Archiv der Kategorie: Madagaskar Infos

Alles was man über Madagaskar und vor Madagaskar-Reisen wissen sollte – Informationen rund um die Insel Madagaskar: An- und Einreise, Verkehr, Klima und Reisezeit, Geld, Flora und Fauna, Essen und Trinken, Gesundheit sowie viele weitere Themen.

Der Dschungelexpress von Madagaskar

Eine Fahrt in den betagten Waggons des „Dschungelexpress“ bedeutet „Madagaskar pur“. Es geht vorbei an den einzigen Teeplantagen der Insel, am See Sahambavy, einem Wochenendziel der reicheren Bergbewohner, vorbei an unzähligen Reisterrassen und Wasserfällen. Der Zug fährt entlang des Flusses Faraony und ermöglicht faszinierende Panoramablicke auf den Regenwald.

Der Dschungelexpress von Madagaskar
Die Bahnlinie wurde während der französischen Kolonialzeit erbaut und gilt aufgrund ihrer schwierigen Trassen-Führung als bautechnische Meisterleistung. 10 Jahre dauerte der Bau der 163 km langen Strecke mit unzähligen Tunneln und Brücken. Er forderte das Leben von über 1000 Arbeitern.

Auf dem filmischen Reiseplan steht auch eine Fahrt mit der Micheline, einem historischen Triebwagen, der noch mit Gummireifen auf den Schienen fährt.

Der Dschungelexpress von Madagaskar
von SUSANNE MAYER-HAGMANN
Erstsendung: 24.10.2014
Eisenbahn-Romantik, SWR Fernsehen

Flug Antananarivo – Mananjary

Flug Antananarivo – Mananjary: vom Hochland an die Südostküste von Madagaskar

Text Madagaskar Binnenflüge, März 2020

Flughafen Madagaskar: Madagaskar verfügt über viele asphaltierte Landebahnen und noch mehr Landepisten. Daneben ist die vorhandene Infrastruktur vielerorts mangelhaft oder nicht vorhanden.

Flughafen Madagaskar: Madagaskar verfügt über viele asphaltierte Landebahnen und noch mehr Landepisten. Daneben ist die vorhandene Infrastruktur vielerorts mangelhaft oder nicht vorhanden. Alle paar Jahre unternimmt die Regierung Versuche, diesen Zustand zu verbessern. Die Erfolge sind oft mager.

Die private Airline von Sipromad bedient die Linie Antananarivo via Fianarantsoa nach Mananjary und zurück. Die Flüge finden jeweils montags statt. Es sind auch Einzelstrecken buchbar. Die eingesetzten Kleinflugzeuge sind mit Druckkabinen ausgestattet, fassen jedoch nur gerade 7 – 8 Passagiere. Der Flug Antananarivo – Mananjary dauert etwas über drei Stunden, den Zwischenhalt in Fianarantsoa nicht eingerechnet.

Damit ersetzt dieser Flug Antananarivo – Mananjary zwei ganze Fahrtage auf der Strasse. Das Agrounternehmen hat auch Aktivitäten in der Zone um Mananjary (Exportprodukte). Das war wohl der entscheidende Grund zur Wahl dieser Destination.

Mananjary (code MNJ) lag immer etwas abseits des regulären Flugverkehres, auch als Air Madagascar noch selbst ein weitgestrecktes Netz bediente. Die Landepiste ist asphaltiert und liegt in der topfebenen Küstenfläche zwischen dem Kanal von Pangalanes und dem Ufer des Indischen Ozeans. Wer nach dem Flug Antananarivo – Mananjary mittags in der schwül-heissen Destination Mananjary aus dem Kleinflieger steigt, findet nur ein mickriges Flughafengebäude vor. Grösser braucht es auch nicht zu sein: seit einer Generation findet sich Mananjary nicht mehr in Flugplänen der Air Madagascar / Tsaradia. Ab und zu und selten genug landet ein Sportflugzeug oder eben ein Geschäftsflug des Agro-Business-Unternehmens Sipromad. Ob der Flughafen und der Flug Antananarivo – Mananjary und zurück fortan für touristische Zwecke wichtig werden, bleibt abzuwarten.

