Archiv der Kategorie: Engagement in Madagaskar

Infos rund um Engagement-Möglichkeiten in Madagaskar: Projekte, Vereine, Projektmanagement, Freiwilligeneinsatz, Arbeitseinsatz, Freiwilligenarbeit…das Madagaskarhaus hilft weiter und kann auch vermitteln.

Film drehen in Madagaskar

Wie lässt sich ein Film drehen in Madagaskar?

Immer wieder erreichen uns im Madagaskarhaus Anfragen von Filmschaffenden, Journalisten oder Schülern sowie Studenten, die unsere Expertise und unser Wissen zu Madagaskar suchen. Wir geben gerne Auskunft für Filme, Reportagen, Referate oder verschiedene Arbeiten. Auch zu Interviews sind wir – je nach Zeitaufwand – gerne bereit.

Auch Projektmanagement für Filmdrehs, Journalisten-Reisen oder andere Projekte vor Ort in Madagaskar können wir organisieren. Von der Drehgenehmigung bis hin zu logistischen Fragen sowie der Suche nach geeigneten Drehplätzen sowie nach Protagonisten…wir übernehmen die komplette Organisation. Denn wir sind mit einem Team in Antananarivo und gut vernetzt, und das seit 1994!

Hier ein Beispiel einer Interview-Anfrage für einen Madagaskar-Film von Schülern:

Frage:
Liebes Madagaskarhaus-Team, wie lässt sich ein Film drehen in Madagaskar? Da wir in der Schule einen Dokumentations-Film über Madagaskar sowie seine Regenwälder drehen werden, würden wir uns freuen, wenn wir mit Ihnen ein Interview für unseren Film organisieren könnten. Die Fragen zu Madagaskar sowie zum Masoala Nationalpark würden wir ihnen dann schon im Voraus schicken.
Wir hoffen auf eine baldige Antwort Sven W. & Lukas S.

Antwort:
Lieber Sven W. und Lukas S.

Sehr gut, dieses Projekt und natürlich stehen wir für die Beantwortung der Fragen zu Madagaskar sowie zur Masoala Halbinsel zur Verfügung. Wie lautet das Thema zum Film und wann und wo genau soll gedreht werden? Sie haben bestimmt schon ein Skript mit einer Grobplanung des Filmes? Dürfen wir Sie bitten, diese Dokumente zu schicken? Den Fragebogen beantworten wir gern. Und wenn Sie logistische Unterstützung brauchen für die Fluganreise sowie in Madagaskar, dann helfen wir gern, denn wir von der PRIORI sind vor Ort in Antananarivo, seit 1994.
Herzliche Grüsse aus dem Madagaskarhaus zu Basel, Franz Stadelmann
Madagaskarhaus PRIORI Reisen GmbH, Holeestrasse 3, 4054 Basel, Schweiz

Arbeitseinsätze in Madagaskar

Vermittelbare Jobs, Praktika sowie Arbeitseinsätze in Madagaskar

Wir vom PRIORI Madagaskarhaus haben Kontakt zu einigen Sozialorganisationen sowie zu Projekten in Madagaskar. Folgende Möglichkeiten für Praktika sowie Arbeitseinsätze in Madagaskar sind somit möglich:

Ausschreibung vom 04. Mai 2015 / SP02

Madagaskar: Ejeda / 1 – 3 Monate / Freiwilligenarbeit
Projekt: Arzt / Madagaskar
Ansprechpartner: Franz Stadelmann, Madagaskarhaus Basel.
Das kleine Spital in Ejeda im Südwesten von Madagaskar betreut Kranke ambulant sowie stationär. Es ist nur ein Arzt vor Ort. Er ist quasi im Dauereinsatz und wünscht sich einen Kollegen, der mit ihm oder für ihn eine gewisse Zeit vor Ort aktiv ist. Das lutheranische Spital ist das einzige der Region. Das nächst besser ausgerüstete Spital liegt eine Tagesreise mit dem Allradfahrzeug entfernt in Tulear.
Die Kleinstadt liegt im sehr trockenen Teil Madagaskars. Die Lebensbedingungen vor Ort sind sehr einfach. Strom gibt es nur stundenlimitiert. Internetanbindung nur über Handychip.
Es könnten weder Reise, Aufenthalt noch Gehalt bezahlt werden. Kenntnis der französischen Sprache ist Bedingung, obwohl die Lokalbevölkerung kaum französisch spricht.Wir von der PRIORI / Madagaskar können in dieser Frage nur die Kontakte herstellen. Alle Fragen sowie Bedingungen würden direkt zwischen dem Arzt sowie dem Kandidaten / der Kandidatin geklärt.

