Archiv der Kategorie: Madagaskar NEWS

Madagaskar News

PRIORI Reisen – Madagaskar News: Nachrichten, aktuelle Meldungen und Informationen sowie brandaktuelle News aus Madagaskar sowie zum Madagaskarhaus.

Madagaskar: Geburt während Corona

Centre Hospitalier Universitaire de Gynécologie Obstétrique Befelatanana, Madagascar

Madagaskar: Geburt während Corona

Als Corona auch in Madagaskar zum Problem wurde, war meine Frau bereits schwanger. Unser zweites Baby kam im Spital zur Welt.

Wir wohnen ausserhalb der Stadt und fuhren mit dem Taxi zur Entbindungsstation. Dort untersuchte die Hebamme sofort meine Frau. Sie kam nach ein paar Minuten mit einer Liste von Medikamenten und Materialen zurück, die wir zu kaufen hatten.

Diese Station ist das grösste staatliche Entbindungsheim in Madagaskar. Alle Dienste sind frei, aber den Rest muss man bezahlen. Im ‘Centre Hospitalier Universitaire de Gynécologie Obstétrique Befelatanana’, wie das dem Universitätspital angegliederte Institut heisst, kommen jährlich über 8000 Babys zur Welt.

Am Ankunftstag, als mit der Liste alles in Ordnung war, suchten wir einen Raum, wo wir während unseres Aufenthalts bleiben konnten. Wir fanden ihn im zweiten Stock. Die Verantwortliche hatte uns erklärt, dass es zwei Arten von Räumen gebe. Ich besuchte die Räume erst, um mich zu entscheiden.

Madagaskar: Geburt während Corona
Einerseits gab es vier gemeinsame Räume, die kostenlos sind. Es war eng und acht Betten standen in einem Räum. Es waren nur gerade ein oder zwei Betten frei. Bei jedem Bett hielten sich zwei Personen auf: die neue Mutter auf dem Bett und ein Verwandter, der auf dem Boden schlief und auf das Gepäck aufpassen sollte. Zudem musste er oder sie für das Essen der jungen Mutter sorgen. Die Räume waren sehr voll. Jetzt im Winter war es kalt und alle Fenster waren geschlossen.

Andererseits gab es die zweite Option mit drei Räumen. Hier musste man bezahlen. In einem Zimmer standen ein oder zwei Betten, aber man hatte ein bisschen mehr Platz. Wir entschieden uns für ein Zimmer mit zwei Betten.

Im Krankenhaus gab es eine Apotheke, aber es gab auch ein paar Arzneien, die sie nicht führte, so musste ich jeweils nach draussen gehen und die Medikamente bei anderen Apotheken suchen.
Das Krankenhaus macht keine Bluttests. Wenn dies nötig ist, so muss man den Test ausserhalb in einer privaten Klinik machen. Dann muss man mindestens 12 Stunden auf das Resultat warten.

Die Geburt verlief am Mittwoch dem 17. Juni um 16h55 ohne weitere Komplikationen. Eigentlich hätte das Baby zwei Tage früher kommen sollen. Wenn wir danach Probleme mit dem Baby hatten, brachten wir es zur Hebamme. Eines nachmittags hatte das Kind Atmenprobleme. Die Hebamme brachte das Baby sofort zur Intensivstation.

Jeden Morgen kamen jeweils zwei Ärzte auf Visite, der Eine untersuchte die Mutter und der Kollege das Baby. Beide schrieben täglich immer neue Rezepte. Ich musste dann sofort alle Medikamente besorgen, die die Ärzte verschrieben hatten.

Centre Hospitalier Universitaire de Gynécologie Obstétrique Befelatanana, Madagascar

Madagaskar: Geburt während Corona
Natürlich schwebt seit Monaten die grosse bedrohende Wolke namens „Corona“ über uns, besonders in Antananarivo. Ich war erstaunt, dass das Entbindungsheim in der Hauptstadt immer voll von Leuten war. Das bedeutet, dass die Leute in Madagaskar trotz Allem Vertrauen ins Gesundheitssystem haben – oder sie haben nicht genug Geld, um in ein privates Entbindungsheim zu gehen. Die Hebamme, die Ärzte, die Krankenpfleger, die Praktikanten waren immer hilfreich und schafften ihre Aufgaben sehr gut.

Die Realität ist, dass die Bewohner Angst vor dem Coronavirus haben, aber ihnen das Leben noch wichtiger ist.

Das Krankenheim sortiert zwar die Leute beim Eingang aus und wer eintreten darf, muss verschiedene Bedingungen respektieren:
Man muss die Hände waschen und Mundschutz tragen, es wird die Temperatur gemessen, Krankenbesuche sind verboten, und nur immer die gleiche Person darf das Essen bringen. In unserem Fall brachte mein Vater abends das Essen. Morgens und mittags kaufte ich etwas in der Kantine des Spitals oder ausserhalb in einem Hotely (kleines Restaurant). Das Spital selbst liefert den Patienten kein Essen.

