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Madagaskar News

PRIORI Reisen – Madagaskar News: Nachrichten, aktuelle Meldungen und Informationen sowie brandaktuelle News aus Madagaskar sowie zum Madagaskarhaus.

Lucie an Ostern

Lucie an Ostern

Lucie PRIORI Madagaskar

Lucie

Ich habe nicht viel zu sagen. Ich habe erwachsene Kinder und bin froh, eine Arbeit bei PRIORI zu haben. Anderswo wurden Leute von einem Tag auf den anderen entlassen. Besonders jene, die im Hintergrund arbeiten. Solche Arbeiten drängen sich ja nicht ins Rampenlicht und werden dann schnell als überflüssig betrachtet.

Aber gerne berichte ich über meine Osterfeste am letzten Wochenende. Wegen der Ausgangsperre rund um die Hauptstadt Antananarivo dürfen wir nicht rausfahren, so bin ich einfach zu Hause geblieben und wir hatten ein kleines Familienfest mit meinen beiden Söhnen Henri (22 Jahre) und Rolf (16 Jahre) und mit meiner Tochter Jemima (25 Jahre).
Henri ist als Mechaniker tagsüber unterwegs, so sehe ich ihn meistens nur abends. Jemima ist Näherin, sie arbeitet zu Hause und Rolf geht in die Realschule. Wenn er dieses Jahr die staatliche Prüfung absolviert, geht er nächstes Jahr zum Gymnasium.

Früh am Morgen haben wir zusammen das Zimmer aufgeräumt, dann bin ich bis zum kleinen Markt in unserer Nähe gegangen und habe für meine Familie eingekauft. Meine Sachen hole ich mir immer frisch auf dem Markt. Jener bei uns im Quartier ist jeden Tag offen.

Es ist viel los auf den Markt, die meisten Mütter kaufen immer jeden Morgen ein. So ist der Markt auch ein Begegnungsort für spontane Gespräche und Austausch. Ich begrüsse die Gemüseverkäuferin, sie ist unsere Nachbarin und wir kennen uns schon seit vielen Jahren. Meine Kinder essen gern Ravitoto sy henakisoa: gestampfte Maniokblätter, gekocht mit fettem Schweinefleisch. Dies ist auch das Nationalgericht Madagaskars. Jetzt im Monat April, also zu Ende der Regenzeit, schmecken diese Maniokblätter besonders gut. Ich kaufe auch ein paar Tomaten und Zwiebeln, denn Tomatensalat passt sehr gut zu diesem Gericht.

Die Ananas im nächsten Verkaufstand riechen sehr gut, sie sind heute besonders billig, ein grosses Stück kostet 1000 Ariary (rund 25 Rappen) und das reicht für die ganze Familie aus.

Zurück im Hause bereiten wir das Essen zusammen zu und wir helfen uns gegenseitig. Wir kochen mit einem Herd mit Holzkohle, für einen ganzen Monat verbrauchen wir zu viert einen grossen Sack Holzkohle. Henri zündet das Feuer an, sein Bruder wäscht den Kochtopf und kocht den Reis. Ein Kilo Reis genügt für die ganze Familie für einen Tag, also für das Mittag- und das Abendessen. Es wird ja immer gesagt, dass wir in Madagaskar ganz grosse Reisesser sind und das stimmt wohl ganz bestimmt.
Meine Tochter schält derweil die Ananas und aus einem Teil davon macht sie Ananassaft.

Lucie Antananarivo PRIORILucie

Nachmittags schauen wir die verschiedenen Fernsehsendungen an. Wir verfolgen jeweils sonntags gern die Sendungen mit berühmten madagassischen Sängern. Ja, die Leute in Madagaskar sind sehr musikalisch und singen auch gern.
So haben wir die Ostertage verbracht, ruhig und ganz einfach. Aber ich bin froh, etwas mit meinen Kindern unternommen zu haben.

Dort, wo wir wohnen, gibt es keine reichen Leute und fast alle haben zuwenig. Aber zuwenig hat man ja fast immer. Daher habe ich mir angewöhnt, mit dem zufrieden zu sein, was ich habe. Und ich habe einen Job bei PRIORI und das seit ganz, ganz vielen Jahren. Dafür bin ich dankbar. An Ostern habe ich uns ein besseres Essen geleistet. Meine Kinder waren zufrieden. Also bin ich es auch.

zurück zu Ostern 2021 und dem PRIORI-Team


 

Michaël an Ostern

Michael Antananarivo PRIORI

Michael

Zu Ostern gehen wir regelmässig in die Kirche und feiern dieses religiöse Kirchenfest vom Tod und der Auferstehung von Jesus Christi mit den anderen Gläubigen. Doch jetzt während der Corona-Zeit haben wir: ich, meine Frau und unsere beiden Kindern Mickaela 3,5 Jahre und Camael 9 Monate beschlossen, den Ostersonntag am 04. April 2021 ausnahmsweise zu Hause zu verbringen.

Früh am morgen hatten wir die katholische Messe im Fernsehen angeschaut. Wir wollten die grossen Menschenansammlungen in der Kirche meiden. Gegen 10 Uhr haben wir gemeinsam das Mittagessen in der Küche vorbereitet. Die kleine Mickaela ist immer hilfsbereit, sie ist sehr neugierig und bei jeder Gelegenheit ist sie immer an meiner Seite und stellt mir viele Fragen. Ich habe dann das Huhn geschlachtet, es für paar Minuten in warmem Wasser eingelegt und dann die Federn ausgerupft, eine mühsame Arbeit!

Michael PRIORI Antananarivo

Mickaela

Das Hühnchen habe ich später in Stücke geschnitten, die erste Hälfte kommt dann in einen grossen Topf und daraus wird eine schmackhafte Hühnersuppe. Diesen Eintopf essen die Kinder sehr gern. Der zweite Teil kommt in die Pfanne und wird mit Tomaten und Zwiebelsauce gebraten. Die Hühnerbrust habe ich auch kleingeschnitten und sie wird später mit Weissmehl und Eier paniert.

