Archiv der Kategorie: Strassen und Verkehr

Strassen und Verkehr in Madagaskar. Infos zur Infrastruktur, Mietwagen, Bus und Taxi-Brousse, Strassenverbindungen und Distanzen, Zeitplanung…

Madagaskar: Corona und Transport

Madagaskar: Corona und Transport

Madagaskar Transport

Madagaskar Transport

Die Zahl der Infizierten wird jetzt in Antananarivo, der Hauptstadt von Madagaskar, weniger und weniger. Der Präsident hat gestern (Sonntag, 6. September) behauptet, dass die Krankheit unter Kontrolle sei. Somit werden die Einschränkungen zunehmend leichter und leichter. Normalerweise muss man weiterhin vorsichtig sein, aber diese Behauptung des Präsidenten bedeutet für viele Leute endlich etwas Freiheit und den Weg zurück zum normalen Leben, das heisst zur ehemaligen Gewohnheit.

Madagaskar: Corona und Transport
Das tägliche Leben in der Stadt beginnt, wieder fliessend zu werden. Seitdem die ‘Taxi Be’ (der öffentliche Personenverkehr) wieder arbeiten, atmen die Leute ein bisschen auf; das war für die meisten eine Linderung. Wir haben hier zwei Arten von Taxi Be: die eine sind die sogenannten ‘Sprinter’ oder ein Lieferwagen, der für den Personenverkehr umgebaut wurde. Diese dürfen vier Personen nebeneinander in einer Reihe sitzend aufnehmen. Die andere Art sind kleine Mazda, wo drei Personen pro Reihe sitzen. Bis jetzt haben sich die Kosten für den Personentransport noch nicht geändert. Trotzdem müssen alle Angestellten sehr früh aufstehen, um den Verkehrstau zu meiden.

Madagaskar: Corona und Transport
Mein kleiner Bruder hat seine Freundin an der Ostküste Madagaskar, genauer in Tamatave, gefunden. Vor zwei Monaten, wegen des Lockdowns von Antananarivo und Tamatave, hat das Paar dort staatlich geheiratet. Normalerweise muss eine Hoheit ein grosses Familienfest sein. Wir aus Antananarivo konnten nicht dabeisein. Dies ist traurig, aber wir sind froh, dass er den Mut hatte, die Hochzeit ohne seine Familie durchzuführen. Jetzt ist der Autotransfer zwischen Antananarivo und Tamatave wieder geöffnet, aber man darf nur unter gewissen Bedingungen fahren: so muss man vorher einen Corona-Test machen. Die Abfahrt ist nur am Vormittag erlaubt, die direkte Fahrt dauert mindestens 8 Stunden. Die Fahrzeuge müssen vor der Sperrstunde am Ziel ankommen. Die Busfahrer nehmen die Reisenden mit vollständigen ‘Manifest’, in dem alle Informationen über die Reisende stehen, nur in der Bushaltestelle in Antananarivo und im Terminus ist Tamatave auf. Das heisst, die Fahrzeuge dürfen unterwegs keine Passagiere aufladen und keinen Zwischenstop machen.

Der regionale Transport innerhalb der Provinz von Antananarivo wird auch bald öffnen.

Antananarivo Transport

Antananarivo Transport

Madagaskar: Corona und Transport
Die Lastwagen hingegen arbeiteten ohne Stop, die Versorgung der Stadt wurde nicht unterbrochen. Die Region hatte und hat glücklicherweise keinen Nahrungsmangel seit dieser Corona-Zeit. Die meisten der Familien haben aber finanzielle Schwierigkeiten. Doch jeder gibt sein Bestes, um für seine Familie zu sorgen. So wird beispielerweise ein Busfahrer zum Mauerer; wer ein Motorrad hat, macht ‘Taxi Moto’. Wer ein Fahrrad hat, macht damit auch Taxi. Einige sind aus der Stadt zurück aufs Land gegangen und pflanzen Produkte. Zuweilen machten einige auch nicht legale Sachen, aber das war egal. Dem Gedanken, irgendwie durchzukommen, waren keine Grenzen gesetzt.

Jetzt steigen die Kosten etwas. Ein Kilo Reis ist jetzt 2000 bis 2 300 Ariary. Generell kann man aber sagen, dass die Lebenshaltungskosten ziemlich stabil geblieben sind. Kartoffeln kosten 1200 Ariary das Kilo, Karotten 1000 Ariary, ein Blumenkohl kostet je nach Grösse 2000 bis 3000 Ariary. Wir haben also noch etwas Glück.