Centre Hospitalier Universitaire de Gynécologie Obstétrique Befelatanana, Madagascar

Madagaskar: Geburt während Corona
Nach der Geburt blieben wir vier Tage und drei Nächte im Krankenheim. Mit einem gesunden Baby verliessen wir die Entbindungsstation. Jetzt und fortan tragen wir Sorge zu unserem neuen Nachwuchs. Es ist ein Junge, der den Namen Finaritra Lauviah Camaël RAVONJISON trägt. Wir nennen ihn kurz Camaël.

Finaritra ist ein madagassischer Jungenname und bedeutet ‘zufrieden‘. Lauviah ist ein Schutzengel und Camaël ist ein Erzengel. Beide Namen habe ich im Internet entdeckt und Gefallen daran gefunden. Unsere Tochter, Rova Niaina Michaëla, ist jetzt zweieinhalb Jahre alt und hat ebenfalls grosse Freude an ihrem kleinen Brüderchen.

geschrieben von Michaël, Trekkingführer PRIORI und Mitarbeiter im Büro PRIORI in Antananarivo

Madagaskar: Tamatave und die Zyklon-Gefahren

Madagaskar: Tamatave und die Zyklon-Gefahren

Da Madagaskar eine grosse Insel im Indischen Ozean ist wird sie jedes Jahr von Wirbelstürmen bedroht. Die am stärksten betroffenen Gebiete sind der Norden Madagaskars und die Ostküste, wo sich auch Tamatave befindet. Die Menschen, die in Tamatave leben, bereiten sich immer auf das Schlimmste vor, wenn bekannt wird, dass sich im westlichen Indischen Ozean ein Zyklon bildet.

Madagaskar: Tamatave und die Zyklon-Gefahren
Die Zyklonsaison dauert vom Januar bis in den Mai, und man weiss nie lange im Voraus, wann sie “angreifen“. Manchmal wird Madagaskar im Laufe eines Jahres zwei- oder dreimal von Zyklonen getroffen, und einer von ihnen zieht dann mit grosser Wahrscheinlichkeit über Tamatave. Die Region um Tamatave (Toamasina) liegt auf Meereshöhe und kann daher sehr leicht überschwemmt werden wenn heftige Regenfälle über Stunden fallen. Auch wenn die Bewohner über die Gefahren eines aufziehenden Zyklons gut informiert und auch mobilisiert wurden und sie glauben, gut vorbereitet zu sein, ist Tamatave nach dem Durchzug eines Wirbelsturms oft zerstört. Überall gibt es sind Schäden, die Hälfte der Einwohner ist betroffen; fast alle Häuser sind beschädigt, besonders die Holzhäuser der Bewohner im unteren Bezirk. Gebäude, Infrastrukturen sind reparaturbedürftig, und oft ist ein ganzer Bezirk völlig überflutet.

Madagaskar: Tamatave und die Zyklon-Gefahren
Vor einigen Jahren wütete ein Zyklon an der Ostküste Madagaskars, ich und meine Familie gehörten zu den Opfern, es war nicht das erste Mal, dass wir diese Situation erlebten. Es war eine schlimme Erfahrung, denn wir verloren in wenigen Minuten alles was wir hatten, unser Haus wurde zerstört, all unsere Geräte und unsere Ernte wurden während dieses Wirbelsturms ruiniert. Glücklicherweise zogen wir in eine Schule um, als die Medien den Hurrikan-Alarm ankündigten, denn dies war der einzige sichere Ort, an dem wir während dieser Katastrophe Schutz finden konnten. Es war nicht leicht, in einer solchen Situation zu leben, wir mussten unser Haus nur mit unseren Händen wieder aufbauen, und nach einem Zyklon ist es immer schwierig, Nahrungsmittel zu finden. Und selbst wenn man Nahrung findet, ist sie sehr teuer. Wir erhielten zwar Unterstützung von der Regierung, aber das reichte nicht aus. Und diese Hilfe ist ja nur vorübergehend, also mussten wir mit dem leben, was wir hatten.

Madagaskar: Tamatave und die Zyklon-Gefahren
Kurz gesagt, es ist gar nicht so einfach, in einem tropischen Land zu leben, besonders wenn man an der Küste lebt, denn man kann jederzeit mit Naturkatastrophen wie Überschwemmungen oder Zyklonen konfrontiert werden.

Françoise / 17. Juli 2020

Madagaskar: Der Nationalfeiertag und ich

Madagaskar: Der Nationalfeiertag und ich

Der 26. Juni ist ein historisches Datum für das gesamte madagassische Volk, es ist die Feier des Unabhängigkeitstages, er wird auch Kindertag genannt. Am Nationalfeiertag an dem alle feiern ist alles erlaubt. Wir sehen fast alle Arten von Festen mit Tänzen und Lieder, immer steht die madagassische Kultur im Mittelpunkt. Am Vorabend des Festes findet der Laternenkarneval statt, und das ist für alle, vor allem für die Kinder, der grösste Spass.