Meine Frau Rosine wäscht und bereitet schon die ganzen Gemüse vor, diese werden wir später als Vorspeise mit Nudeln zubereiten. Der Monat April ist die Saison der Zitrusfrucht, den Saft mischen wir mit Ingwer und Zucker. Diesen speziellen hausgemachten Zitronensaft trinken wir sehr gern, zudem ist er auch sehr wirksam jetzt bei der Corona-Zeit.

Rosine isst auch sehr gern Früchte, so freut sie sich immer, uns jedesmal eine ihrer Obstspezialitäten zu zaubern. Heute bereitet sie für die ganze Familie einen speziellen Fruchtsalat vor: Avocado mit Goyaven und Orangen, schmeckt einfach lecker!

Das ganze Mittagessen ist endlich um halbdrei fertig, doch haben wir fast keinen Hunger mehr, denn inzwischen haben wir immer vom Huhn, von der Vorspeise oder vom Dessert probiert. Bei der ganzen Vorbereitung haben wir miteinander Spass gehabt, wir haben viel gelacht, auch zusammen gesungen. Rosine muss immer ein Auge auf Camael haben, er krabbelt jetzt überall durch die Küche und möchte alles anfassen.

Nach dem Essen haben wir alles wieder aufgeräumt, das Geschirr gespült und die Kinder haben wir auf das Bett für eine kleine Siesta gelegt. Am Ostermontagvormittag sind wir zu unserem Elternhaus gelaufen. Dort haben wir meine Brüder mit ihren Kindern getroffen und so haben wir auch einen schönen unvergesslichen Familientag verbracht.
Dies war unser Ostermontag während der Corona-Zeit.

Antananarivo, 6. April 2021. Michaël arbeitet im PRIORI-Büro in Antananarivo

zurück zu Ostern 2021 und dem PRIORI-Team

Fanasina an Ostern

Fast die Hälfte der Madagassen hier in der Hauptstadt sind Christen und Ostern gehört zu einem der wichtigsten Ereignisse für die Gläubigen. Die Osterzeit ist auch für uns eine gute Gelegenheit, uns mit der fernen Familie, Verwandten und Freunden zu treffen. Sonntags gehen dann die meisten in die Kirche und am Ostermontag fahren viele Familien raus und unternehmen einen kurzen Tagesausflug ausserhalb der Stadt.

Fanasina PRIORI Antananarivo

Fanasina 

Trotz der Pandemie von Covid-19 auf der ganzen Insel habe ich mich entschieden, mit meinem Mann einen kurzen Tagesausflug in der Umgebung von Antananarivo zu unternehmen. Der Staatspräsident hat am Samstag, dem 3. April offiziell angekündigt, dass die Stadtbewohner in Antananarivo für die nächsten zwei Wochen wegen der schnellen Verbreitung dieser gefährlichen Krankheit nicht ausserhalb der Region Analamanga reisen dürfen. Gewöhnlich unternehmen wir immer mit der ganzen Familie am Ostermontag einen kurzen Trip in der schönen gebirgigen Region von Ampefy, rund 120 km von der Hauptstadt entfernt. Dieses Jahr 2021 war dies leider nicht möglich.

Am Ostermontag sind wir um 08h00 abgefahren und sind auf der Nationalstrasse RN 2 weitergefahren. Das Dorf Ambanitsena liegt rund 22 km von der Hauptstadt entfernt und dieses Kleinstädtchen ist für seine hausgemachten Bratwürste sehr berühmt. Am Rand der Nationalstrasse reihen sich die kleinen Krämerladen mit ihren vielen Verkaufsständen mit frischem Gemüse und Früchten. Hier herrscht ein reger Autoverkehr am Wochenende und die Bauern und die Landbewohner versuchen, Ihre Lokalprodukte zu verkaufen. Jetzt im April ist die Fruchtsaison von Goyaven, Ananas und Kakis, alles sehr lecker und auch sehr vitaminreich, dies essen wir natürlich als Kraftnahrung besonders gern jetzt während der Corona-Zeit. Am Flussufer sehen wir die fröhlichen Frauen, die in dem sauberen Fluss ihre Wäsche waschen. Die Kinder plätschern und schwimmen lachend im Wasser und die Angler versuchen ihr Glück unter einem Baum. Wir sind froh, die lärmende Stadt hinter uns zu haben und geniessen die abwechslungsreiche Landschaft.

Fanasina PRIORI Madagaskar

Fanasina 

Nach 45 Minuten erreichen wir das grosse Dorf Ambanitsena. Wörtlich übersetzt bedeutet dieser Name, „der Markt unter dem Dorfplatz“. Vor Ort reihten sich die zahlreichen kleinen Garküchen mit verschiedenen Gerichten wie Reissuppe oder Gemüsesuppe. Gemischter Salat mit Makkaroni-Nudeln bezeichnet man in Madagaskar als „Composé“. Dazu gibt es natürlich die schmackhaften Bratwürste oder „Saosisy“, die Spezialität dieses Dorfes. Die Fahrgäste der Taxi Brousse und die Fahrer der LKW auf dem Weg zur Hafenstadt Tamatave legen hier immer eine kleine Zwischenpause ein und lieben diese leckere Wurst als Zwischenverpflegung. Ein Stück Bratwurst kostet 1‘000 Ariary (rund 25 Rappen) je nach Grösse und Länge. Je nach Jahreszeit gibt es auch eine grosse Auswahl verschiedener Früchte. Das ganze Jahr sind die süssen Bananen und Papaya erhältlich, Saisonfrüchte sind Litschis und Mangos (Reifezeit ist November und Dezember), die saftigen Mandarinen, Orangen und Ananas sind zwischen April und Juni reif. Diese kommen alle von den umliegenden Dörfern, sind sehr preiswert und vor allem gesund!

