Archiv der Kategorie: Flora und Fauna

Madagaskars Flora und Fauna ist einzigartig und weltbekannt für seine vielen endemischen Tiere und Pflanzen.

Ravensara-Öl aus Madagaskar – Ätherisches Öl und Allheilmittel

Madagaskar ist eine Insel im Indischen Ozean, die mit einer einmaligen Tier- und Pflanzenwelt aufwarten kann. Aufgrund seiner langen Isolation konnte sich hier eine Flora und Fauna entwickeln, deren Biodiversität zu den grössten weltweit zählt und die einen sehr hohen Anteil an endemischen Arten beherbergt. Neben den touristischen Highlights wie den Lemuren, Chamäleons und Baobab-Bäumen finden sich in Madagaskars Wäldern auch zahlreiche essbare Pflanzen, Heilpflanzen und Pflanzen, aus denen ätherische Öle gewonnen werden.

Aus verschiedenen Pfanzen Madagaskars werden ätherische Öle gewonnen, die weltweit zum Einsatz kommen.

Ätherische Öle entstehen in bestimmten Pflanzen im Protoplasma der Zellen. Die duftenden pflanzlichen Öle sind eigentlich nur eine Nebenerscheinung von Wachstumsvorgängen. Die speziellen Duftstoffe der Pflanze, die sich in den Ölen in unterschiedlichen Mengen finden, sind flüchtig, nur zu bestimmten Wachstumsphasen gewinnbar, und können vollständig verdampfen. Auch in Räucherpflanzen und Harzen kommen ätherische Öle vor. Aufgrund ihrer geringen Menge und schwierigen Gewinnung sind ätherische Öle zum Teil sehr kostbar. So werden beispielsweise zur Herstellung von Blütenölen wie Rose oder Ylang-Ylang tausende Blüten für wenige Tropfen Öl gebraucht.

Neben der Parfüm- und Naturkosmetikherstellung werden ätherische Öle auch für die Aromatherapie eingesetzt, denn ihnen werden eine Vielzahl von Wirkungen auf Körper, Geist und Gesundheit zugeschrieben. Dabei sind ätherische Öle unverdünnt auch gesundheitsschädlich – wichtig ist ein sehr dosierter Gebrauch in verdünnter Form, da es ansonsten zu Kontaktallergien und Reizungen der Schleimhäute kommen kann.

Ravensara Öl – das Allheilmittel aus Madagaskar

Das ätherische Öl aus den Blättern des Lorbeergewächses ‚Ravensara aromatica‘ (auch als Ravintsara, Kampferbaum oder Kampferlorbeer ‚Cinnamomum camphora‘ bekannt) ist in Madagaskar als Allheilmittel  bekannt und sehr beliebt. Die wörtliche Übersetzung für Ravensana aus dem Madagassischen lautet „Gutes Blatt“.
Die eukalyptusähnliche Pflanze wurde vor gut zwei Jahrhunderten nach Madagaskar eingeführt und liefert heute aus seinen verwilderten Nachkommen das qualitativ hochwertigste ätherische Ravensaraöl weltweit.

Zur Gewinnung des Ravensara Öls braucht es vergleichsweise wenige Blätter – aus 70 bis 100 Kilogramm frischen Ravensarablättern kann man durch das Destillieren mit Wasserdampf etwa ein Kilogramm Öl herstellen.

Ravensaraöl wird in Madagaskar seit Generationen als Arzneimittel und Duftstoff verwendet. Ihm werden antibakterielle, antibakterielle und antiseptische Wirkungen zugeschrieben, zudem soll es schmerzlindernd sein. In der traditionellen Naturheilkunde Madagaskars wird das Ravensaraöl gegen Erkältung, Asthma, Entzündungen und zur Wundheilung bei Hautkrankheiten wie Gürtelrose eingesetzt. In der Aromatherapie Madagaskars wird der Ravensara-Duft traditionell aufgrund einer angeblich klärenden Wirklung auf die Psyche eingesetzt – der würzige Duft soll bei Stimmungsschwankungen und Neigung zur Depression helfen, entspannen und energetisieren. Madagaskars traditionelle Heiler achten immer darauf, genügend Ravensarablätter vorrätig zu haben und nahezu jeder Haushalt in Madagaskar hat ein Fläschchen dieses Öls vorrätig.