Madagaskar: Der Nationalfeiertag und ich
In diesem Jahr konnte ich wegen der Pandemie nicht wie jedes Jahr den Nationalfeiertag feiern, weil während dieser Gesundheitskrise alle Arten von Feierlichkeiten verboten waren. Ich war bei meiner Familie auf dem Land. Es war sehr schön für mich, bei meiner Familie zu sein, auch wenn es keine Feierlichkeiten gab. Doch jeder tat sein Bestes, um diesen Tag zu etwas Besonderem zu machen, auch wenn er nicht wie üblich war. Meine Familie und ich assen mit unseren Nachbarn. Während eines solchen Festes bereiten die Jungen in der Familie die Mahlzeiten zu, während die Älteren warten und miteinander reden. Es war kein grosses Fest, es gab nur ein paar kleine Dinge zu essen und zu trinken. Auch wenn es kein grosses Festmahl war, aber wir teilten und das war die Hauptsache. Teilen stärkt unsere Solidarität und unsere Freundschaft als Nachbarn.

Auf dem Land sind Solidarität und Respekt immer noch sehr stark ausgeprägt, so dass an den Nachmittagen von allen Festtagen die “Alten“ des Dorfes besucht werden, um sie um ihren Segen zu bitten. Aus Respekt überreichen wir ihnen Geschenke wie alkoholische oder nicht alkoholische Getränke und/oder einen Hahn. Dies ist eine Möglichkeit, ihnen unseren Respekt zu erweisen und auch die Solidarität zwischen den Familien des Dorfes zu stärken. Also ging ich am Nachmittag des Nationalfeiertags zu einigen Freunden, um ihre Eltern zu begrüssen und ihnen Getränke zu bringen. Und dann am Abend, als wir eigentlich Laternenkarneval machen sollten, sahen wir uns mit der ganzen Familie und unseren Nachbarn einen Film auf meinem Computer an.

Madagaskar: Der Nationalfeiertag und ich
Es war wirklich schön an diesem Tag, obwohl er nicht richtig gefeiert wurde, ich hatte trotzdem eine gute Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden. Ich freute mich, die glücklichen Gesichter der Dorfbewohner zu sehen. Selbst zwei Tage nach dem Nationalfeiertag feierten einige weiter und besuchten ihre Familien, die weit weg wohnen.

Vielleicht werden die Feierlichkeiten im nächsten Jahr angenehmer sein wenn diese Gesundheitskrise überstanden sein wird.

Françoise / 17. Juli 2020

Corona: mein Arbeitsweg

Montag, 27. Juli 2020 Antananarivo

Corona: mein Arbeitsweg
Während der nächsten 15 Tage wird ganz Madagaskar erneut unter dem Gesundheitsnotstand stehen. Denn der Virus von Covid-19 verbreitet inzwischen auf der ganzen Insel.

Hier in Antananarivo leben 90 Prozent aller betroffenen Corona-Fälle, deswegen ist man in der Bewegungsfreiheit arg eingeschränkt: der öffentliche Verkehr arbeitet nicht; alle Geschäfte sind noch zu. Einzig die Geschäfte für den Grundbedarf dürfen geöffnet sein, also Läden für Nahrungsmittel, Apotheken und Banken. Einzelne Restaurants dürfen ab heute wieder öffnen. Ab 13 Uhr ist es verboten, nach draussen zu gehen.

Corona: mein Arbeitsweg
Wir hatten das Büro nun wieder vier Wochen geschlossen. Nun ist es ab heute (27. Juli 2020) wieder gestattet, Büros und Betriebe zu öffnen, aber nur halbtags. Wegen dieser Situation bin ich heute von Zuhause bis zum Büro etwa 15 km zu Fuss gegangen. Ich bin um 05h20 von Zuhause weg, der Morgen war noch sehr dunkel und sehr kalt, es ist jetzt Winter bei uns. Während des ersten Teils des Marsches traf ich sehr viele Leute, die vom Land herkommen. Sie tragen unterschiedliche Gemüse, Ravitsara und andere Sachen auf dem Kopf für den lokalen Tagesmarkt. Die Leute versuchen so früh wie möglich auf dem Markt anzukommen, denn alles, was Sie heute bringen, müssen sie auch heute verkaufen, sonst verderben die Gemüse und Salate, denn kein Bauer hat einen Kühlschrank zu Hause. So verkaufen die meisten ihr Produkt unter dem normalen Preis. Früher zogen die Bauern Karren voll von unterschiedlichen Produkten auf den Markt, so verdienten sie genug für das Leben, früher auch waren sie sicher, dass sie alle Ihre Produkte verkaufen konnten. Aber heute mit nur einem Sack auf dem Kopf reicht es nicht. Ein madagassisches Sprichwort sagt aber „besser ein bisschen essen als nichts im Topf zu haben“.