Wir haben viel von den Würsten und Früchten probiert und fühlen uns satt, also ist es höchste Zeit, die nächste Sehenswürdigkeit auf diese Nationalstrasse Nr 2 zu besuchen. Wir fahren also wieder Richtung Antananarivo zurück, um auf dem Rückweg noch einen kurzen Blick auf den schönen Ausflugsort Imerikasinina zu werfen. Dieses Dorf liegt etwa 12 km von der Hauptstadt entfernt. Von einem Hügel aus haben wir einen schönen Panoramablick auf die weiten Reis- und Gemüsefelder. Jetzt am Ostermontag ist die Stimmung ganz anders, viele Familien sind mit ihren Kindern trotz Covid-19 rausgefahren. Vorsichtshalber tragen die Familienangehörigen ihre Schutzmasken. Auf einem breiten Platz finden sich verschiedene Unterhaltungen für die Familie und besonders für die Kinder wie Ringelspiel, Karussell und Karting.

Fanasina Antananarivo PRIORI

Fanasina 

Auf dem Weg nach Hause haben wir noch ein Stück von dem madagassischen Kuchen „Kobaravina“ gekauft (wörtlich übersetzt bedeutet dies Kuchen, umwickelt mit Bananenblättern „Koba“). Diese Leckerei wird überall am Strassenrand rund um Antananarivo verkauft und besteht aus gekochtem Reismehl, gemahlenen Erdnüssen und Zucker. Ein Stück davon haben wir nach Hause gebracht, denn alle Familienangehörige essen diese Spezialität vom Hochland sehr gern.

Wie die vielen Länder auf der ganzen Welt leidet auch die Insel Madagaskar seit März 2020 unter den Folgen der Corona-Viren. Diese Pandemie hat unser Leben total verändert. Solange die Strassen gesperrt sind, kann ich meine Eltern und die Familie im Dorf nicht besuchen. Dieser kurze Ausflug am Ostermontag habe ich aber richtig genossen und konnte dabei wieder Energie für die ganze Woche tanken.

Antananarivo, den 06. April 2021. Fanasina arbeitet im PRIORI-Büro in Antananarivo

zurück zu Ostern 2021 und dem PRIORI-Team

Bettina Ostern in Madagaskar

Ein ungewöhnliches Osterfest

Ostern 2021 in Antananarivo Madagaskar

Bettina

Normalerweise verbringe ich die Osterferien mit meiner Familie in Tamatave an der Ostküste von Madagaskar. Aufgrund der Covid-19 war das dieses Jahr leider nicht möglich.

Die Krankheit Covid-19 ist seit einigen Wochen in der Hauptstadt Antananarivo (Tana) weit verbreitet. Jeden Tag hören wir das Hupsignal der Krankenwagen. Diese Laute gehören nun sogar zu unserem Alltagstrott, auch die grosse Hafenstadt Tamatave ist von diesem tödlichen Virus nicht verschont geblieben! Ich habe sogar erfahren, dass einige meiner Bekannten an Covid-19 ums Leben gekommen sind…

Wir möchten diese gefährliche Krankheit jedoch meiden und auch unsere Familie in Tamatave möchten wir auch nicht mit diesem Corona Virus anstecken. So entschieden mein Mann, mein Sohn und ich, die Osterfeste in Tana zu verbringen.

Dieses Jahr feierten wir also ausnahmsweise Ostern hier in Antananarivo. Wir gingen in die Kirche, denn Ostern ist auch für die Christen hier in Madagaskar ein wichtiges religiöses Fest.

Weil das Wetter schön und warm war, beschlossen wir einen Ausflug etwas ausserhalb von Antananarivo zu unternehmen. Die Nationalstrasse Nr 1 Richtung Ambatomirahavavy ist interessant und in diesem Dorf können wir den gegrillten Mais oder Süsskartoffeln essen oder die leckeren Früchten wie Kaki kaufen.

Glücklicherweise gibt es kein Verkehrsstau. Die meisten Stadtbewohner haben bestimmt die Osterfeste zu Hause gefeiert, mit ihren Familienangehörigen haben sie bestimmt spezielle Essen vorbereitet, schöne Musik gehört. In Kontakt mit Leuten dürfen Schutzmaske nicht vergessen werden, die Hände sind gut zu desinfizieren und natürlich ist Abstand zu halten.

Wir fahren die gut ausgebaute Nationalstrasse entlang der breiten Reisfelder, der aufgestapelten Backsteine und der weidenden Zebus. Der Farbkontrast der grünen Reisfelder und die ockerroten Backsteine in allen Farbtönen von braun bis rot fügen sich perfekt in diese Landschaft des madagassischen Hochlandes ein und bilden einen starken Kontrast zum Blau des Himmels. Wir fahren ungefähr zwanzig Kilometer Richtung Westen und dann sehen wir die Dorfleute mit ihren Obstständen. Sie kochen bereits etwas Leckeres in den grossen Kochtöpfen.

Eine grosse Auswahl verschiedener Früchte liegt auf den vielen Verkaufsständen. Die Ausflügler halten natürlich an und begutachten die verschiedenen Früchte wie Kaki, Avocados, Guaven, Wassermelonen usw… Wer die Wahl hat, hat die Qual. In den Kochtöpfen dampfen die verschiedenen Stärkelieferanten wie Mais (madagassisch: Katsaka), die Süsskartoffel (Vomanga) oder der Taro (Saonjo). Der leckere „Solovolo“ wird auch hier angeboten. Dies ist ein Küchlein aus frischen Maiskörnern, eingewickelt in Maishülsen. Ein Solovolo schmeckt besonders gut, man muss es einfach probieren!