Ausschreibung vom 04. Mai 2015 / AK02

Madagaskar: Ankaramalaza / 2 – 3 Monate / Freiwilligenarbeit
Projekt: Sozialprojekt Ankaramalaza / Madagaskar
Ansprechpartner: Franz Stadelmann, Madagaskarhaus Basel

Arbeitseinsätze in Madagaskar: Ankaramalaza-ProjektFür ein Dorfprojekt in Ankaramalaza suchen wir eine erfahrene Person, die im Namen eines Schweizer Hilfsvereins vor Ort mit den Betroffenen bespricht, wie sowie in welche Richtung das Projekt sich entwickeln soll. Der Schweizer Verein existiert seit 1989 und unterstützt seither mit einer regelmässigen monatlichen Summe ein dörfliches Wiedereingliederungsprojekt in Ankara-malaza. Dort werden psychisch angeschlagene Menschen aufgenommen und es wird versucht, sie wieder eigen-verantwortlich zu machen. Dies beinhaltet auch eine grosse Komponente Landwirtschaftsarbeit.

Ankaramalaza ist ein Dorf südwestlich von Manakara an der Südostküste von Madagaskar.

Voraussetzungen: Geduld, Grundkenntnisse in der französischen Sprache, Erfahrung mit anderen Kulturen, Lebenserfahrung.
Idealprofil: aktive Person, die frisch pensioniert ist sowie in einem Beruf mit viel Menschenkontakt gearbeitet hat.
Zu erwarten ist eine intakte Dorfgemeinschaft mit starker religiöser Verwurzelung in einer sehr ländlichen Region im Südosten von Madagaskar.
Geboten werden weder Flug noch Gehalt, dafür Lächeln, Dankbarkeit sowie viel interkulturelle Erfahrung. (Alle Auslagen, also auch Reisekosten sowie Unterkunft/Essen auf eigene Rechnung)
Der Einsatz könnte auch 2016 stattfinden.
(für diesen Einsatz können wir leider keine BerufsanfängerInnen berücksichtigen.)

Bitte Lebenslauf (in französischer Sprache) richten an franz.stadelmann@sunrise.ch mit Kopie an madagaskarhaus@gmail.com

Ausschreibung vom: 16. August 2013 / NV01 / Bewerbungen abgelaufen

Projekt NV01: Alters-Alphabetisierung / Madagaskar
Alphabetisierungskampagne von SeniorInnen

Arbeitseinsatz oder Praktikum in Madagaskar

Vermittlung von Arbeitseinsatz und Praktikum in Madagaskar

Wir von der PRIORI in Antananarivo und vom Madagaskarhaus in Basel sind zwar eine Reiseorganisation, aber unsere Wurzeln liegen in der Entwicklungszusammenarbeit und daher sind uns soziale Anliegen sehr nahe. Wir selbst bieten keine Plätze für ein Praktikum an und führen auch keine Liste von möglichen Praktikumsplätzen.

Doch da wir von der PRIORI seit 1994 in Madagaskar aktiv sind und natürlich ein grosses Netz an Kontakten in Madagaskar haben, bringen wir immer wieder geeignete Interessenten zusammen mit uns bekannten Sozialinstitutionen. Wir verstehen uns dabei als Vermittler zwischen Nord und Süd, zwischen ‘europäischen Wünschen’ und ‘madagassischen Realitäten’.