Nach dem Dorf, wo es Märkte gibt, war der zweite Teil des Marsches sehr ruhig, es war fast niemand unterwegs, unglaublich. Normalerweise wecken die Madagassen ihre Kinder jeden Morgen sehr früh, um das Frühstück für die Kinder, die zur Schule müssen oder für alle, die zur Arbeit gehen, einzunehmen, denn 90 Prozent von uns benutzen noch Holzkohle und die Vorbereitung braucht viel Zeit. Diesen Morgen war alles noch zu: Häuser, Geschäfte und die Strassen waren leer.

Corona: mein Arbeitsweg
Mit Beginn der Stadt gab plötzlich es einen Stau. Die Privatautos, die Taxis, die Motorräder und Fahrräder dürfen jetzt auch wieder bis 13 Uhr fahren. Heute gab es viele Autos, aber nicht wie in normalen Zeiten. Es waren auch sehr viel leere Taxis unterwegs, denn eine Privattaxifahrt ist zu teuer für die Leute. Von wo ich wohne bis zur Stadt bezahlt man etwa 40.000 Ar (rund 10 Euro/Franken) für eine Taxifahrt. Das kann man sich nicht leisten. Die meisten fahren daher mit dem Fahrrad oder gehen zu Fuss.  Ein langer Arbeitsweg, aber immerhin habe ich eine Arbeit

Michaël, Trekkingführer PRIORI und Mitarbeiter im Büro PRIORI in Antananarivo

Der Dschungelexpress von Madagaskar

Eine Fahrt in den betagten Waggons des „Dschungelexpress“ bedeutet „Madagaskar pur“. Es geht vorbei an den einzigen Teeplantagen der Insel, am See Sahambavy, einem Wochenendziel der reicheren Bergbewohner, vorbei an unzähligen Reisterrassen und Wasserfällen. Der Zug fährt entlang des Flusses Faraony und ermöglicht faszinierende Panoramablicke auf den Regenwald.

Der Dschungelexpress von Madagaskar
Die Bahnlinie wurde während der französischen Kolonialzeit erbaut und gilt aufgrund ihrer schwierigen Trassen-Führung als bautechnische Meisterleistung. 10 Jahre dauerte der Bau der 163 km langen Strecke mit unzähligen Tunneln und Brücken. Er forderte das Leben von über 1000 Arbeitern.

Auf dem filmischen Reiseplan steht auch eine Fahrt mit der Micheline, einem historischen Triebwagen, der noch mit Gummireifen auf den Schienen fährt.

Der Dschungelexpress von Madagaskar
von SUSANNE MAYER-HAGMANN
Erstsendung: 24.10.2014
Eisenbahn-Romantik, SWR Fernsehen

Madagaskar und Forchbahn

Madagaskar und Forchbahn

Lehren gezogen: Verschrotten statt Exportieren

(11.06.2020) In den kommenden Jahren ersetzt die Forchbahn altes Rollmaterial durch neue Züge. Klar ist jetzt schon: Die ausgedienten Fahrzeuge sollen nicht mehr in einem Entwicklungsland aufs Abstellgleis kommen.

Hierzulande ist Madagaskar vor allem bekannt, weil Löwe Alex aus dem New Yorker Zoo mitsamt seinen tierischen Kameraden dort strandete. Das Comic-Spektakel erlebte erfolgreiche Fortsetzungen. Gleiches ist von der Forchbahn auf Madagaskar nicht anzunehmen. Gross waren die Schlagzeilen, als im Jahr 2004 zehn ausgemusterte Forchbahn-Wagen (BDe 4/4 No.11-16 und die Bt No.101-108) nach Madagaskar verkauft wurden. Sie sollten – ausgerüstet mit Dieselmotoren – bei der wiederbelebten Stadtbahn von Antananavario zum Einsatz kommen.

Madagaskar und Forchbahn
Nicht erst seit einem Bericht in der «Sonntags-Zeitung» mit dem Titel «Der rostende Traum von Madagaskar» ist bekannt, dass die gut gemeinte Hilfe höchstens physisch angekommen ist. Die Forchbahn-Wagen warten seit 16 Jahren in Antananavario auf ihren ersten Einsatz. Seitens der Forchbahn bedauert man diese Entwicklung, zumal man auf der Forch nur bedingt Einfluss auf die weitere Verwendung der ausgemusterten Fahrzeuge hatte. «Die Aktion wurde damals nicht von der Forchbahn AG initiiert», sagt Geschäftsführer Hanspeter Friedli. Vermittelt hatte das Rollmaterial das «Solidaritätsnetz der Schweizer Bahnen» – nach Abklärungen vor Ort durch einen ehemaligen ETH-Professor. «Wir haben heute nichts mehr damit zu tun und wissen auch nicht, was mit den Zügen in Antananavario los ist», so Friedli weiter. Auch deshalb betonte er in einem Bericht des «Zürcher Oberländers», dass die Wagen, die in den nächsten Jahren ausgemustert werden, nicht in ein Entwicklungsland verkauft werden: «Wir werden unser altes Rollmaterial ordnungsgemäss verschrotten.»