Mananjary liegt 170 Strassenkilometer nördlich von Manakara. Schon zu Kolonialzeiten war Manakara ausersehen, sich zum Überseehafen zu entwickeln. Daher war Manakara auch Startpunkt für den Bau der Eisenbahn hoch nach Fianarantsoa. Die 163 km lange Bahn Fianarantsoa – Côte-Est (FCE) wurde gebaut (1926 – 1936), der Hafen und ein paar grosse Lagerhäuser ebenfalls. Doch Manakara konnte sich als Meereshafen nie etablieren. Heutzutage infolge von etlichen Zyklonen und mangelndem Unterhalt sind die Lagerhallen unbrauchbar, das Hafenquai verrottet und die Ankerplätze versandet. Es kommt seit vielen, vielen Jahren kein Meeresschiff mehr nach Manakara. Sogar der Treibstoff wird vom Hochland mit Tanklastwagen hergebracht.

Manakara (code WVK) verfügt ebenfalls über einen Flughafen mit einer asphaltierten Pistenlänge von 1184 m Länge. Bemerkenswert ist, dass die Schienen der Eisenbahn quer durch die Landebahn verlaufen. Weltweit gibt es nur drei Airports mit Schienen-Landebahn-Querungen. Die Gefahr eines Unfalls ist minimal: der Zug verkehrt nur selten und Privatflugzeuge noch seltener. Noch vor 20 Jahren war Manakara eingebunden in den Küstenhüpfer, der entlang der Südostküste zwischen Manakara und Fort Dauphin verkehrte. Unterwegs machte der Kleinflieger einen Zwischenhalt in Farafangana. Doch das ist lange her..

Madagaskar Binnenflüge

Madagaskar Binnenflüge: die Flugverbindungen in Madagaskar sind in Bewegung. Binnenflüge verbinden aber nur die grossen Städte und führen meist über Antananarivo als Hub für alle Landesteile.

Text Madagaskar Binnenflüge, März 2020

Flugverbindungen Madagaskar 1968

Flugverbindungen Madagaskar 1968: Die Grafik zeigt die Binnenflüge in Madagaskar im Jahr 1968. Damals bediente die noch junge Airline Air Madagascar etwa 40 Flughäfen. Weit nicht alle verfügten über asphaltierte Landebahnen. Quelle: Les Guides Bleus, Hachette 1968

Madagaskar Binnenflüge, ein ewiges Thema. Der madagassische Binnenflugverkehr wird von der nationalen Airline Tsaradia (code TZ) dominiert. Die Tochtergesellschaft der Air Madagascar fliegt derzeit innerhalb der grossen Insel nur noch 12 Destinationen an. Doch weit mehr Flughäfen sind in Madagaskar ausgerüstet für den Personenverkehr.

Die nationale Airline wurde 1962 als Madair gegründet, wechselte den Namen aber schnell in Air Madagascar. In den 1970er Jahren verfügte Madagaskar mit 80 Landepisten über das dichteste Flughafennetz der Welt. Damals flog Air Madagascar noch über 40 Stationen innerhalb von Madagaskar flugplanmässig an. Dazu gehörten auch vergessene und auf dem Strassenweg schwierig erreichbare Städte wie Bekily, Ankazobe oder Analalava. In den 1980er Jahren war Madagaskar bankrott und so eigentlich auch die Staatsfirma Air Madagascar. Zwangsläufig wurde das Streckennetz für Binnenflüge in Madagaskar ausgedünnt, sodass heutzutage nur gerade noch die ‘wichtigen’ Städte mit einer rund einstündigen Flugdauer bedient werden.  Erst letztes Jahr wurde wieder – unerwartet – eine Kursstreckenlinie aktiviert: Antananarivo – Ambatondrazaka – Tamatave. Die Binnendestinationen werden von Tsaradia, der 2018 ausgelagerten Tochterfirma der Air Madagascar ausgeführt. Tsaradia und auch Air Madagascar halten sich leidlich über Wasser – trotz überhöhter Flugpreise auf dem Binnenmarkt.

Air Madagascar – in Europa während Jahren auf der Blacklist – hatte keine gute Hand mit Kooperationen, die allesamt unglücklich verliefen. Da half Lufthansa in den frühen 2000er Jahre zu einer Restrukturierung, mal war Air France beteiligt und in den letzten Jahren Air Austral (code UU). Die Airline aus der französischen Tropeninsel La Réunion ist seit 2017 dominant mit 49% an Air Madagascar beteiligt, doch eine Scheidung der ungleichen Partner zeichnet sich bereits ab.