Somit geben wir gerne Informationen rund um Madagaskar, so auch zu Arbeitseinsätzen, einem Praktikum oder zu Projekten in Sozialorganisationen oder Vereinen in Madagaskar. Wir sind keine Arbeitsagentur oder Jobvermittlungsstelle. Wer sich für den kommerziellen Arbeitsmarkt interessiert, muss sich anderswo umschauen.

Informationen bezüglich des allgemeinen Ablaufs und des Bewerbungsverfahrens

Wenn Sie sich für ein Praktikum oder eine Mitarbeit in einem Projekt in Madagaskar interessieren, raten wir Ihnen, wie folgt vorzugehen:

  • Wir beantworten keine anonymen Schreiben. Bitte immer Ihre Kontaktangaben mitteilen
  • Wir brauchen von Ihnen Ihren Lebenslauf in französischer Sprache inkl. Foto und Kontaktangaben
  • Wir brauchen von Ihnen ein ‘Motivationsschreiben‘ in französischer Sprache, also einen Text, der erklärt, wo Sie sich in welchem Umfeld sehen würden. Wichtig ist zu wissen, was Sie ‘mitbringen‘ an Kenntnissen und Fähigkeiten
  • Wir brauchen von Ihnen eine Zeitangabe: ab wann und wie lange möchten Sie im Einsatz stehen
  • Wir werden dann diese Unterlagen an uns bekannte Institutionen schicken und wenn von dort Interesse signalisiert wird, bringen wir Sie in Direktkontakt zum Sozialzentrum. In Direktkontakt klären Sie dann alle Ihre weiteren Fragen
  • Grundsätzlich gilt: wir unterstützen arme Institutionen, die in keiner Weise Ihre Kosten übernehmen können (Weder Flug noch Aufenthalt, Essen noch Unterkunft und schon gar nicht Gehalt.) Nur in Einzelfällen ist es vor Ort so, dass man Ihnen eine schlichte Unterkunft anbieten kann.

Gehen Sie also davon aus, dass Sie alle Ihre Kosten selber tragen müssen.

  • Ein Praktikum muss normalerweise mindestens vier Wochen dauern und endet oft nach drei Monaten (visumsbedingt!). Längere Praktika sind aber auch machbar.
  • Wir selber von der PRIORI und vom Madagaskarhaus in Basel berechnen für unsere Arbeit nichts. Wir tun dies im Sinne unseres Engagements für Madagaskar, das Kompetenzen und Bedürfnisse in Synergie bringen möchte.
  • Zu beachten ist, dass unsere Vorgehensweise im Normalfall mindestens 6 Monate Vorlaufzeit benötigt, weil etliche der Zentren schwierig zu kontaktieren sind und oft andere Prioritäten haben.
  • Ein Hinweis: es gibt Firmen, die auf kommerzieller Basis sogenannte Sozial- oder Freiwilligeneinsätze organisieren und vermeintlich ‘den Leuten helfen’. Wer hier einen Einsatz leisten möchte, muss nebest den eigenen Kosten noch viel Geld mitbringen für (angebliche) Projekte. Oft sind solche Aktionen reine Augenwischerei und ich rate zu grosser Vorsicht.

Manchmal suchen wir konkret einen Freiwilligeneinsatz für eine bestimmte Aufgabe. Dies betrifft meist sehr spezifische Berufe. In der Rubrik MÖGLICHKEITEN FÜR ARBEITSEINSÄTZE IN MADAGASKAR publizieren wir Jobs für Organisationen, die wir unterstützen (und nur für diese).

Hilfsprojekt und Sprachkurs in Madagaskar

Hilfsprojekt unterstützen in Form vom Sprachkurs in Madagaskar?

Frage:

Ich studiere an der PH St. Gallen als zusätzliches Fach gerade noch Französisch und bin seit Monaten am Recherchieren, wie ich meinen vorgegebenen Sprachaufenthalt von 3 Monaten gestalten könnte.