Wir haben verschiedene Früchte gekauft und kehren jetzt Richtung Tana zurück.  Dieser kurze Ausflug in der Region Itasy hat uns sehr gut gefallen, die Pandemie und ihre schlechten Folgen auf unsere Arbeit und auf unseren Alltag haben wir an diesem Tag einfach ein bisschen vergessen.

Ursprünglich hätte ich gern das Osterwochenende mit meiner Familie in Tamatave verbracht, doch habe ich mir gedacht, dass wegen dieser Pandemie viele ums Leben gekommen sind. Und in paar Monaten, wenn dieser Covid-19 hoffentlich endlich verschwunden sein wird, werden wir wieder ein normales Leben führen und so werde ich wieder viele Gelegenheiten haben, die nächsten Feiertage wie Ostern, Pfingsten, Weihnachten oder Neujahr mit meiner Familie in Tamatave am Indischen Ozean zu feiern.

Antananarivo, 6. April 2021. Bettina arbeitet im Büro der PRIORI in Antananarivo

zurück zu Ostern 2021 und dem PRIORI-Team

Dina Ostern 2021

Dina Ostern 2021

Dina PRIORI Antananarivo

Dina 

Dieses Jahr 2021 haben wir die Osterfeiertage mit der Familie verbracht. Wegen der Corona-Ansteckungsgefahr sind die Kirchen geschlossen, so sind wir zum Supermarkt gefahren und haben die Dekoration für die Ostertage in den Schaufenstern bewundert: Schokoladen in verschiedenen Formen (Eier, Hasen, Hühner usw…) in allen Grössen und Farben werden von der Firma „Chocolaterie Robert“ hier in Antananarivo hergestellt und angeboten. In den nordwestlichen Küstenebenen der Region um Ambanja befinden sich ausgedehnte Plantagen mit Kakaobäumen. Kakao ist ein weltweit gefragtes Exportprodukt Madagaskars. Aber auch für den Eigenbedarf wird Kakao benutzt, denn die Madagassen essen gern Schokoladen.

Hier in der Hauptstadt müssen die Leute Schutzmasken tragen, am Eingang der Verkaufsläden müssen wir zuerst die Hände mit einem Gel desinfizieren, die Verkäufer tragen spezielle Handschuhe. Wegen der durch Covid-19 verursachten Wirtschaftskrise haben wir diesmal vor, nichts zu kaufen. Heute werden wir einfach durch die verschiedenen Läden bummeln und die schönen Ladenfenster dekoriert für die Ostertage bewundern.

Dina PRIORI Madagaskar

Dina 

Mein Mann ist Taxifahrer. Heute ist viel los in der Stadt, so hat er auf dem Parkplatz vor dem Supermarkt angehalten und hofft, dass er heute Kunden findet. Ich bin mit dem Bus nach Hause gefahren und habe unser Mittagessen vorbereitet, heute werde ich ein spezielles Essen für die ganze Familie kochen. Wir wohnen nämlich zu dritt zu Hause, denn meine Mutter wohnt bei uns. Ich möchte meine kleine Familie heute verwöhnen und habe ein spezielles Mittagessen gekocht: Reis gemischt mit Gemüse und als Beilage gegrilltes Hühnchen. Dazu trinken wir hausgemachten Zitronensaft.

Heute habe ich wirklich viel um die Ohren, ich muss noch die ganzen Zimmer aufräumen und die Küche putzen, Wäsche waschen, denn wochentags habe ich nicht so viel Zeit zur Verfügung. Nach dem Mittagessen erhole ich mich ein wenig und schaue die letzten Neuigkeiten im Fernsehen an. Am Ostermontag gehe ich zum freien Lokalmarkt in unserer Nähe und kaufe Gemüse und Fleisch für die ganze Woche ein. Dann giesse ich die Pflanzen im Garten. Ich muss auch unsere Hühner im Hinterhof noch füttern. Am späten Nachmittag besuchen uns unsere Cousins und Cousine, eine schöne Überraschung, denn in dieser Corona Zeit ist die Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Wir beschliessen, Karten zu spielen. So entwickelt sich ein angenehmer Nachmittag, wir haben viel Spass miteinander. Kurz vor der Dunkelheit müssen wir voneinander Abschied nehmen. Wir hoffen, uns nächstes Mal vielleicht zu Pfingsten wieder sehen zu können. Ebenso hoffen wir, dass die Corona Pandemie dann vorbei sein wird. Doch bis dahin muss jeder vorsichtig sein und sich an die Regeln halten, ständig eine Schutzmaske tragen, die Hände regelmässig waschen, einen Meter Abstand halten und Menschenansammlungen meiden.

Das war meine Ostern 2021 und wie haben Sie in Europa ihre Ostertage verbracht?

Antananarivo, 6. April 2021, Dina arbeitet bei PRIORI in Antananarivo Madagaskar

zurück zu Ostern 2021 und dem PRIORI-Team

Dina Antananarivo PRIORI

Dina 

Bodo Ostern 2021

Bodo Ostern 2021 in Madagaskar

Bodo PRIORI Antananarivo

Bodo (3. von rechts)

Wegen der Corona Pandemie haben wir Ostern dieses Jahr 2021 ausnahmsweise zu Hause gefeiert. Die neue Corona-Variante aus Südafrika ist hier in Madagaskar gegen Mitte März identifiziert worden, die Anzahl der Infizierten und Verstorbenen ist im Laufe der Zeit gestiegen. Letztes Jahr um diese Zeit hatten wir auch eine Ausgangssperre auf der ganzen Insel.