Madagaskar Binnenflüge: ein von Air Madagascar beanspruchtes Feld.
Konkurrenz für Binnenflüge in Madagaskar mochte die Airline nie. So entstand und versank die TAM nach keinen zehn Jahren Operation (1994 – 2003). Die Malagasy Airlines schaffte es nur von 2004 – 2006.

Natürlich gab und gibt es private Flugunternehmen, die ihre wenigen Kleinflugzeuge bei Bedarf vermieten. Stabilstes Unternehmen ist die MAF (Mission Aviation Fellowship), die in christlichem Auftrag in 26 Ländern der Welt unterwegs ist. In Madagaskar darf die MAF keinen regulären Flugverkehr anbieten, darf aber für Krankentransporte behilflich sein.

Aufgrund der Liberalisierung des Luftverkehrs operiert seit 2015 die Madagasikara Airways: sie agierte erst eher im Bedarfsflug, doch zunehmend stabilisierte sich die Airline zu einem Konkurrenten der etablierten Tsaradia. Madagasikara Airlines (code 7D) fliegt inzwischen 10 Binnendestinationen an und macht ebenso Flüge nach La Réunion und auf die Komoren. Der Flugplan ist noch etwas wacklig und richtet sich nach der Anzahl der Passagiere. Das neueste Mitglied der kleinen Flotte ist ein Embraer ERJ 145 LR.

Madagaskar Binnenflüge. Airport Fianarantsoa Madagaskar

Madagaskar Binnenflüge. Airport Fianarantsoa Madagaskar: Fianarantsoa verfügt über einen eigenen Flughafen, der aber bislang nur von wenigen Privatfliegern genutzt wird.

Neu bietet nun auch das Firmenkonglomerat Sipromad eine Linie für Binnenflüge an: Antananarivo – Fianarantsoa – Mananjary. Einmal pro Woche jeweils montags. Sipromad besitzt zwei Flugzeuge: eine 8-plätzige Citation C-550B und eine KingAir B200 mit 7 Plätzen. Sipromad ist eigentlich ein Agrounternehmen, inzwischen aber auch in Industrie und Immobilien tätig. Sie eröffnete 2019 eine Linie von der Hauptstadt Antananarivo zur 400 km südlich gelegenen Hochlandstadt Fianarantsoa und weiter an die Küste nach Mananjary, wo sie eigene Agro-Business-Interessen hat.

Damit ist der seit 15 Jahren leerstehende Flughafen von Fianarantsoa (code WFI) mit seiner 1250 m langen asphaltierten Landebahn wieder ins Licht der Aviatik geraten. Der Flughafen wurde nur selten von Privatfliegern benutzt, der Flug hingegen ersetzt eine ganztägige Autofahrt von Antananarivo nach Fianarantsoa. Die stille Küstenstadt Mananjary steht seit Jahrzehnten im Schatten der wichtigeren Stadt Manakara. Mit Sipromad kehrt nun wieder etwas Bewegung auf der 1500 m langen asphaltierten Flugpiste von MNJ zurück. Das generelle Problem der in Madagaskar wird auch von Sipromad nicht gelöst in Madagaskar: Binnenflüge sind zu teuer.

Klettern in Madagaskar

Ist Klettern in Madagaskar möglich und wenn ja, wo findet man die besten Kletterspots?

Da es im Handel keine Reiseführer zum Thema Klettern in Madagaskar gibt, ist es etwas schwierig, im Vorfeld an passende Informationen zu gelangen. Dieser Artikel soll die Planung einer Kletterreise nach Madagaskar etwas vereinfachen und wurde von unseren Reisenden Tobias und Julie zusammengestellt, die sich während Ihrer Madagaskarreise auch diesem Thema gewidmet haben.

Einige kurze Infos zum Überblick:

Klettern in Madagaskar - 3 Kletterspots

Kletterspots in Madagaskar

In Madagaskar gibt es ihres Wissens nach drei lohnende Kletterspots, die ausgerüstet sind (siehe Karte):

  1. Nosy Hara (Insel im Norden)
  2. Vallée des Perroquets (im Norden)
  3. Tsaranoro (im Süden)

Klettern in Madagaskar lohnt sich in der Regel erst, wenn man den Schwierigkeitsgrad 6a und aufwärts beherrscht. Die Routenauswahl für einfachere Schwierigkeitsgrade ist sehr beschränkt und ob es sinnvoll ist, das ganze Klettermaterial für diese wenigen Routen mit nach Madagaskar zu nehmen ist fraglich.