Madagaskar und Forchbahn
Quelle: https://www.forchbahn.ch/aktuelles/forchbahn-und-madagaskar 11. Juni 2020

Juni 2020 in Antananarivo

Antananarivo Madagaskar Juni 2020. Avenue de l'Indépendance

Antananarivo Madagaskar Juni 2020. Avenue de l’Indépendance

Covid-19 in Madagaskar

15. Juni 2020 Antananarivo : Die Situation heute
PRIORI-Mitarbeiter berichten aus der Hauptstadt Antananarivo

Juni 2020 in Antananarivo
(15. Juni 2020) In Antananarivo, der Hauptstadt Madagaskars, verläuft die Avenue de l’indépendance rund 800 m vom Bahnhof bis zur Strasse Rabefiraisana vor dem Restaurant Gastro Pizza. Sie bildet das Zentrum der Millionenstadt, die sich weit hinaus in die Landschaft frisst.

Die Avenue der Unabhängigkeit liegt im Stadtzentrum von Analakely, das bedeutet kleiner Wald. Früher gab es an diesem Ort Sümpfe und einen kleinen Wald, danach wurde das Gebiet gerodet. Dort, wo seit Urzeiten frisches Quellwasser sprudelte, wurde der Bahnhof von Antananarivo gebaut. Auch heute noch wird er Bahnhof Soarano genannt: Bahnhof des Quellwassers.

Diese Strasse ist ja eigentlich die Bahnhofstrasse. Doch in Madagaskar wurde sie nie so genannt. Erst war sie als Avenue Fallières“ bekannt. Zu dieser Zeit führte sie vom Bahnhof entlang von Wald bis zum Fuss eines Hügels. 1935 begann der Bau der Arkaden, also einer Fussgängerzone entlang von Geschäften mit Schaufenstern und überdacht mit Rundbögen. Das war für damalige Zeiten eine topmoderne Architektur – und ist es geblieben. Die Bahnhofstrasse wurde nach 1945 zur Avenue de la Liberation umgetauft und erst ab dem 26. Juni 1960 bekam die breite Strasse den Namen Avenue de l’Indépendance.

Juni 2020 in Antananarivo
Jahrzehntelang fand hier in Analakely jeden Freitag der Wochenmarkt statt. Das war, so sagte man, der grösste offene Markt der Welt. Der Markt war als Zoma bekannt. Zoma bedeutet Freitag. Jeden Freitag also kamen Tausende und Zehntausende von Menschen hier zum Markt, als Verkäufer und als Käufer. Die ganze Innenstadt war ganztags vollgestopft, mit Waren, mit Menschen und mit weissen Sonnenschirmen. Zu Beginn der 1990er Jahre wurde der Freitagsmarkt dann abgeschafft und in mehrere kleinere Marktareale aufgeteilt.

Die Avenue de l’indépendance und das Rathaus waren immer auch Orte von Veranstaltungen und Demonstrationen. Besonders in den unruhigen Jahren zwischen 1972 und 1975 und dann wieder ab 1991 wurden politische Auseinandersetzungen erstaunlich friedlich und manchmal auch handgreiflich auf der Strasse ausgetragen. So überlebte das Rathaus nicht: es wurde abgebrannt.

Der Juni ist in Madagaskar der Monat für die Kinder. Man organisiert viele Versammlungen, Veranstaltungen und spricht immer über Kinderrechte. Aber in diesem Jahr 2020 sieht aufgrund des Corona Virus alles anders aus. So feiern wir dieses Jahr den Kindermonat Juni leider nicht. Normalerweise im Juni gehört die Avenue den Kindern, dort gibt es jeweils Spielsachen wie Karussell, kleine elektrische Autos, Pferde reiten, Verkäufer von allerlei Süssigkeiten, einem Platz für Souvenirfotos und Musik den ganzen Monat. Aber jetzt ist die Avenue einfach ruhig. Die Arkaden mit ihren Banken, ihren unterschiedlichen Büros, ihren Restaurants und Geschäften sind noch da und offen. Sie warten auf Besucher.

Juni 2020 in Antananarivo
In der Mitte der Avenue gibt es auch drei Gartenareale mit der Palmart Bismarkia nobilis / Satrana. Dieser grüne Platz ist für Leute von ausserhalb der Stadt ein Ort, um sich zu erholen oder Mittagessen einzunehmen. Jetzt sind diese Gärten geschlossen.

Im Monat Juni hissen fast alle Madagassen die nationale Flagge in den Farben rot, weiss und grün, und alle Strassen und Arkaden werden mit dieser Nationalfahne dekoriert. Der Nationalfeiertag findet jedes Jahr am 26. Juni statt, den an diesem 26. Juni 1960 erlangte Madagaskar die Unabhängigkeit von Frankreich. Derzeit gibt es auf der Avenue viele fliegende Händler, die Flaggen verkaufen.