Madagaskar: Corona und Transport
Jetzt stellen wir fest, dass die Anstrengungen, die der Präsident unternommen hat und die Schwierigkeiten, die die Menschen in diesen letzten fünf Monaten zu bewältigen hatten, etwas gegenüber der Krankheit gebracht haben. Wir haben die Hoffnung, dass alles besser wird. Wie der Präsident gesagt hat, werden auch die Binnenflüge und die internationalen Flüge je nach Situation bald öffnen. Wann genau das sein wird, wissen wir nicht. 

Die grösste Auswirkung dieses Lockdowns von Madagaskar betrifft den Tourismus. Unsere touristische Saison fängt ab April oder Mai an. Die Covid-19 Pandemie war wie ein Hammerschlag auf den Kopf. Die meisten der Reiseveranstalter haben geschlossen und viele Angestellte sind der technischen Arbeitslosigkeit (chômage technique) ausgesetzt. Ebenso alle Angestellten im Zusammenhang mit dem Tourismusbereich: Handwerker, Hotelarbeiter, Autovermietung und viele andere. Der ganze Sektor hat Probleme. In unserem Land haben wir keine Versicherung, die sich um diese Leute sorgt. Vielleicht ist die Öffnung des Himmels für Flugzeuge eine Lösung für das Problem. Wir haben dieses Jahr noch drei Monate, man weiss noch nicht, was alles passieren wird. Aber wir hoffen auf etwas Gutes.

Antananarivo, 7. September 2020; geschrieben von Michaël, Trekkingführer PRIORI und Mitarbeiter im Büro PRIORI in Antananarivo

 

Landkarte von Madagaskar

Strassen und Landkarte von Madagaskar

Wer nach Madagaskar reist, braucht eine Landkarte. Die nach wie vor Beste Strassenkarte ist Madagasikara, die vom Nationalen Geografischen Instituts (FTM) in Antananarivo gedruckt wird. Sie zeigt Madagaskar im Massstab 1: 2’000’000 und bildet damit die grosse Insel auf 50 auf 100 cm in handlicher Form ab. Sie wird in Madagaskar hergestellt. FTM produziert auch Detailkarten Madagaskars in zwölf Sätzen im Massstab 1:500’000 ebenso wie noch detailliertere Ansichten, die jedoch nicht für die ganze Insel vorliegen.

FTM Landkarte und Strassenkarte Madagaskar

 

Die FTM-Landkarte im Massstab 1:2’000’000 kann beim Madagaskarhaus PRIORI in Basel bezogen werden. Kosten: 12 CHF / 12 Euro inkl. Porto und Verpackung. (Vorauskasse)

Es gibt auch von anderen Herstellern Landkarten von Madagaskar. Dazu gehören:

  • Madagaskar von Freytag & Berndt im Massstab 1:1’000’000. Die detailreiche Landkarte bildet Madagaskar auf zwei Seiten ab und ist daher etwas unhandlich.
  • Afrique Centre et Sud von Michelin beinhaltet auch Madagaskar im Massstab 1:4’000’000. Sehr ordentliche Karte im bewahrten Michelin-Stil. Sie eignet sich aber nur als schnelle Übersicht Madagaskars auf einer A4-grossen Fläche.
  • Madagaskar von Dumont wird als Beilage zum Reisehandbuch im Massstab 1:1’500’000 geliefert. Die kleingedruckte zweiseitige Karte ist zwar detailreich, aber infolge der kleinen Buchstaben unübersichtlich. Zudem verführen die eingezeichneten Provinzgrenzen dazu, sie als Strassen zu interpretieren
  • Madagascar von IGN im Massstab 1:1’250’000. Das Geografische Institut in Frankreich stellt solide Karten her und jene von Madagaskar (in Französisch und Englisch) ist ein guter Reisebegleiter.
  • Madagascar, Massstab 1:1’000’000 des kanadischen Fachverlags International Travel Maps & Books (ITMB) hat Zusatzinformationen (Ortsverzeichnis, Höhenquerschnitt)) und einen kleinen Stadtplan von Antananarivo eingebaut.
  • Madagascar von Reise Know-How Verlag ist im Massstab 1:1‘200‘000 besticht durch sein reiss- und wasserfestes Kunststoffpapier. Ein Ortsindex gehört auf der zweiseitigen Karte dazu. Interessant ist, dass die Karte elektronisch auf GPS-Geräte heruntergeladen werden kann.