Als Tipp: Bringen Sie Ihr eigenes Material mit! Es gibt zwar die Möglichkeit, Material zu mieten, jedoch nur begrenzt und man vertraut sein Leben ja ungern fremden Seilen an.

Abseits dieser Kletterspots trifft man in Madagaskar immer wieder auf kleine Blöcke und Felsen, die zum „Bouldern“ oder „Clean Climbing“ einladen. Dieser Artikel beschränkt sich jedoch ausschliesslich auf die schon eingerichteten Spots in Madagaskar.

So sind die beiden gereist und das würden sie das nächste Mal verbessern:

Sie haben Madagaskar als Reiseziel ausgesucht, um einen Ort der Welt zu entdecken, der ihnen die Möglichkeit bietet, einerseits als Backpacker unterwegs zu sein, andererseits aber auch ihr liebstes Hobby, das Klettern, auszuleben. Nur fürs Klettern nach Madagaskar zu reisen, wäre schade gewesen, das Land hat nämlich noch soviel mehr zu bieten!

Ihre Reise startete ganz im Norden in Antsiranana, auch Diégo-Suarez genannt. Der erste Fixpunkt war das Vallée des Pérroquets mit Unterkunft im Jungle Camp. Anschliessend reisten sie über Ambilobe nach Vohemar, Sambava und Antalaha, wo sie die Vanilleküste entdecken konnten, eine absolute Traumregion, die auch die SAVA-Region genannt wird! Auch Andapa haben sie unterwegs besucht. Mit dem Flugzeug sind sie dann von Sambava nach Maroantsetra geflogen. Von hier aus setzten sie ihre Reise wieder mit Taxi-Brousse und Schiffen fort. An dieser Stelle sei gesagt, dass sie die Schiffsreise aus Sicherheitsgründen absolut nicht empfehlen würden! Via Tamatave (=Toamasina) und Antananarivo gelangten sie schlussendlich nach Fianarantsoa, von wo aus sie dann nach Tsarasoa gefahren wurden. Die Rückreise ging wieder via Fianarantsoa nach Antananarivo.

Aufgrund ihres geringen Reisebudgets sind sie ausschliesslich nur mit den öffentlichen Taxi-Brousse gefahren. Dies braucht viel Zeit, Spontanität und Nerven, ist aber wunderbar, um mit der lokalen Bevölkerung in Kontakt zu kommen. Ihnen gefiel vor allem die Authentizität dieser Art des Reisens. Berührungsängste darf man auf keinen Fall haben, die Taxi-Brousse werden mit Passagieren völlig überladen. Auch kann es mal vorkommen, dass man plötzlich ein fremdes Kind oder eine Tasche mit Hühnern auf dem Schoss hat. Auch kann es sein, dass das Fahrzeug plötzlich in Rauch aufgeht und stehen bleibt oder das Gas nicht mehr funktioniert, was die Reisezeit verdoppeln kann. Wenn man diese Art des Reisens mag und genügend Zeit mitbringt, dann ist das eine sehr abenteuerliche und tolle Art, Madagaskar zu entdecken.

Sie hatten auf ihrer Reise ihr komplettes Klettermaterial immer mit dabei. Das war sehr mühsam und zeitweise auch eingrenzend.

Das Gepäck war sehr schwer und unhandlich. Zwischenlagern war aber leider nicht möglich, da sie das Klettermaterial sowohl im Norden als auch im Süden brauchten. Für eine weitere Reise würden sie sich vermutlich auf ein Klettergebiet beschränken, danach das Material zwischenlagern und den Rest der Reise mit leichtem Gepäck durchführen. Der Spassfaktor ist sicher grösser und der Stress, den man durch das ständige Aufs-Gepäck-Aufpassen hat, ist sicher geringer.

Als Tipp: Wenn man den Flug über PRIORI bucht, kann man im Büro in Antananarivo Gepäck zwischenlagern. Alternativ kann man bei den jeweiligen Ansprechpartnern für die Kletterspots anfragen, ob man hier allenfalls etwas zwischenlagern kann. Die meisten Partner haben in den nächsten grösseren Städten jeweils ein Büro.

Madagaskar – Geld und Währung

Wie alles in Madagaskar ist auch die Frage zu Geld und Währung ganz klar, aber eben etwas anders. Die offizielle Währung Madagaskars heisst Ariary.