Die Festlichkeiten zum Nationalfeiertag finden seit vielen Jahren auf dem Sportplatz von Mahamasina statt. Doch dort sind derzeit Bauarbeiten in Gang. Also werden die Militärs ihre Parade am 26. Juni 2020 in der Avenue machen und 3200 Personen von Armee, Gendarmerie und Polizei werden an dieser Veranstaltung teilnehmen.

 

Als Studentin an einer Universität in Madagaskar

ALS STUDENTIN AN EINER UNIVERSITÄT IN MADAGASKAR

Die junge Studentin Françoise kennen wir seit vielen Jahren. Sie studiert an der Universität in Tamatave / Toamasina und zwar sehr erfolgreich. Aufgewachsen ist sie in einem kleinen Dorf an der Küste des Indischen Ozeans. Wir von der PRIORI unterstützen sie, indem wir ihre Texte bezahlen.


ALS STUDENTIN AN EINER UNIVERSITÄT IN MADAGASKAR

(10. Juni 2020) Nachdem man in Madagaskar das Abitur bestanden hat, ist es an der Zeit, sich zu entscheiden, wo man studieren möchte. Als Abiturient ist man kein Kind mehr, und einmal an einer Uni eingeschrieben zu sein, bedeutet, dass man seine Zukunft gestaltet und zwar mit dem, was man einmal tun wird. In Madagaskar gibt es sechs öffentliche Universitäten wissenschaftlicher, kultureller und beruflicher Art und jedes Jahr schreiben sich mehr als 5000 Studierende an jeder Universität ein.

Warum wenden sich junge Menschen mit einem Bachelor-Abschluss an die Universität? Als öffentliche Einrichtung zieht die Universität Studierende wegen ihrer tieferen Studiengebühren an. Sie sind viel niedriger als die von privaten Einrichtungen. Nur Studierende von reichen Eltern können sich diese leisten. Ein Studierender an der Universität von Madagaskar zu sein, ist nicht einfach, ja, es ist wahr, Universitätskurse sind nicht einfach, aber der materielle Mangel macht sie noch schwieriger, auch wenn die madagassische Regierung Anstrengungen unternimmt, die Situation zu verbessern. Bei der Einschreibung an der Universität muss ein Formular ausgefüllt werden, mit dem man sich um ein Stipendium sowie um eine Unterkunft bewerben kann, wenn man auf dem Universitätscampus wohnen möchte.

ALS STUDENTIN AN EINER UNIVERSITÄT IN MADAGASKAR
In meiner Universität gibt es jedes Jahr mindestens zwei Demonstrationen, wegen der Erhöhung der Preise für das Wohnrecht sowie wegen der verspäteten Zahlung von Stipendien oder dann Demonstrationen von denjenigen, die nicht auf der Stipendienliste stehen, und zu allem Überfluss gibt es die Streiks der Professoren wegen der Nichtzahlung ihrer Forschungsgelder, all das erlebt man, wenn man Student in Madagaskar ist.

Madagaskar könnte gute Hochschulabsolventen haben, wenn der Staat Geld in den Bereich der Hochschulbildung investieren würde, und wenn er Gelder und Material gemäss den Bedürfnissen der Professoren und ihrer Forschungsprojekte sprechen würde. So wären die akademischen Ergebnisse erfreulich. An meiner Universität „Universität von Toamasina“ ist eine Unterkunft für ein akademisches Jahr wirklich zu teuer, es ist doppelt so teuer wie an anderen Universitäten in Madagaskar. In einem 4 m2 grossen Raum sind 4 Studierende untergebracht, aber die Infrastruktur ist schlecht, es gibt keinen Unterhalt und keine Renovationen, weshalb die Studenten jedes Jahr streiken. Jungen und Mädchen werden zum Teil im gleichen Zimmer untergebracht, denn es gibt kein Reglement. Aber schliesslich liegt es an den Studierenden, zu wählen, was gut oder schlecht für sie ist.

Darüber hinaus sind die Stipendien sehr gering, man kann es kaum ein Stipendium nennen, denn das Geld, das wir erhalten, reicht nirgends hin. Und vor allem ist die Zahlung immer sehr spät, meist erst sechs Monate nach Beginn des Schuljahres. Darum ist es nicht verwunderlich, dass den Studenten das Geld ausgeht und sie nicht mehr in den Vorlesungen erscheinen. Die madagassischen Studenten stammen fast alle aus armen Familien, aber sie wollen im Leben kämpfen, um aus der Armut herauszukommen, und sie sind auf das Stipendium angewiesen, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Viele Studierende brechen das Studium ab, wenn sie noch nicht einmal das zweite Jahr erreicht haben. Das Leben in der Stadt ist eben gar nicht so einfach, weil alles bezahlt werden muss.