Das Strassensystem Madagaskars hat sich seit der Kolonialzeit in seiner Linienführung kaum verändert.

Der Zustand der Strassen und Pisten unterliegt grossen Schwankungen, die auf Landkarten nur schwer abzubilden sind. Trotzdem ist eine Landkarte natürlich in der Reisevorbereitung sehr hilfreich und auch während der Reise. Doch wieviel Zeit für die Strecke tatsächlich gebraucht wird und welche Art Fahrzeug dazu notwendig ist, lässt sich aus einer Karte nicht herauslesen.

Interessant ist zu verfolgen, welche Fehler sich in den verschiedenen Landkarten finden. Die eine ganz typische Fehlinformation ist auf so gut wie allen Landkarten kolportiert und es scheint, dass sich letztlich alle von der Urmutter der Madagaskarkarten –  jener von FTM – inspirieren lassen.

Hilfreich sind die neuen Möglichkeiten im Internet und wegweisend dazu sind natürlich die Satellitenfotos auf google earth. Die früher ausgezeichnete russische – downloadbare – Karte Madagaskars scheint inzwischen im Netz unauffindbar, aber unter der folgenden URL https://www.svali.ru/all_pictures/149/1/index.htm sind Teilgebiete der FTM-Karte zu betrachten. Ebenso zu finden auf https://ats.abris-a.com/madagascar/map/maps.htm

Sind Sie an weiteren Informationen zu Strassenkarten und Verkehr in Madagaskar interessiert, dann lesen Sie auch gerne unsere Beiträge im Reisemagazin Madagaskar.

Strassenkarten für Madagaskar

Madagaskar ist 1,5 mal so gross wie Deutschland, doch es gibt keine aktuellen Strassenkarten. Der beste Strassenatlas für Madagaskar ist und bleibt die ‘Sarintanin-Dalana’, die ‘Carte Routière’ von FTM. Das ‘Foiben-Taosarintanin’i Madagasikara’ (FTM) ist das nationale Karteninstitut in Antananarivo.

Madagaskar Strassenkarten Carte de Madagascar FTM im DetailDie Übersichtskarte im Massstab 1:2’000’000 bildet Madagaskar in handlicher Grösse ab und genügt meist für die Zwecke einer Reise. Die faltbare Papierkarte zeigt die Berge, Strassen und Flussläufe in gut lesbarer Form. Auch die Distanzen sind vermerkt und ein paar Nationalparks. Allerdings ist die Abstraktion für Trekkingtouren zu gross. Ebenso eignet sie sich nicht für die Navigation auf See, denn die Untiefen sind nicht abgebildet.

Diese FTM-Karte geht auf eine Strassenkarte der 70er Jahre zurück, die ihrerseits noch in kolonialen Zeiten ausgearbeitet wurde. Die aktuelle 14. Edition von 2005 wurde gegenüber ihren Vorgängerinnen leicht überholt. So ist die RN7 als durchgehend asphaltierte Verbindung zwischen Antananarivo und Tulear eingezeichnet. Irreführend ist sie in der Auflistung der ‘Flugplätze’, die in der Legende auch Flugfelder genannt werden. Die Mehrheit davon sind ehemalige Graspisten, auf denen einst waghalsige Missionsflieger landeten. Viele davon sind heute längst nicht mehr in Betrieb. Interessanterweise ist der Grenzverlauf der 22 Regionen nicht eingezeichnet, hingegen wurde der Grenzverlauf der vorher existierenden 6 Provinzen wegretouchiert.

Egal welche der Druckversionen, die bei anderen Verlagen erschienen sind: die FTM-Karte ist die Mutter aller Karten. Oft, so scheint es, wurden auch die Fehler einfach mit kopiert. Dagegen ist das beste Beispiel einer eigenständigen Landkarte Madagaskars die russische Karte in kyrillischer Schrift, die während der sozialistischen Zeiten in Madagaskar von der damaligen UdSSR angefertigt wurde. Sie ist in elektronischer Form im Internet immer noch präsent und in höchstem Masse präzise, wenn auch nicht mehr ganz aktuell.