10’000 Ariary sind rund 3 Schweizer Franken. Für Schnellrechner: bei den Ariary drei Stellen weg und die Hälfte davon sind dann Schweizer Franken.

Vor Einführung des Ariary vor ein paar Jahren gab es FMG (Francs Malgaches).
Die Bevölkerung rechnet heute noch in FMG. Es gilt ein Fixkurs: 5 FMG sind 1 Ariary. Also lohnt es sich immer nachzufragen bei Preisangaben, denn die Besucher denken in Ariary, weil die Bank beim Geldwechseln auch in Ariary rechnet. Die Bevölkerung hingegen gibt die Preise zumeist im fünfmal billigeren FMG an.

Typisches Beispiel: der Tourist kommt am Flughafen an. Dort wechselt er 100 sFr und kriegt dafür rund 300’000 Ariary. Der Taxifahrer verlangt für die Fahrt in die Stadt 200’000 – und meint damit FMG. Der uninformierte Tourist bezahlt ihm 200’000 Ariary, also mithin 1’000’000 FMG. Der Taxifahrer hat mit dem in Madagaskar üblichen Trick 800’000 FMG / 160’000 Ariary mehr verdient.

Franz Stadelmann erklärt auch in diesem kurzen Info-Film, was es mit Geld und Währung in Madagsakar auf sich hat:

Madagaskar als Selbstreisender

Wie gut lässt sich Madagaskar als Selbstreisender und somit auf eigene Faust bereisen?

Natürlich können Sie Madagaskar als Selbstreisender bereisen, also ohne vorherige Reservationen oder Arrangements durch ein Reisebüro. Die Madagassen reisen ja auch im Land herum. Doch gleich hier gibt es einen Unterschied: in Madagaskar hat Zeit quasi keine Bedeutung. Im Ferienbudget der Europäer hingegen zählt jeder Tag sowie jede Stunde.

Madagaskar als SelbstreisenderWer also viel Zeit, Geduld und wenig Ansprüche mit sich bringt, kann Madagaskar gut im lokalen Stil bereisen. Oder jedenfalls einen Teil der Grossen Insel im Indischen Ozean. Wer aber seinen Rückflug nicht verpassen möchte oder während seiner Tage in Madagaskar doch ein Minimum sehen möchte, kommt mit den Lokaltransporten nicht weit.

Zudem geschehen immer wieder unvorher-gesehene Vorfälle: da wurde im September 2017 von einem Tag auf den anderen der Flughafen in Maroantsetra geschlossen. Wer sein Ticket im Internet gekauft hatte, blieb hängen. Da war die Stahlbrücke auf der einzigen Route vom Hochland nach Süden, die einem überladenen Lastwagen nicht standhielt und einbrach. Hunderte Fahrzeuge und tausende Passagiere strandeten an einem Sonntagnachmittag am Ufer eines unbedeutenden Flusses.

‘Daher haben wir einen 24-Stunden-Pikettdienst und jedes Reiseprogramm hat einen Plan B bereits eingebaut’, sagt Franz Stadelmann, Chef des auf Madagaskar spezialisierten Reisebüros PRIORI. ‘Auch wir können viele Faktoren nicht beeinflussen, aber wir können schnell auf Veränderungen reagieren.’

Er warnt vor allem vor ungeprüften Angeboten im Internet, die viel versprechen, aber in denen die Leistungen und Garantien unklar sind. Es gibt viele Hosentaschenreisebüros in Madagaskar, die aus einer Homepage und einer Telefonnummer bestehen. ‘Ob hier Vertrauen angesagt ist, muss jeder selber entscheiden.’ Sein Fazit ist klar: ‘Madagaskar bleibt ein Abenteurerland. Man bezahlt immer. Entweder mit Geld oder mit Zeit’.

Taschendiebe in Madagaskar

Taschendiebe in Madagaskar – Wie verhalte ich mich richtig als Tourist?

Die Hauptstadt Madagaskars, Antananarivo, zählt 2,5 Mio Einwohner und dies sind rund 10% der gesamten Landesbevölkerung. Madagaskar ist anderthalbmal so gross wie Deutschland und mithin keine kleine Insel. Während fast 80% der Bevölkerung in ländlichen Gebieten von Reisanbau und etwas Viehwirtschaft leben, finden jene, die in der Stadt ihr Glück versuchen, oft keine Zukunft. Verarmung und Verelendung sind die Folgen. Im Armengürtel rings um Antananarivo ist dies deutlich zu erkennen. Trotz grösster Armut sind die Menschen aber erstaunlich ehrlich.