Trotz dieser schlimmen jetzigen Ereignisse erinnere ich mich sehr gut an unsere erlebnisreiche Taxi Brousse Fahrt und die schönen Osterferien auf dem Land im April 2019. Das Heimatdorf meines Vaters liegt nördlich von Antananarivo abseits der Nationalstrasse 3, rund 80 Km vom Stadtzentrum entfernt. Wie immer bei Feiertagen ist dieses öffentliche Verkehrsmittel gut überfüllt. Das Taxi Brousse ist ja das wichtigste Verkehrsmittel in Madagaskar und verkehrt regelmässig zwischen den grösseren Städten oder Stadtbezirken. Jeder möchte ein paar Tage die chaotische Hauptstadt Antananarivo verlassen, die frische Luft und die Ruhe auf dem Land zu geniessen und die vielen Verwandten im Dorf besuchen.

Bodo PRIORI Antananarivo

Bodo (oben 2. von rechts)

Für eine Distanz von ca. 80 km benötigt das Taxi Brousse durchschnittlich 3 bis 4 Stunden. So brauchen wir für diese kurze Strecke die Sitzplätze im Voraus nicht zu reservieren, müssen aber gegen 5 Uhr im „gare routière“ (Haltestation) eintreffen, um die besten Plätze am Fenster zu bekommen und natürlich auch, um das Gedränge zu meiden. Die zwei Plätze auf dem Beifahrersitz sind jeweils sehr beliebt und schnell besetzt. Für die lange Fahrt gibt es immer eine Art von Kiosk, an dem man die Fahrtkarten am Vortag oder an demselben Tag  kaufen können. Die grossen Gepäckstücke werden auf dem Dach festgebunden. Dort türmen sich schon Körbe mit Lebensmitteln, Getreidesäcke, Kartons und Taschen und auch Fahrräder. Unter den Sitzplätzen liegen schon die kleinen Rücksäcke und kleinen Gepäckstücke der anderen Reisegäste.

Endlich fährt das „Taxi Brousse“ von der Haltestation ab. Wir verlassen das Stadtzentrum sehr früh, denn wir möchten den Stau meiden. Das Morgenlicht hüllt die Landschaft in warme Farben und nach paar Minuten erreichen wir die Vorstadt. An einem grossen Markt am Strassenrand hält der Fahrer etwas länger. Das Taxi Brousse wird schnell von den fliegenden Händlern eingekreist und die Passagiere stürmen zu den kleinen Garküchen am Strassenrand. Hier werden leicht zu kochende Gerichte wie Reissuppe mit geräuchertem Zebufleisch, Gemüse oder Nudelsuppen angeboten, der Nachbar am nächsten Verkaufsstand bietet gekochte Maiskolben und Maniok feil. Hier können die Fahrgäste auch ihr Frühstück oder eine Zwischenverpflegung einnehmen oder schnell einen Kaffee trinken, dazu das beliebte „mofo gasy“ (ein süsses oder salziges Reisküchlein). Wir nutzen die Gelegenheit, um verschiedene Gemüse wie Karotten, Kartoffeln, Lauch, weisse und grüne Bohne einzukaufen. Die Lebensmittel kommen direkt vom Land, sind sehr frisch und vor allem spottbillig. Mehr bio geht nicht!

Bodo PRIORI Madagaskar

Bodo (rechts)

Das Taxi Brousse fährt nicht durch, der Fahrer hält unterwegs regelmässig an, um weitere Passagiere aufzunehmen, niemand wird nicht stehen gelassen. Auch für kurze Pinkelpausen oder wenn die Kinder die lange und kurvenreiche Autofahrt nicht vertragen, muss der Fahrer für ein paar Minuten eine Pause einlegen. Je nach dem Zustand des Fahrzeugs kommt es auch ab und zu vor, dass das Taxi Brousse „en panne“ ist. Der Fahrer muss gleichzeitig ein Mechaniker sein und verfügt über ein bemerkenswertes Geschick in Umgang mit Motoren oder muss die kaputten Teile irgendwie wieder hinkriegen. Oft ist dies mehr basteln als reparieren. Meistens halten andere Taxi Brousse Fahrer an und fragen, ob Hilfe oder Ersatzteile gebraucht werden. Neue Ersatzteile sind leider sehr teuer und die schlechten Strassen und Pisten ruinieren bald wieder alles, so müssen die Fahrer immer improvisieren. Wegen dem ständigen Regen, der wiederkehrenden Zyklone und dem schlechten Asphalt sind die Strassenverhältnisse auf der ganzen Hauptinsel Madagaskar leider relativ schlecht und wegen Geldmangel werden die Nationalstrassen selten gepflegt. Das gilt auch für die Nebeninseln Nosy Be und Ste. Marie.

Wenn der Fahrer nach ca. 15 Minuten das laute Hupsignal zur Abfahrt gibt, eilen die Fahrgäste wieder zum Buschtaxi und besetzen ihre bisherigen Sitzplätze. Die Landschaft ist sehr abwechslungsreich. Unterwegs sehen wir die Bauern auf der Feldarbeit, die Frauen pflanzen gerade die Reissetzlinge im Reisfeld, eine Knochenarbeit! Die Kinder müssen den Eltern in der Landwirtschaft helfen und müssen die Zebus hüten, Feuerholz suchen oder Wasser holen….

Nach ca. dreieinhalb Stunden Autofahrt sind wir endlich am Dorf eingetroffen. Meine Cousins und Cousinen sind über unsere Ankunft informiert, sie warten auf uns ungeduldig am Strassenrand. Die ganzen Gepäckstücke werden vom Dach runtergeholt und munter und in fröhlicher Stimmung laufen wir noch die paar Kilometer bis zu unserem Dorf. So sollte Ostern sein.

Antananarivo, 6. April 2021, Bodo, PRIORI Antananarivo Madagascar

zurück zu Ostern 2021 und dem PRIORI-Team

Ostern 2021 in Madagaskar

Corona-Ostern 2021 in Madagaskar

Wie hat unser PRIORI-Team in Antananarivo seine Ostertage verbracht?  Die PRIORI-Büros waren während den Ostertagen geschlossen und auch unser Piratenmuseum hatte zu.