Prinzipiell würde ich gerne arbeiten, um vor Ort mit Einheimischen in Kontakt zu kommen und intensiv die Sprache zu brauchen. Der Besuch einer Uni oder Sprachschule ist aber auch für mindestens 4 Wochen vorgeschrieben.

Vielleicht wissen Sie, ob es die Möglichkeit gäbe, auf Madagascar zu arbeiten und ob es dort auch eine Sprachschule gäbe?

Prinzipiell würde ich auch gerne für eine Hilfsorganisation arbeiten, das “Problem” ist nur, dass ich schon 30 bin, und mich keine Organisation mehr nimmt. Dasselbe gilt für Au Pair.

Ich bin von Erstberuf Tänzerin, Tanzlehrerin und Choreografin, habe nun in der Schweiz noch Lehramt Sport abgeschlossen und bin nun eben an meinem 3. Studium dran, Französisch und Musik auf Lehramt Sekundarstufe. Zusätzlich bin ich Fitness- und Aerobictrainerin.

Ich spreche neben Deutsch noch fliessend Holländisch, mein Englisch war zumindest auch mal sehr gut und mein Französisch wird es hoffentlich wieder…

Im Anhang finden Sie wie gewünscht auch meinen Lebenslauf.

Ich freue mich sehr über eine Nachricht!

Freundliche Grüsse Verena T.

Antwort:

Liebe Verena T.

Danke für Ihre Nachricht. Ich beantworte es erst jetzt, weil ich unterwegs war. Mit dem Erlernen der französischen Sprache in Madagaskar ist das so eine Sache, denn für die Madagassen ist Französisch ja auch eine Fremdsprache und daher sind die Sprachkenntnisse der Einheimischen oft mager. Und dies genau auch dort, wo Hilfsaktionen und Sozialprojekte stattfinden. Ich denke zwar schon, dass ich Ihnen einen Einsatz in einem Sozialprojekt (Waisenheim, Gehörlosenheim) vermitteln könnte und dazu ist die Erfahrung wichtiger als das Alter… Ich denke aber nicht, dass Sie dort Ihre Französischkenntnisse aufbessern werden.

Sollten Sie an einem Sozialprojekt interessiert sein, dann gelten normalerweise folgende Punkte: Sie müssen für Ihren Flug und für Ihr Essen selber aufkommen. In manchen Zentren können Sie wohnen, in anderen nicht. Keines der Sozialprojekte hat Geld, um für Sie aufzukommen. Sie erhalten auch kein Gehalt.

Mit Ihrer Erfahrung als Tanzlehrerin könnte ich mir sehr gut vorstellen, dass Sie im Rahmen des Gehörlosenzentrums Mirana sogar auch Tanzunterricht geben würden. Das allerdings wäre bloss ein Eintagesjob, weil die Jugendlichen und Kinder ja auch in die Schule müssen. Einen Film dazu siehe: https://www.youtube.com/watch?feature=player_profilepage&v=Lr452TLlZkA

Wenn Sie dies interessieren würde, dann würde ich Sie in Direktkontakt zu einem Sozialprojekt bringen und Sie würden direkt mit den Leuten kommunizieren.

Mein Vorschlag: rufen Sie mich doch einfach mal an und wir gleichen unsere Ideen miteinander ab.

Herzliche Grüsse aus Abendbasel
Franz Stadelmann

Wandergeselle in Madagaskar

Pilgern möglich? Ein Wandergeselle in Madagaskar!

Frage:

Guten Tag, mein Name ist Robert V., ich befinde mich momentan als Dachdeckergeselle auf der alt, traditionellen Wanderschaft. Wir bieten Arbeit für Kost sowie Logie und/oder gegebenenfalls für ein Taschengeld an. Ich denke mal Sie haben über diese Tradition schon mal etwas gehört?!

Ab dem 21.1.2013 befinden sich mindestens 3 meiner Bekannten als Wandergeselle in Madagaskar. Zudem 2 Dachdecker sowie 1 Tischler.