Doch es gibt auch andere. Natürlich haben die politischen Situationen in den letzten 50 Jahren dazu geführt, dass sich eine profitorientierte Clique herausgebildet hat. Deren einziges Bestreben leider die eigene Bereicherung ist. Den Besuchern Madagaskars werden die ultramodernen Fahrzeuge und die hollywoodartigen Villen auffallen. Ab und zu zudem die goldglänzenden Figuren, die sich in gockelhafter Selbstüberschätzung markant in Szene setzen.

Für den Touristen aber konkret störend sind die Kleinkriminellen, die sich an die fremden Besucher heranmachen und klauen, was klaubar ist.

Taschendiebe in MadagaskarDas ganze Stadtgebiet von Antananarivo sollte man als Neuling nicht zu Fuss erkunden. Diese Leute sind absolute Spezialisten in ihrem Fach und ein unbedarfter Tourist hat keine Chance, den Tricks dieser Raubritter zu entgehen. Es gibt im Innenstadtbereich genau drei Orte, an denen quasi garantiert ist, dass man seine Sachen verliert.

Wer sich trotz Warnungen zu Fuss in der Innenstadt bewegen will, der sollte nichts – und wirklich nichts – mit sich tragen: weder Geld noch Handy, weder Kreditkarte noch Tasche. Es ist so gut wie sicher, dass diese Sachen wegkommen. Die Tricks sind bekannt und immer noch erfolgreich.

Gut beraten ist man ebenfalls, seine ersten Tage in Antananarivo nicht im Safarikostüm und in Trekkingschuhen zu verbringen. So gekleidete Leute fallen im Stadtbild sofort auf und sind natürlich Zielscheibe der Diebesbanden, die ja immer in Gruppen unterwegs sind.

Ebenso sollte niemand sich nachts zu Fuss im Stadtgebiet aufhalten. Nachts atmet Antananarivo nochmals anders. Als Kurzzeitbesucher hat man keine Chance, den Rhythmus der Stadt zu erkennen.Wer sich unbedingt nachts im Stadtgebiet bewegen will, tut gut daran, auf für kurze Strecken ein Taxi zu nehmen.

Die Lage draussen im Land ist viel entspannter. Hierbei ist erstaunlich, wie ehrlich die Leute sind, auch wenn Armut zum Tagesbild gehört. Trotzdem hat sich auch hier eine bewaffnete Kriminalität entwickelt, die nun sogar in Nationalparks aktiv ist. Für Reisende bedeutet das, dass sie sich nur zuverlässigen Leuten anvertrauen sollten.

Surfen in Madagaskar

Schon gehört? Surfen in Madagskar ist möglich!

Sind Sie auf der Suche nach einem wirklich neuen sowie einzigartigen Surf-Erlebnis?
Am besten mit perfekten, unübertriebenen Wellen das ganze Jahr über und das auch noch in einem tropischen Paradies? Dazu kommt, dass Ihnen die Wellen fast komplett alleine gehören, denn es hat sich noch nicht rumgesprochen, dass Madagaskar fürs Surfen geeignet ist.

Madagaskar bleibt eine der letzten völlig unerforschten Surfgebiete auf dem Planeten.

Mitten im Mosambik-Kanal sowie im Nordwesten der Inseln La Réunion und Mauritius, ist Madagaskar das Surfjuwel im Herzen Afrikas. Die Region rund um Tulear mit ihrer 60 Kilometer langen Küstenlinie zwischen Ifaty und Anakao beherbergt mehr als 18 Surfspots, die nur per Boot zu erreichen sind. Mindestens 12 dieser Spots sind Weltklasse an «ihrem» Tag. Es hat vor Ort eine große Vielfalt an Wellen, die für alle Niveaus von Surfern geeignet sind. Das Wetter/Klima sowie die Brandung sind das ganze Jahr über beständig und fürs Surfen ausgezeichnet.