ALS STUDENTIN AN EINER UNIVERSITÄT IN MADAGASKAR
Und noch immer, auch im Jahr 2020 ist die Ausrüstung an der Universität hier in Tamatave / Toamasina nicht ausreichend. Es gibt noch immer kein Internet-Netzwerk an meiner Universität. Wenn man also forschen will, muss man ins Cybercafé gehen, und hier ist die Recherche manchmal nicht einfach, man muss lange dort bleiben oder mehrmals zurückkommen, und wir zahlen den Zugang aus unserer Tasche. Glücklicherweise hat das Bildungsministerium das berühmte „WIFI“ mit „Hochgeschwindigkeitsnetz“ eingerichtet, aber das war nur am Anfang so, denn nach ein paar Monaten lief schon nichts mehr. Es gibt auch nicht genügend Bücher, um zu recherchieren. Wir finden in der Bibliothek keine Werke des jetzigen Jahrhunderts, sondern nur alte Ausgaben von 19-hundert-irgendwann.

Die Bildungssysteme sind jedoch recht gut, und auch die Didaktik, die die Professoren anwenden, ist wirklich interessant, weil sie die Studenten dazu drängt, zu forschen und ein vielseitiger und guter Organisator zu sein.

Kurz gesagt, um ein Studierender an der Universität von Madagaskar zu sein, muss man autonom sein und eine gute Disziplin und Lebendigkeit haben, sonst wählt man die Option „Verzicht“, denn der Erfolg hängt nur von einem selbst ab. Schwierigkeiten überwinden, stets das Ziel im Auge behalten, das ist das Wichtigste, das ich gelernt habe.

mehr Texte der Studentin Françoise finden sich in der Kategorie Leben als Studentin

Madagaskar: interethnischer Rassismus

INTERETHNISCHER RASSISMUS IN TAMATAVE

Die junge Studentin Françoise kennen wir seit vielen Jahren. Sie studiert an der Universität in Tamatave / Toamasina und zwar sehr erfolgreich. Aufgewachsen ist sie in einem kleinen Dorf an der Küste des Indischen Ozeans. Wir von der PRIORI unterstützen sie, indem wir ihre Texte bezahlen.


INTERETHNISCHER RASSISMUS IN TAMATAVE

(09. Juni 2020) Jeder glaubt, dass die Welt wirklich entwickelt ist und niemand sieht, was vor seinen Augen geschieht, oder vielleicht schliessen die Menschen ihre Augen, um die Realität nicht zu sehen. Rassismus ist eines der Dinge, die die Entwicklung einer Nation oder eines Landes hemmt, doch Rassismus existiert überall auf der Welt. In Madagaskar sehen wir nicht viel Rassismus aufgrund der Hautfarbe, sondern vor allem wegen ethnischer Segregation. Die genaue Situation in den anderen Provinzen kenne ich nicht, ich spreche vom Rassismus in Tamatave.

Wie in den anderen Provinzen finden wir in Tamatave fast alle achtzehn ethnischen Gruppen, sei es weil sie hier arbeiten oder einfach weil sie sich hier niedergelassen haben; und jede ethnische Gruppe lebt im gleichen Quartier, weil sie sich als Familie betrachtet, auch wenn sich nicht alle kennen, aber die Hauptsache ist ihre Zusammengehörigkeit, sie ist notwendig, solange sie “Ausländer“ an einem Ort sind. So zeigt sich überall in Tamatave eine gewisse Feindseligkeit gegenüber anderen ethnischen Gruppen, sei es auf der Ebene der Gesellschaft, in der Schule oder bei der Arbeit… sie nimmt auch die Form von Fremdenfeindlichkeit an.

INTERETHNISCHER RASSISMUS IN TAMATAVE
Ich beschreibe ein konkretes Beispiel einer Ethnie, die in Tamatave lebt, die „Antandroy“ (eine Ethnie, die aus dem Süden Madagaskars stammt), und diese Ethnie ist hier die am stärksten diskriminierte von allen, nur wenige Menschen sprechen mit ihnen. Man sagt, sie seien sehr böse, weil sie mit einem Messer in der Tasche herumlaufen, ihre Sprache sei unverständlich und sie seien seltsam, weil ihre Kultur sich sehr von denen der anderen unterscheidet. Aus diesem Grund werden die Menschen der Antandroy in der Gesellschaft abgesondert, wenn ihnen etwas passiert ist, sei es gut oder schlecht, kommen die anderen nicht auf sie zu, und niemand wagt es, in ihre Nachbarschaft einzudringen, ich glaube, sie sind von allen anderen isoliert. Doch diese Art von Haltung ist eigentlich völlig gegen die übliche madagassische Sitte. Die Antandroy können sich auch nicht mit Mitgliedern anderer ethnischen Gruppen verheiraten, die Eltern würden das nie akzeptieren, selbst wenn ihre Kinder sich sehr geliebt haben, denn da sie wissen, dass sie von der Gesellschaft diskriminiert werden, akzeptieren die Antandroy niemals die Vereinigung ihrer Kinder mit anderen sozialen Gruppen.