Wir wollten Sie einfach mal fragen, ob es für 2 – 3 Wochen Arbeit als Wandergeselle in Madagaskar für uns geben würde, vielleicht ein Projekt (Schule, Kindergarten,… mit aufbauen).

Wir wollen bis Ende Februar auf Madagaskar bleiben. Der bisherige Plan ist 2-3 Wochen zu arbeiten sowie den Rest zu reisen, oder so. Mal schauen wie sich alles ergibt. Ich habe Ihre Adresse letztens beim Arbeiten aus der Schweiz bekommen, von einem Gipser.

Vielen Dank, ich würde mich über eine Antwort von Ihnen sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen,

Robert V.

Antwort:

Lieber Robert V.

Vielen Dank für Ihr Mail und wir erhalten ziemlich viele Anfragen zu Arbeitseinsätzen sowie zu Freiwilligenarbeit in Madagaskar und manchmal auch von Wandergesellen, obwohl diese in Madagaskar doch sehr zu den seltenen Vögeln zählen. Dank unseres grossen Netzwerkes streuen wir diese Anfragen breit aus und in sehr vielen Fällen ergibt sich dann etwas.

Wir selber vom Madagaskarhaus sowie von der PRIORI in Madagaskar setzen dabei die Leute einfach in Kontakt miteinander. Wir selber sind weder Arbeitgeber noch Arbeitsvermittler und bieten diese Dienstleistung ja auch absolut kostenlos an. Also sehen wir in naher Zukunft, ob sich etwas für Sie sowie für Ihre Kollegen ergibt.

Herzliche Grüsse Franz Stadelmann, Madagaskarhaus in Basel

Französisch lernen und Praktikum in Madagaskar

Bietet PRIORI den Service an Französisch lernen und ein Praktikum in Madagaskar zu absolvieren?

Frage:

Momentan mache ich eine Weiterbildung im technischen Bereich, welches auf Französisch ist. Da ich mein Französisch verbessern möchte, suche ich ein Praktikum in Madagaskar. Meine Frage ist nun, können Sie mir irgendwie weiterhelfen? Haben Sie einige Kontakte in Madagskar? Die Tätigkeit ist nicht so wichtig, möchte einfach nur Französisch lernen und darum viel vor Ort sprechen müssen. Das Praktikum wäre vom 21. Januar bis 15. März.

Ich hoffe auf eine positive Antwort.

Mit freundlichen Grüssen

Michael T.

Antwort:

Lieber Michael T.

Natürlich haben wir Kontakte zu Madagaskar, denn die Reiseorganisation www.priori.ch ist seit 1994 in Antananarivo aktiv sowie verfügt über ein ganzes Beziehungsnetz quer über die Insel Madagaskar. Ich verstehe Ihren Wunsch nach einem Sprachkurs sowie mithin nach einem Praktikum. Dazu müsste ich aber etwas mehr über Sie wissen: Ausbildung sowie Berufserfahrung.

Anzumerken ist auch, dass das madagassische Französisch doch etwas anderes ist als das französische Französisch: langsamer ausgesprochen sowie mit anderer Intonation. Nichtsdestotrotz lässt sich in Madagaskar natürlich auch ein Französisch lernen – obwohl für die allermeisten Madagassen die französische Sprache auch eine Fremdsprache ist.

Herzliche Grüsse
Franz Stadelmann

Praktikum in Madagaskar?

Wir sind auf der Suche nach einem Praktikum in Madagaskar

Frage:

Wir sind Studentinnen der Pädagogischen Hochschule Bern. Im Sommer 2014 müssen wir einen Sprachaufenthalt in einem französischsprachigen Gebiet absolvieren und wir sind sehr interessiert an einem Aufenthalt in Afrika und somit auch an einem Praktikum in Madagaskar.

So haben wir im Internet ein wenig recherchiert und sind auf Ihre Seite gestossen. Nun möchten wir fragen, ob Sie uns eventuell weiterhelfen könnten?