Gäste von uns waren bereits vor Ort und haben Madagaskar auf seine Surftauglichkeit geprüft. Gerne stehen sie Ihnen für Fragen im Vorfeld zur Verfügung. Als Anbieter nutzten sie zum einen die Surfagentur Madagascar Surf Tours, wo der Australier Tony Blair seine Surfkenntnisse an seine Schüler weitergibt und sie gut betreut.
Zum anderen bietet die Agentur Endless Summer – Catamaran – Madagascar Surf, geführt durch ein südafrikanisches Katamaranteam, Kurse sowie den Bootstransfer zu den besten Surfspots an.

Das folgende Video der Agentur zeigt die Wellenlage vor der Küste Madagaskars.

Macht das nicht einen Vorgeschmack auch das Board in die Hand zu nehmen und ein paar Wellen zu reiten?

Kontaktieren Sie uns, wenn Sie weitere Informationen rund um das Thema Surfen in Madagaskar benötigen. Wir beraten Sie gerne und sind Ihnen bei der Planung Ihrer nächsten Urlaubsaktivität behilflich.

Produkte in Madagaskar

Herstellung von Nahrungsmitteln – die Produkte in Madagaskar

Madagaskar ist viel grösser als wir auf den ersten Blick auf eine Landkarte meinen. Insgesamt ist die Insel sogar 14-mal so gross wie die Schweiz und passt sogar 1,5-mal in die Abmessungen von Deutschland. Auf der gesamten Fläche Madagaskars gibt es ausreichend viel Platz für Landwirtschaft. Madagaskar produziert sogar so gut wie alle Nahrungsmittel selbst. Trotzdem ist das Land auch von Importen abhängig.

In Madagaskar existieren nur wenige Unternehmen, die Nahrungsmittel in grösserem Stil verarbeiten. Dafür gibt es viele Kleinunternehmen, die in der Foodverarbeitung tätig sind.

Welche Produkte in Madagaskar hergestellt werden, worin die Hauptproduktionszweige liegen und was eigentlich die Grundnahrungsmittel der Madagassen sind, erfahren Sie in unserem folgenden Beitrag:

Produkte in Madagaskar

Des Weiteren möchten die Besucher Madagaskars ja nicht nur die Produkte vor Ort kennenlernen. Sie möchten diese natürlich auch den Daheimgebliebenen zeigen oder auch mitbringen. Zudem ist es schön, wenn ein Produkt besonders gut geschmeckt oder gefallen hat, man es auch im eigenen Land finden, nachkaufen sowie nachkochen kann. Somit zeigt dieser Beitrag eben nicht nur alle nationalen madagassischen Produkte auf, sondern verrät Ihnen auch wo Sie sie im Land finden.

Spontan reisen in Madagaskar

Spontan reisen in Madagaskar ist etwas schwierig, weil alles seine Zeit braucht.

Das grösste Problem beim spontan reisen in Madagaskar wird sein: Wie komme ich voran? Für den Transport von A nach B bezahlt man entweder mit Zeit und Geduld (Taxi Brousse) oder mit Geld (Mietauto mit Fahrer).

  • Vermeiden Sie die schnellen Angebote Ihrer neuen Freunde, sie sich unweigerlich an Sie heranmachen werden.
  • Klären Sie genau ab, was ist im Preis / Angebot enthalten und was nicht.
  • Es gibt – besonders in der Hauptstadt – eine ganze Menge Leute, die sich an unentschiedene Touristen heranmacht und sie meist über den Tisch zieht. Sie brauchen diese Leute nicht zu suchen, sie finden Sie ganz automatisch.
  • Vermeiden Sie unbedingt Nachtfahrten.
  • Der beste Reiseführer ist derzeit jener von BRADT 2014 ‘Madagascar’ (edition 11).

In der Hauptsaison (Juli bis September) lohnt es sich, Hotels zu reservieren – dies vor allem in Orten, wo das Angebot begrenzt ist (Nationalparks, beliebte Orte)…auch Mietwagen spontan zu reservieren ist vor allem in dieser Zeit oft schwierig und die Chance verringert sich für englischsprachige Fahrer.

Den besten Rat, den wir Ihnen geben können: gehen Sie zur PRIORI in Antananarivo / Tsaralalàna, 103 Rue de Liège (neben dem Hotel White Palace), oder schreiben Sie eine Mail: priori@moov.mg

Dort befinden sich Leute, die Madagaskar sehr gut kennen. Sie sprechen zudem Deutsch und können Ihnen flexibel, professionell und so spontan wie eben möglich weiterhelfen – und das seit 1994.