Madagaskar liegt noch in 12 Detail-Strassenkarten vor, die im Massstab 1:500’000 eine hohe Detailgenauigkeit haben. Bei FTM sind auch Karten im Massstab 1:100’000 erhältlich, allerdings sind nicht alle Regionen abgedeckt. Das nationale Karteninstitut publiziert auch ein paar thematische Karten, so etwa eine sehr brauchbare wandgrosse geologische Karte, die für Mineraliensammler sehr aufschlussreich sein sollte. Es gibt auch Spezialkarten, die für Schulen geeignet sind, so eine Auflage mit dem Thema der landwirtschaftlichen Produktion oder mit den klimatischen Gegebenheiten.

Nach wie vor ein tragendes Werk bleibt der ‘Atlas de Madagascar’, der in mehreren Etappen ab Ende der 1960er Jahre in Grossbuchform erschien. Das Werk, herausgegeben von der Geografenvereinigung Madagaskars, beleuchtet das damalige Madagaskar auf rund 60 Themenkarten im Massstab 1:4 Mio. Das Kartenwerk ist heutzutage auch in Buchantiquariaten kaum je erhältlich und bleibt das Referenzwerk für Madagaskar.

Seit wenigen Jahren bieten etliche nicht-madagassische Unternehmen auch Kartenmaterial in elektronischen Versionen an, sogar auch als App fürs Handy. Diese nicht vom FTM entwickelten Karten geben ein erstaunlich präzises Bild von Madagaskars Verkehrswegen wider und eignen sich sogar für Wanderungen. Allerdings sollte man sich hüten, ihnen blind zu vertrauen. Auch sie bergen irreführende Informationen, die bei Trekkings in abgelegene Gegenden Madagaskars lebensgefährlich sein können. Natürlich ist Madagaskar auch auf ‘Google Earth’ in oft erstaunlich detaillierter Auflösung erfasst. Auch hier mögen Routenrecherchen für geplante Abseitswanderungen nur bedingt möglich sein.

FTM Strassenkarten Madagaskar Carte de MadagascarDie gebräuchlichste Karte Madagaskars, die ‘Carte Routière’ im Massstab 1:2’000’000 ist erhältlich bei FTM in Antananarivo und kann auch im Madagaskarhaus in Basel bezogen werden.

Madagaskar: der Condor ist gelandet

El Condor vor der Ostküste Madagaskars

Condor Madagaskar: (PRIORI, 1. Mai 2015) In Madagaskar schweift ein Kondor über die Gewässer zwischen der kleinen Tropeninsel Ste. Marie und der Hauptinsel. Wie gelangt ‘El Condor’ nach Madagaskar?

El Condor Fährverbindung Soanierana Ivongo nach Sainte Marie

El Condor ist blau und weiss und sehr seetüchtig. Es ist ein 30 Meter langes Schiff, das fortan zwischen Soanierana-Ivongo und Ste. Marie hin- und her pendeln wird. Dabei kann das mit einem 1000 PS starken Motor ausgestattete Personenfähre rund 100 Fahrgäste befördern. Der schnittige Kahn hat sogar ein Sonnendeck. Der Kondor ist ab Mai 2015 in Betrieb.
Damit ist es nun das stabilste Schiff auf dieser Seeroute, die oft von hohem Wellengang geplagt wird. Daher fahren die Fähren lieber am Vormittag, wenn die See noch ruhiger ist. Es verkehren mehrere Boote auf dieser Linie, auf der es zwischen Juni und September sogar Buckelwale zu sehen gibt.

Strassen in Madagaskar

Madagaskar ist ein sehr grosses Land. Es gibt Strassen in Madagaskar von Norden bis Süden sowie von Osten bis Westen, aber sie sind nicht zu vergleichen mit den Strassen in Europa.