Dabei wird das Ravensara-Öl in Madagaskar oft mit anderen ätherischen Ölen wie Kiefer, Thymian, Grapefruit, Mandarine oder Lavendel gemischt. In dieser Kombination wird die Wirkung des Öls verstärkt und gerne als Massageöl genutzt, das die Muskeln entspannt und die Nerven beruhigt.

In Madagaskar werden die getrockneten Ravensarablätter auch als wohltuender Tee zubereitet oder einfach pur gekaut.

Möchten Sie mehr zu ätherischen Ölen, Aromatherapie und zur Naturmedizin Madagaskars erfahren und dies vielleicht auch auf einer Madagaskar-Reise thematisieren? Kontaktieren Sie uns – mit unserem Team und unserer langjährigen Erfahrung vor Ort können wir vom PRIORI Madagaskarhaus Sie in Kontakt bringen mit Aromatherapeuten, Naturheilern und Projekten – und ein passendes Reiseprogramm planen!

Nationalparks Madagaskar – Infos und Preise

Madagaskars Natur ist einzigartig. Die Insel beherbergt eine der höchsten Biodiversitätsraten weltweit – 97 Prozent der hier lebenden Tiere sind nur hier zu finden. Madagaskars Vorzeige-Tier, der Lemur, kommt in allen Teilen des Landes mit verschiedenen Arten vor und stellt für ziemlich jeden Madagaskar-Besucher ein Highlight dar. Auch Reptilien und Chamäleons erfreuen sich grosser Beliebtheit bei Reisenden.

Madagaskar-Montagne-d'AmbreUm Madagaskars Flora und Fauna zu erleben ist es empfehlenswert einige Nationalparks der Insel zu besuchen. Mittlerweile gibt es in Madagaskar 47 ausgewiesene Naturparks, die unterschiedlichen Schutzstatus haben. Sie sind auf der ganzen Insel verteilt und ihre Landschaftsformen, Tier und Pflanzen unterscheiden sich sehr stark. Auf einer Rundreise ist es daher schön, mehrere Parks zu besuchen, um die Vielfalt Madagaskars zu erleben.

Madagaskars Naturparks und Nationalparks werden von der halbstaatlichen Organisation Madagascar National Parcs (MNP) mit Sitz in Antananarivo verwaltet. Eintrittskarten für die Nationalparks können im MNP-Büro in Antananarivo oder direkt am Eingang des jeweiligen Nationalparks gekauft werden.

Seit November 2015 sind die Nationalparks in Madagaskar in drei Kategorien eingeteilt und die Eintrittspreise entsprechend gestaffelt:

  • Die bekanntesten und meistbesuchten Nationalparks Madagaskars bilden nun die Kategorie „King“. Der Eintrittspreis für diese Reservate (Ankarana und Isalo), belaufen sich auf 65.000 Ariary (ca. 18 €) pro Person und Tag.
  • Die Kategorie „Phare“ bilden weitere wichtige Nationalparks – darunter z.B. Ranomafana, Montagne d’Ambre oder Tsingy de Bemaraha. Der Eintrittspreis für diese Parks wurde auf 55.000 Ariary (ca. 15 €) pro Person und Tag festgesetzt.
  • Weniger besuchte oder noch neue Nationalparks gehören nun der Kategorie „Parcs“ an, für die 45.000 Ariary (ca. 12 €) Eintritt gezahlt werden müssen. Dazu gehören z.B. Andasibe, Andringitra oder Masoala.