Hier berichten die PRIORI-Mitarbeiterinnen und der Mitarbeiter über ihre Osterzeit während Covid-19.

Ostern 2021 in Antananarivo Madagaskar

Bettina

Bettina
An Ostern in die Kirche und dann einen kleinen Ausflug vor die Stadt. Es tut gut, sich etwas aus der Millionenstadt Antananarivo hinaus zu bewegen. Aber meine Familie in Tamatave konnte ich leider nicht besuchen. mehr


Bodo PRIORI Antananarivo

Bodo (3. von rechts)

Bodo
Ich bin ein Familienmensch und verbrachte die Osterzeit bei meiner Familie. Wir konnten jedoch unser Heimatdorf nicht besuchen, obwohl es nur 80 km von der Hauptstadt Antananarivo entfernt ist. Ostern lag auch für mich im Schatten von Corona. mehr


Fanasina Antananarivo PRIORI

Fanasina

Fanasina
Es ist Tradition, am Ostermontag hinaus vor die Stadt zu gehen und ein Picknick zu machen. In kleinem Rahmen taten wir dies. Doch Covid schränkte uns ein. Immer noch und wie lange noch? mehr


Dina Antananarivo Madagaskar

Dina

Dina
Ostern heisst Familie. Wir trafen uns in kleinem Kreis und spielten Karten. Natürlich gab es ein besonderes Essen. Und ich hatte etwas mehr Zeit. Einfach Zeit. Denn in Antananarivo zu leben, bedeutet auch viel Stress und braucht Energie. mehr


Lucie PRIORI Madagascar

Lucie

Lucie
Meine Kinder lieben Ravitoto und so besorgte ich mir die grünen Maniokblätter auf dem Markt und noch zwei, drei feine Sachen mit dazu. So verbrachte ich ganz ruhige Ostern mit meinen erwachsenen Kindern. mehr


Michael Madagaskar PRIORI

Michael

Michaël
Wir sind uns bewusst, dass wir in diesen Zeiten der Seuche vorsichtig sein müssen und so war Ostern nicht wie in früheren Jahren. Das hat aber unsere beiden Kinder nicht gestört. Wir hatten eine gute Zeit. mehr


Corona Madagaskar März 2021

Einreisebestimmungen MADAGASKAR (Stand 09.03.2021 / PRIORI Reisen GmbH)

Coronavirus:
Die Einreise ist möglich
Touristische Reisen nach Nosy Be sind wieder möglich, solange Reisende nicht aus derzeitigen Risikoländern einreisen. Bitte informieren Sie sich aufgrund der volatilen Lage individuell vorab bei Ihrer zuständigen Auslandsvertretung über die aktuelle Einstufung Ihres Abreiselandes.

Die folgenden Grenzübergänge sind geschlossen:
Seeweg

Reisen innerhalb des Landes:
Reisen innerhalb des Landes sind bis auf Weiteres nur teilweise möglich. Es wird ein negativer COVID-19-Test benötigt. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an die betreffende Fluggesellschaft.

Quarantänemassnahmen:
Bei der Einreise kommt es zu Quarantänemassnahmen. Diese gelten bis auf Weiteres. Die Quarantäne dient dazu, das Ergebnis eines vor Ort durchgeführten Tests abzuwarten. Die Dauer kann dabei variieren. Anfallende Kosten sind von den Reisenden zu übernehmen.

Wichtig bei der Einreise:
Es muss ein negativer COVID-19-Test vorgewiesen werden. Dieser muss nach PCR-Methode durchgeführt worden sein und darf nicht älter als 72 Stunden sein. Reisende werden vor Ort auf das Coronavirus getestet. Das Ergebnis muss in Quarantäne in einem dafür vorgesehenen Hotel abgewartet werden. Die Dauer kann dabei variieren. Die anfallenden Hotelkosten müssen vom Reisenden selbst getragen werden. Reisende müssen bei der Ankunft persönliche Angaben, zum Beispiel zu Kontakt- und Adressdaten und dem Reiseverlauf, machen. Bei der Ankunft kommt es zu Gesundheitskontrollen mit Temperaturmessungen. An den Grenzübergangsstellen besteht Maskenpflicht.

Wichtig am Zielort:

  • Es kommt zu Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Diese gelten bis auf Weiteres.
    Hotels/Ferienunterkünfte: teilweise geöffnet
  • Restaurants/Cafés: geöffnet
  • Geschäfte: geöffnet
  • Museen/Sehenswürdigkeiten: geöffnet
  • Gotteshäuser: geöffnet
  • Maskenpflicht: ja – in der Öffentlichkeit
  • Mindestabstand: 1.00 Meter
  • Versammlungsverbot: ja (bis auf Weiteres) muss eingehalten werden

Regionale Abweichungen sind möglich.

Coronavirus:
Aufgrund der steigenden Infektionszahlen mit der Atemwegserkrankung COVID-19 muss derzeit mit verstärkten Gesundheitskontrollen und damit verbundenen verlängerten Wartezeiten bei Reisen gerechnet werden. Aufgrund von Krankheitsfällen in nahezu allen Ländern der Welt besteht ein generelles Ansteckungsrisiko über die Tröpfcheninfektion. Reisende sollten sich deshalb über die Ausbreitung der Erkrankung und mögliche Schutzmassnahmen in ihrem Reiseziel informieren. Dabei sollten sie auch die unterschiedlichen Standards und Kapazitäten der Gesundheitssysteme berücksichtigen.