Franz Stadelmann gibt in diesem kurzen Film ein paar Informationen über die Verhältnisse der Strassen in Madagaskar:

Strassen und Strassennetz

Statistisch weist Madagaskar knapp 60.000 Kilometer Strassen vor, wovon etwa 6.000 Kilometer asphaltiert sowie 12.000 Kilometer befestigte Erdpisten darstellen. Man kann nicht der Küste entlang ‚einmal rund um Madagaskar‘ fahren. Die asphaltierten Hauptstrassen der Insel (Routes Nationales, auch RN genannt) verlaufen nach französischem Vorbild sternförmig von der Hauptstadt Antananarivo (Tana) im zentralen Hochland:

  • Die RN 1 Richtung Westen verbindet Tana mit dem westlichen Hochland und verläuft 180 Kilometer bis nach Tsiroanomandidy. Dort wird der weitere Strassenverlauf hin zur Westküste (Maintirano) zu einer Piste (RN1b).
  • Die RN 4 in den Norden geht etwa 600 Kilometer bis zur Hafenstadt Mahajanga. Auf dieser Strecke liegt die Abzweigung zur RN6, die in Richtung Norden bis Diego Suarez weitergeht.
  • Die 350 Kilometer lange RN 2 gen Osten stellt die Verbindung zum bedeutenden Hafen Tamatave an der Ostküste dar. Damit ist diese Strecke die wichtigste sowie meistbefahrene Strasse des Landes. Sie passiert auch den beliebten Nationalpark bei Andasibe.
  • Die längste Strasse Madagaskars ist die RN 7 in den Süden bis Tulear (ca. 1.000 Kilometer). Sie durchläuft das Hochland mit den Städten Antsirabe und Fianarantsoa sowie die weiten Steppenlandschaften des Südwestens mit dem Isalo Nationalpark und ist eine der beliebtesten Reiserouten Madagaskars.

Schiffsverbindung Ostküste Madagaskar

Die Schiffsverbindung entlang der Ostküste von Tamatave nach Maroantsetra bleibt prekär.

Schiffsverbindung Ostküste Madagaskar Gasikara BeDie derzeitige Schiffsverbindung zwischen Tamatave nach Soanierana-Ivongo (mit dem Transferbus), dann weiter mit dem Passagierschiff nach Manompana – Mananara Nord – Maroantsetra bleibt instabil. Das bisherige Passagierschiff ‘MELISSA’, sowie die 2014 in Betrieb gesetzte ‘GASIKARA BE’ vermögen nicht, einen planbaren Passagierverkehr zu bieten. Dies trotz langer Vorbereitung (siehe Bericht unten).

Die ‘MELISSA’ sollte normalerweise zweimal pro Woche ab Soanierana-Ivongo nach Maroantsetra fahren und an den Folgetagen zurück. Die Tour ist mit wesentlich billiger als das Flugzeug. Erlaubt sind 25 kg Gepäck im Frachtraum und 5 kg Handgepäck. Doch trotz genügend Reiseanfragen schaffen es die beiden Unternehmen derzeit nicht, ihren Service in kalkulierbare Dimensionen zu bringen.

Natürlich spielt die Meteorologie eine Rolle und die zuweilen schwere See kann zu Fahrplanverschiebungen führen. Trotzdem ist (mit Stand Beginn April 2015) unklar, wann ein einigermassen zuverlässiger Verkehr aufgenommen werden kann. Die Unternehmen halten sich dazu auch auf wiederholte Nachfrage hin sehr bedeckt.

Für zeitgebundene Reisende bleibt das Flugzeug die einzige Alternative. (Franz Stadelmann, März 2015)

Schiffsverbindung Madagaskar


(Mai 2014) Die “GASIKARA BE” fährt ab 01 Juni 2014 von Sainte Marie nach Maroantsetra!
Das Boot misst 15 m und ist 3.9 Meter breit. Es kann bis zu 58 Personen transportieren. Angetrieben wird es von zwei Motoren zu je 260 PS. Das Schiff kann 16 Tonnen transportieren und ist mit Rettungsmaterialien, Funk und Feuerlöschern ausgerüstet.

Diese neue Schiffsverbindung ermöglicht es, von Soanierana Ivongo nach Maroantsetra zu gelangen. Dies ist eine reelle Erleichterung des Verkehrsnetzes, denn die RN5 entlang der Ostküste ist in einem miserablen Zustand, deren Befahrung nur mit Allradfahrzeugen à la Camel Trophy möglich ist. Einzige Alternative dazu sind die teuren Flüge der Air Madagascar.
Ein anderes Passagierschiff, die ‘MELISSA’, versucht seit Jahren, einen Passagierdienst entlang dieser Küste zu betreiben. Der Dienst bleibt aber äusserst unregelmässig und unzuverlässig. Oft verkehrt die ‘MELISSA’ monatelang nicht.