im Hauptort Mutsamudu tolerable Hotels. Weiter im Hinterland auf der Insel wird es schwierig und wenig komfortabel.

Gastronomie

Die Komoren müssen Nahrungsmittel für ihre rund 800’000 Einwohner einführen. Hauptnahrungsmittel ist der Reis, der zusammen mit Rindfleisch oder Poulet gegessen wird. Weissbrot als französisches Erbe ist sehr beliebt, ebenso die madagassischen Gewürze.

Die Menschen

Die Komoren sind zu fast 100% moslemisch. Es gibt nur wenige christliche Gruppierungen, sie bestehen aus Madagassen, die aus unterschiedlichen Gründen eingewandert sind.

Das komorische Lebensgefühl richtet sich sehr nach dem swahilisch-arabischen Lebensstil Ostafrikas. So stehen die Komorer eigentlich Sansibar näher als Madagaskar. Trotzdem und infolge der gemeinsamen französisch-kolonialen Vergangenheit ist der Austausch zwischen den Komoren und Madagaskar sehr rege. Besonders die madagassische Küstenstadt Mahajanga ist sehr stark komorisch geprägt.

Anders als in Madagaskar lieben es die Leute nicht unbedingt, fotografiert zu werden. Trotzdem sind sie zuvorkommend und gastfreundlich.

Das Lebensereignis einer Person ist die Grand Marriage: das Heiratsfest, welches mehrtägig mit vielen Ritualen farbenfroh und mehrtägig gefeiert wird. Diese Feiern finden jeweils zwischen Juni und September statt.

Es ist so, dass die Hälfte der Bevölkerung unter 20 Jahren. Die jüngen Einwohner sehen kaum eine Zukunftsperspektive für sich auf den Komoren, daher möchten alle nach Frankreich auswandern.

Die Regierung fordert Mayotte (die vierte Komoreninsel) heim ins Reich, während die Bevölkerung hin zu Frankreich möchte.

Legionäre

Die Weltöffentlichkeit verbindet die Komoren noch immer mit der Herrschaft der Legionäre, die unter Bob Denard von 1975 bis 1991 auf den Komoren das Sagen hatten. Doch diese Episode ist seit über zwei Jahrzehnten vorbei. Die Union der Komoren wird so demokratisch regiert, wie es möglich ist.

Pünktlichkeit

Die Leute auf den Komoren haben ein entspanntes Verhältnis zur Zeit. Wer die Komoren besucht, muss zwangsläufig akzeptieren, dass Verabredungen sich verspäten oder Flüge nicht stattfinden.

Wir arbeiten zwar mit erprobten Partnern zusammen, doch auch wir müssen darauf hinweisen, dass einzelne Leistungen sich ändern können und dies unabhängig von unserem Einfluss. Trotzdem ist zu sagen, dass sehr vieles erstaunlich gut funktioniert.