Reisewarnung aufgrund von COVID-19:
Aufgrund der Ausbreitung von COVID-19 wurde von den zuständigen Stellen eine Reisewarnung ausgesprochen.
siehe auch:
Auswärtiges Amt Deutschland
EDA Schweiz

Risikogebiet:
Aufgrund der Ausbreitung von COVID-19 wurde das Zielgebiet vom Robert Koch-Institut zum Risikogebiet erklärt. Dies kann Auswirkungen auf die Rückreise haben.

Die Einreise ist mit folgenden Reisedokumenten möglich:
Reisepass.
Der Reisepass muss 6 Monate über das Einreisedatum hinaus gültig sein. Bitte achten Sie darauf, dass Ihre Reisedokumente vollständig sind, sich in gutem Zustand befinden und über ausreichend freie Seiten verfügen.

Als verloren/gestohlen gemeldete Dokumente:
Es wird davon abgeraten mit verlorenen / gestohlen gemeldeten Dokumenten einzureisen. Es kann vorkommen, dass diese im System der Grenzkontrollstellen noch als verloren / gestohlen gemeldet sind und es zur Verweigerung der Einreise kommt.

Anforderungen der Fluggesellschaft:
Bitte erkundigen Sie sich vor Reiseantritt bei Ihrer Fluggesellschaft bezüglich der mitzuführenden Dokumente. In Einzelfällen weichen die Anforderungen der Fluggesellschaften von den staatlichen Regelungen ab.

Visabestimmungen:
Es wird ein Visum benötigt.

Mitzuführende Dokumente:

  • Visumantrag
  • Weiter- oder Rückflugticket
  • Meldebescheinigung
  • Bestätigung der Fluggesellschaft über die Beförderung ohne Visum
  • Biometrische Passfotos
  • Kopie einer ausreichend gültigen Reisekrankenversicherung

Einreise auf dem Land- und Seeweg:
Das Visum muss im Voraus beantragt werden.

Gesundheitliche Hinweise:
Folgende Impfungen sind bei der Einreise vorgeschrieben: Gelbfieber (siehe unten)

Folgende Impfungen sind bei der Einreise empfohlen:

  • Impfungen gemäss der WHO-Empfehlungen für die routinemässige Immunisierung
  • Hepatitis A
  • Hepatitis B, bei Langzeitaufenthalten oder besonderer Exposition
  • Typhus, bei Langzeitaufenthalten oder besonderer Exposition
  • Cholera
  • Tollwut, bei Langzeitaufenthalten oder besonderer Exposition

Masern:
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat einen fehlenden Impfschutz gegen Masern zur Bedrohung der globalen Gesundheit erklärt. Sowohl Kinder als auch Erwachsene sollten daher ihren Impfschutz überprüfen und gegebenenfalls vervollständigen.

Malaria:
Bitte beachten Sie, dass in einigen Gebieten Malaria vorherrscht. Eine prophylaktische Behandlung mit Malariamedikamenten wird empfohlen.

Schwangere:
Bitte beachten Sie, dass für Schwangere folgende gesundheitliche Gefahren bestehen:
Chikungunya-Fieber

Gelbfieber:
entsprechender Nachweis ist mitzuführen. Die Impfung wird von allen Reisenden gefordert, die älter sind als 9 Monate. Dies gilt auch bei Transitaufenthalten von über 12 Stunden am Flughafen eines Landes, das Gelbfieber-Infektionsgebiet ist.

Aktuelle Länder mit Gelbfieber-Infektionsgefahr:
Afrika:  Äquatorialguinea, Äthiopien, Angola, Benin, Burkina Faso, Burundi, Demokratische Republik Kongo, Elfenbeinküste, Eritrea, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Guinea-Bissau, Kamerun, Kenia, Kongo, Liberia, Mali, Mauretanien, Niger, Nigeria, Ruanda, Sambia, Senegal, Sierra Leone, Somalia, Sudan, Südsudan, Tansania, Togo, Tschad, Uganda, Zentralafrikanische Republik   Zentral- und Südamerika:  Argentinien, Bolivien, Brasilien, Ecuador, Französisch-Guayana, Guyana, Kolumbien, Panama, Paraguay, Peru, Suriname, Trinidad und Tobago, Venezuela

Schlussbestimmungen:
Bitte beachten Sie, dass die gesundheitlichen Hinweise stets abhängig vom individuellen Gesundheitszustand des Reisenden sind und nicht die Konsultation eines Arztes bzw. Tropenmediziners ersetzen. Die Einreise-, Visa- und Impfbestimmungen können sich jederzeit kurzfristig ändern oder es können individuelle Ausnahmefälle auftreten. Nur die zuständige Auslandsvertretung kann rechtsverbindliche Aussagen treffen oder über die hier aufgeführten Informationen hinausgehende Hinweise liefern. Bitte informieren Sie sich rechtzeitig!

Stand 09.03.2021 / PRIORI Reisen GmbH
Diese Informationen sind ohne Gewähr. Detaillierte Informationen erhalten Sie bei Ihrer zuständigen Auslandsvertretung
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2021 Wanderungen in Antananarivo Madagaskar

2021 Wanderungen in Antananarivo

Corona verunsichert die Leute auch in Madagaskar. Der Ferntourismus brach 2020 komplett ein. Reguläre Flüge von und nach Madagaskar gibt es bis zur Stunde (Beginn März 2021) nicht. Trotzdem geben die lokalen Tourismusakteure nicht auf.

Das regionale Tourismusbüro ORTANA, das für die Hauptstadt und Umgebung zuständig ist, also für die Region Analamanga, gilt als das aktivste Tourismusbüro in Madagaskar. Die regionalen Tourismusbüros der 22 Regionen (politische Einheiten, die die früheren sechs Provinzen ablösten) sind als Zusammenschluss des staatlichen und privaten Sektors gedacht. Nicht in allen Regionen klappt das zufriedenstellend.