Kinder ausländischer Gäste zahlen einheitlich – in allen Kategorien – 25.000 Ariary (ca. 7,50 €). Für Madagassen ist der Eintritt auf 2000 Ariary für Erwachsene und 500 Ariary für Kinder festgesetzt.

Madagaskar-Chamäleon_kirindyZusätzlich zum Parkeintritt muss vor Ort am jeweiligen Parkeingang ein lokaler Guide angeheuert werden. Die Preise für die Guides variieren je nach Park-Kategorie und zudem je nach Dauer der gewünschten Tour und des Aufenthalts im Park.

Für die Kategorie „Parcs“ liegt der Tagespreis für einen lokalen Guide etwa bei 20 bis 25 Euro pro Tag. Dieser Preis gilt für ein bis drei Personen.

Die verschiedenen möglichen Wanderrouten und Touren mit den benötigten Zeiten sind mit den Preisen an jedem Parkeingang angeschrieben. So können Reisende entscheiden, wie lange Sie im Nationalpark bleiben möchten. Übrigens ist man in den madagassischen Naturparks immer zu Fuss unterwegs.

Wir vom PRIORI Madagaskarhaus helfen Ihnen gerne weiter und beraten Sie, welche Nationalparks und Schutzgebiete auf Ihrer Reiseroute liegen und sich am besten mit Ihrer Tour und Ihren Interessen verbinden lassen.
Wir haben zahlreiche Tourenvorschläge und Hinweise parat. Kontaktieren Sie uns jederzeit!

Die Schildkröten der Barren-Inseln in Madagaskar

Die kleinen Sandinseln der Barren befinden sich im Kanal von Mozambique  südwestlich von Maintirano, also an der Westküste Madagaskars. Dort kommen regelmässig fünf Arten von Meeresschildkröten an Land, um ihre Eier zu legen. Auch sie sind, wie so viele Meeresbewohner, gefährdet.

Schildkröte Madagaskar

Vom 1. November bis zum 1. April 2012 fand im Naturmuseum in Genf eine Ausstellung zu den Meeresschildkröten der Barren-Inseln vor Madagaskar statt und zeigte in Bild, Film und Text das Wechselspiel der Meeresbewohner, der Fischer, der Ökologie und der Ökonomie.

Mehr Infos und Fotos auf der Homepage des Museums in französischer Sprache:

Le Muséum d’histoire naturelle de la Ville de Genève présente, du 1er novembre 2011 au 1er avril 2012, Les tortues des îles Barren, une exposition et un documentaire sur les tortues de l’archipel malgache.

L’exposition est consacrée à un projet de conservation de la biodiversité marine (et des tortues en particulier) sur les îles Barren à l’ouest de Madagascar. Mis en place en 2005 et terminé en 2010, ce projet coordonné par le Muséum a été soutenu essentiellement par le Réseau universitaire international de Genève, le WWF Madagascar et la Ville de Genève (Muséum, Délégation à la coopération et Délégation Genève Ville Solidaire). Cette démarche, menée en lien étroit avec la population et notamment les pêcheurs de la région, avait pour objectif de préserver les cinq espèces de tortues marines menacées de disparition qui fréquentent le canal du Mozambique. La création future d’une aire marine protégée pour ces îles devrait assurer la préservation à long terme des espèces menacées dans cette partie de l’Océan Indien.

Die Weissstammpalme in Madagaskar

Wer auf der RN7 in Richtung Tulear fährt, wird wohl in Ranohira übernachten, den Isalo-Nationalpark bewandern und dann eines morgens wieder losfahren Richtung Südwesten.

Kurze Zeit nachdem man die Königin des Isalo, ein markanter Felsenkopf, hinter sich gelassen hat, taucht die Strasse hinein in eine flache, weite Ebene. Es ist jede Zone, in der vor einer Generation Turmaline gefunden wurden und seither ist die Sandebene vollgelöchert mit Gruben und Schächten auf der Suche nach den begehrten Edelsteinen.