Die Antandroy kommen nach Tamatave, um Arbeit als Rikschafahrer oder Obstverkäufer oder etwas anderes zu finden. Wenn sie eine andere Arbeit suchen, stellt sie kaum jemand an. Aber selbst als Rikschafahrer haben sie es schwer, denn die Leute wollen nicht von einem Antandroy gezogen werden. Sie sagen dann, die Fahrt sei zu teuer und man könne nicht mit ihnen verhandeln. Darum sind viele von ihnen zu Dieben und Einbrechern geworden, weil sie arbeitslos sind; je mehr man sie diskriminiert, desto mehr fühlen sie sich anders, und selbst wenn sie weit von dem entfernt sind, was man denkt, aber sie wissen um die schlechten Gedanken der anderen. So müssen sie ja wütend werden, wenn sie all die schlechten Dinge hören, die die Menschen über sie denken?

INTERETHNISCHER RASSISMUS IN TAMATAVE
Doch diese ethnische Gruppe vereint sich sehr stark untereinander, sie helfen sich gegenseitig, wir sehen die Stärken und Freundschaften zwischen ihnen bei Veranstaltungen wie Feiern oder Trauer.

Aber ich glaube, Rassismus ist heutzutage nicht mehr in Mode. Diese Haltung gilt nur für Menschen, die noch im Dunkeln tappen oder für unwissende Menschen, die sich nicht entwickeln wollen. Entwicklung liegt in der Vereinigung der Menschen, denn je mehr wir uns vereinigen, desto mehr entwickeln wir uns und unser Land.

mehr Texte der Studentin Françoise finden sich in der Kategorie Leben als Studentin

Covid-19 in Madagaskar

Eisenbahn in Madagaskar. Bahnhof von Antananarivo mit der ehemaligen Forchbahn im Hintergrund (08. Juni 2020)

Eisenbahn in Madagaskar. Bahnhof von Antananarivo mit der ehemaligen Forchbahn im Hintergrund (08. Juni 2020)

Covid-19 in Madagaskar

8. Juni 2020 Antananarivo : Die Situation heute
PRIORI-Mitarbeiter berichten aus der Hauptstadt Antananarivo

Am Anfang dieser Pandemie hier in Madagaskar haben nur wenige Leute gewusst, wie gefährlich und tödlich dieses Corona Virus wird. Doch inzwischen ist Covid-19 ein gefürchteter Begriff.

Jetzt verlieren viele Angestellte ihre Arbeit oder erhalten nur noch einen Teil Ihres Gehalts. Für die Mehrheit der Madagassen sind also finanzielle Schwierigkeit in Sicht. Die Händler verdienen auch weniger, daher versuchen Sie, länger als die vorgegebene Zeit zu öffnen.

Die Taglöhner müssen jetzt bis 15 Uhr versuchen, etwas Geld zu ergattern, ihr Problem liegt darin, dass es derzeit fast keine Arbeit und Auftraggeber gibt. Viele Menschen in der Millionenstadt Antananarivo leben ja ‚von der Hand in den Mund‘ und sind froh, wenn sie einmal pro Tag überhaupt essen können. Das sit auch in vielen Provinzstädten so. Strukturierte Arbeit mit geregelten Gehaltseinkünften sind in Madagaskar weiterhin grosse Malngelware.

Der Region von Analamanga, also ringes um Antananarivo, ist noch isoliert, aber alle Wochenmärkte (jeden Mittwoch in Andravoahangy, donnerstags in Mahamasina und samstags in Isotry) sind offen, aber die Leute sind angehalten, die soziale Distanzierung zu respektieren und einen Mundschutz tragen. Die Restriktionen sind also etwas gelockert verglichen mit jenen vor einem Monat. Für viele Leute ist dies ein Schritt zurück zum fast normalen Leben.

Covid-19 in Madagaskar
Die Eisenbahn (Tamatave – Antananarivo) transportiert nur Benzin aus dem Hafenstadt Tamatave. Passagierzüge gibt es auf dieser Linie ab Antananarivo ja schon lange nicht mehr. Es ist weiterhin verboten, sich von Region zu Region zu bewegen. Madagaskar ist in diesen Monaten nicht nur eine Insel, sondern besteht aus hunderten von Inseln innerhalb der grossen Insel.
Die Sonnenschirme entlang der Strasse vom Bahnhof zeigen, dass der tägliche Markt von „Petite vitesse“ offen ist. Doch es herrscht nur sehr wenig Bewegung. Die Leute haben Angst vor Corona.

Bei uns es ist jetzt Winterzeit und die Viren von Grippe mögen gern Kälte. Hoffen wir, dass diese Pandemie nicht schlimmer wird. Allerdings gibt es jeden Tag Fälle von Covid-19.