Wir würden gerne ein Praktikum in einem Waisenhaus in Afrika machen. Bieten Sie dies auch an, oder wüssten sie eine Adresse bei der Sie wissen, ob man ein Sozialarbeits-Praktikum in Madagaskar machen könnte? Bisher haben wir nur Praktikumsstellen in Benin, Senegal und Togo gefunden.

Vielen Dank und freundliche Grüsse S. und C.

Antwort:

Liebe S. und C.

Bei einem Praktikum ergeben sich immer zwei Fragen:

Wie lange? (zwei, drei Monate sollten es schon sein. Weniger als einen Monat ist nicht machbar)
Muss das Praktikum durch eine Fachperson begleitet werden oder nicht. (Wenn ja, dann ist über unsere Kanäle in Madagaskar nichts zu machen.)

Da wir von der PRIORI (www.priori.ch) seit 1994 vor Ort in Antananarivo tätig sind, kennen wir natürlich viele Sozialzentren und sind gerne bereit, Freiwillige in Kontakt mit ihnen zu bringen. Im Interesse aller sind folgende Punkte wichtig zu wissen:

– Wir brauchen einen Lebenslauf in französischer Sprache von Ihnen. Bei positiver Begutachtung unsererseits leiten wir den Lebenslauf an ein Zentrum weiter. Wenn von dort ein ok kommt, setzen wir die beiden Seiten in Direktkontakt. Alles weitere wird dann direkt zwischen den Freiwilligen und dem Zentrum geklärt.

Unsere (Madagaskarhaus PRIORI) Arbeit ist kostenlos. Wir vermitteln Freiwillige nur an Zentren, die keine Bezahlung verlangen. (Achtung vor ‘humanitären Organisationen‘ sowie vor sogenannten Sozialzentren, die für gutes Geld Freiwillige für sich arbeiten lassen.)

Freiwillige müssen aber für ihren eigenen Unterhalt selber aufkommen (Reise, Verpflegung, Unterkunft). In manchen Fällen bieten die Zentren Unterkünfte, manchmal aber nicht.
– Keines der Zentren kann ein ‘Gehalt‘ bezahlen und auch nicht für Versicherungen und medizinische Versorgung aufkommen. Wir arbeiten nur mit armen Zentren, wo Freiwillige durch ihren Einsatz auch einen Unterschied machen können.

In Madagaskar ist es ohne Probleme möglich, ein Visum für drei Monate zu erhalten. Ein Freiwilligen-Einsatz von mehr als drei Monaten ist wünschenswert, aber visumstechnisch sehr anspruchsvoll. Nicht alle Zentren können oder wollen sich mit den komplizierten Visumsfragen abgeben.

Für beide Seiten, also für das Sozialzentrum und auch für Freiwillige, muss eine win-win-Situation bestehen. Auf einem aktuellen Blog erzählt die Freiwillige Christine über ihren Alltag in Madagaskar: https://www.chrigiaufreisen.blogspot.ch/

Herzliche Grüsse aus dem Madagaskarhaus in Basel
Franz Stadelmann

Senioren-Alphabetisierung in Madagaskar

Senioren-Alphabetisierung: Rund die Hälfte der Senioren in Madagaskar kann nicht lesen und schreiben. Sie unterzeichnen amtliche Dokumente mit ihrem Fingerabdruck. Eine Initiative in Nosy Varika bringt ihnen das Alphabet bei. Die Alten machen begeistert mit.

Senioren-Alphabetisierung in Nosy Varika, MadagaskarMama Rosetta ist Urgrossmutter und hat in ihren 87 Jahren viel gesehen. Sie wohnt im kleinen Ort Nosy Varika am Pangalanes-Kanal an der Ostküste von Madagaskar und wuchs auf, als Madagaskar noch zum französischen Kolonialreich gehörte. Trotz der damals obligatorischen Schulpflicht besuchte sie keine Schule und wurde, wie ihre ganze Familie, Bäuerin und mehrfache Mutter. ‘Die Jahre gingen dahin und jetzt bin ich alt. Aber bei den nächsten Präsidentenwahlen möchte ich meinen Stimmzettel unterschreiben können’, sagt sie überzeugt. Bislang quittierte sie offizielle Dokumente mit Druckertinte und Fingerabdruck. Das ist auf dem Land in Madagaskar weiterhin üblich. In Folge der degradierenden staatlichen Leistungen hat auch das Schulsystem mit sich gebracht, dass die Analphabetenquote sich stetig erhöht. Auch bei den jungen Menschen.