ORTANA hingegen bemüht sich sehr, Analamanga bekannt zu machen. Diese Zone – fast ein Drittel der Landesfläche der Schweiz – beinhaltet die Hauptstadt Madagaskars: Antananarivo. Der Ort war vor zweihundert Jahren ein grosses Dorf, heute leben in der Agglomeration geschätzte fünf Millionen Menschen.

ORTANA organisiert seit Jahren Ausflüge in die nähere Umgebung, um auch den Ortsansässigen die Möglichkeit zu geben, ihre Heimat zu erkunden. Das Angebot wird jeweils von dreissig bis sechzig Leuten wahrgenommen. ORTANA stellt dabei den Transport und die Verpflegung und strukturiert den Tagesablauf. Die Preise sind moderat. Die Ausflüge finden jeweils samstags und alle zwei Wochen statt. Jede Wanderung hat ein Schwerpunktthema. So wird beispielsweise das Handwerk der Seidenraupenverarbeitung beleuchtet oder ein geschichtsträchtiger Ort besucht.

Für viele Madagassen der Mittelklasse ist dies eine Möglichkeit, etwas Landluft zu schnuppern, in Gesellschaft zu wandern und Neues kennenzulernen. Für 2021 sind folgende Wanderungen vorgesehen:

2021 Wanderungen in Antananarivo
Ambatornena «La contrée du Vakinirnananara»
Kilonjy – Miadanimerina «La filiature à soie»
Ambohitrolornahitsy «La beauté de l’Avaradrano»
Ambohitrandriamanitra «L’Amoronkay»
Ankadinandriana -Arnbatomanga – Ankadimanga «Cap vers l’Est»
Ambohitantely «La Réserve Spéciale d’Analamanga»
Ambatomanga (circuit balisé) «Vakiniadiana et ses artisans»
Ambohidrabiby – Arnbohimanga «Au coeur de l’Avaradrano»
lharanandriana «Le casque de Behenjy»
Arnbohibehasina «Le village et ses vestiges»
Ambohiborona «Vue sur la Vakiniadiana»
Manankasina «La région d’Imamo»
Andringitra Avaratra «Le deuxième sommet d’Analamanga»
Lohalambo «Découvrir l’Atsimondrano»
D’Andranovaky à Ampanotokana «Entre collines et vallées»
Ampefy «Ampefy et ses lacs»
Ambohijoky Ambatornalaza «Colline sacrée de l’ainée»
Ambatoharanana «L’héritage des missionnaires»

Tamatave Corona 2021

Tamatave Januar / Janvier / January 2021

Am Sonntag 24. Januar 2021 ist es ruhig in Tamatave (Toamasina) in Madagaskar.

Die Handelsstadt am Indischen Ozean ruht. Tamatave ist der grösste Seehafen von Madagaskar und das Tor zur Welt. Hier wird exportiert und importiert. Doch sonntags ist Feiertag.
Nur wenige Leute sind unterwegs, denn es ist auch heiss und die Sonne brennt vom Himmel. Kaum jemand trägt eine Gesichtsmaske. Es ist, also ob Corona Covid-19 nicht existieren würde.

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Der Bahnhof des Manguiers von Tamatave ist ja längst eher ein Businesscenter geworden mit Restaurant, Büros und ein paar Verkaufsläden. Passagierverkehr findet kaum noch statt. Also ist es hier eher ruhig, am Sonntag sowieso. Die Zeiger der Bahnhofsuhr sind überflüssig geworden. Der Bahnhof ‚bei den Mangobäumen‘ schläft.
Tamatave_janvier2021_66Der Markt hat in Tamatave einen hohen Stellenwert.  Die Markthallen sind am Sonntag teilweise geöffnet. Das Marktgeschehen ist allerdings überschaubar. Auch hier hat Covid-19 / Corona einen Rückgang der Aktivitäten verursacht.
Tamatave_janvier2021_17Die Handwerksarbeiten finden kaum mehr Käufer. Die Produkte aus Sisal, aus Raphia,  Gras und Bambus bleiben auf den Verkaufsregalen ebenso wie die Gewürze wie schwarzer Pfeffer und Wildpfeffer, Piripiri / Chili, Zimt, Nelken. Tamatave_janvier2021_19 Tamatave_janvier2021_18 Tamatave_janvier2021_57

Direktverkauf: Eher noch finden die ambulanten Händler Kunden auf der Strasse. Dieser Händler führt auf seinem Karren gleich auch eine Waage mit.
Der Stosskarren, gefertigt aus Recyclingmaterialien, wird ‚calèche‘ genannt, was in deutscher Sprache eher Kutsche als Wagen bedeutet. Auf jeden Fall ist das Transportmittel ideal, um auf den zwei Quadratmetern Frischprodukte zu transportieren und gleichzeitig zu verkaufen. Heute gibt es Papaya, Bananen und Kokosnüsse.Tamatave_janvier2021_03

Die Kokosnüsse werden vom Verkäufer gleich mit seinem ‚coupe-coupe‘ (Machete) aufgehauen und trinkbereit serviert. Kokosnusssaft ist ein beliebtes und erfrischendes Getränk.Tamatave_janvier2021_13

Eis, kalte Joghurt und Sojamilch sind ebenso geschätzte Leckereien zwischendurch. Der Verkäufer kühlt seine Produkte mit Eis und schützt den Kasten mit einem Sonnenschirm. Jetzt im Januar ist es in Tamatave sehr heiss. Temperaturen über 30 Grad sind üblich, ebenso wie eine hohe Luftfeuchtigkeit. Tamatave_janvier2021_20

Das frisch renovierte Rathaus sitzt am Beginn einer Palmenallee, die bis zum Meer führt. Tamatave hat in den letzten Jahren an Schönheit und Sauberkeit gewonnen. Die Stadt am Indischen Ozean nähert sich wieder dem alten Charme der Hafenstadt zu Zeiten der Passagierschiffe.