Kurz nach Ortseinfahrt von Ilakaka rechts stehen zu jeder Tageszeit ein paar Autos im seichten Bach und werden von Tagelöhnern gewaschen. Keiner beachtet die wahren Perlen der Natur gleich dahinter. Denn dort erheben sich noch ein paar der seltenen Weissstammpalmen.

Die Weissstammpalme (Ravenea rivularis) steht mit ihren Füsse gern in sumpfigem Grund und sie braucht viel Sonne auf dem Kopf. Das findet sie in diesem Bachdelta in Ilakaka und nur noch an zwei weiteren Standorten in Madagaskar. Ihr Stamm ist unten verdickt und strebt dann schlank bis zu 25 Meter hoch der Krone entgegen. Die weissliche Farbe des Stammes gibt der Fiederpalme ihren Namen. Die schmalen Palmwedel wachsen ziemlich gleichmässig aus dem Wuschelkopf hinaus. Daher wird die Palme oft auch Majestätspalme genannt.

Was in Madagaskar inzwischen eine Seltenheit ist, ist in Europa in fast jedem Baumarkt zu haben. Die Weissstammpalme mit ihrem lichten Wedelfächer hat sich zu einer sehr beliebten Zimmerpflanze entwickelt, die relativ anspruchslos gedeiht und innerhalb weniger Jahre aus dem Blumentopf mannshoch und höher wächst.

In Madagaskar hingegen steht die Pflanze auf der roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten. Es soll in der freien Natur nur noch wenige hundert Exemplare geben und infolge des grossen Drucks auf Land ist die Zahl abnehmend. Zudem werden Samen geerntet und verkauft.

Baobabs in Madagaskar

Es gibt in Madagaskar viele endemische Arten von Pflanzen und Tieren, so auch von den Baobabs (auch Affenbrotbäume genannt). Wenn man diese imposanten Bäume auf seine Reise nach Madagaskar sehen möchte, ist es wichtig zu wissen wo im Land man sie findet. In Madagaskar gibt es auch viele Mythen um die skurril anmutenden Bäume mit ihren dicken Stämmen und markantem Blätterschopf.

Hier gibt Franz Stadelmann ein paar nützliche Informationen über die Baobabs von Madagaskar:

Giftige Tiere in Madagaskar

Madagaskar ist eine Insel in den Tropen, vor der Küste Afrikas. Die berechtigte Frage vieler Reisenden ist, ob es gefährliche Tiere in Madagskar gibt.

Franz Stadelmann vom Madagaskarhaus in Basel beantwortet in diesem kurzen Video die Frage, ob es in Madagaskar für Menschen giftige Tiere gibt:

Sukkulentenwelt in Madagaskar

Das Editorial der jüngsten Ausgabe der Zeitschrift ‘Sukkulentenwelt’ beschäftigt sich mit Madagaskar. Moritz Grubenmann beschreibt, wie er im Süden Madagaskars hoch zu einem Inselberg klettert, um seltene Pflanzen zu fotografieren. Denn an den steilen Granitabhängen wachsen in Grasinseln sukkulente Pflanzen wie Aloen, Euphorbien, Pachypodien und Orchideen. Diesen stellt Moritz Grubenmann auf seinen ausgedehnten Reisen in Madagaskar nach. Er ist Vizepräsident des Fördervereins der Sukkulenten-Sammlung in Zürich, die Herausgeberin der Zeitschrift ‘Sukkulentenwelt’.

Das Magazin titelt die im Oktober 2011 erschienene Ausgabe ‘Wilde Reisen zu wilden Pflanzen’. Das 40 Seiten starke und attraktiv bebilderte Heft Nummer 16 entführt in die weite Welt der exotischen Flora. Das Heft ist zu beziehen bei http://www.kakteen.org/sukkulentenwelt.shtml