Mama Rosetta ist mit ihrem Leben zufrieden. Und jetzt, wo sie sich nicht mehr intensiv um den Nachwuchs kümmern muss, hat sie noch ein Ziel: sie will ihren Namen schreiben können. Eine freiwillige Initiative ermöglicht den Schulunterricht jeden Samstag. Die Klasse besteht aus über einem Dutzend lernwilligen Frauen. Durchschnittsalter 75 Jahre. ‘Wir werden es schaffen’, schmunzelt Mama Rosetta, ‘denn wir haben schon ganz andere Sachen gemeistert’.

Das Madagaskarhaus in Basel (www.madagaskarhaus.ch) sucht freiwillige erfahrene Lehrkräfte, die während drei Monaten in Nosy Varika betagten Menschen lesen und schreiben beibringen.

Babymützen für Madagaskar

Babymützen für Neugeborene in Madagaskar

Einem Baby, ganz frisch in dieser Welt, ist zunächst kalt. Auch, wenn es in der Hitze der Tropen geboren wurde. So auch in Madagaskar. Warum also nicht jedes Neugeborene mit einem wollenen Mützchen beschenken? Inzwischen stricken Frauen in Norwegen, Deutschland und in der Schweiz Babymützen. Wir verteilen sie dann an ausgewählte Frauenabteilungen in Madagaskar. Jedes Baby kriegt ein Käppchen. Das hält warm und ist sogar ein Grund, dass die Frauen in diese Klinik kommen, um zu gebären. Dank der ärztlichen Begleitung und dem Fachwissen der Hebammen sterben weniger Mütter und weniger Babies. Die Babymütze hilft, Leben zu retten.

Babymützen für Madagaskar

Manchmal braucht es Tage, Wochen oder eine Ewigkeit für eine gute Idee, um Menschen mit einfachen Mitteln zu helfen. Oder Menschen, die helfen möchten, mit dieser Idee zu animieren, etwas Gutes zu tun.
Viele denken, wenn sie von Hilfsorganisationen hören, dass sie umgehend ihren Geldbeutel öffnen und spenden sollten. Viele vertrauen diesem Prinzip aber auch nicht. DEnn man weiss ja, nie ob die monetären Mittel auch dort eingesetzt werden, wo man sie sich wünscht.

Selbstverständlich sind wir vom Verein Tsarabe-Madagaskar auf Geldspenden angewiesen, aber es gibt auch andere Möglichkeiten mitzuhelfen und hier ist ein gutes Beispiel dafür:
In Norwegen stricken zur Zeit ganz viele Frauen Babykäpplis für Neugeborene in Madagsakar.

Es hat mit einer Frau angefangen und jetzt sind es mehr als 100 Frauen die Babykäpplis für Madagaskar stricken.

Babymützen für MadagaskarMarit, eine alte Bekannte von mir, strickt sehr viel und ist in Norwegen bekannt für ihre Strickmuster für Baby- und Puppenkleider. Sie hat ein eigenes Madagaskarmuster kreiert und online gratis zu Verfügung gestellt. Dies mit dem Aufruf, unserem Verein ganz viele Käpplis zu spenden.

Gestern, nur 6 Tage nachdem ich einen Aufruf gestartet habe, ist das erste Packet im Madagaskarhaus angekommen und wird in Laufe der nächsten Tage nach Madagaskar gelangen.

Bis jetzt ist das Muster nur auf Norwegisch geschrieben, aber gleichwohl freuen wir uns, dass auch in Deutschland für uns gestrickt wird. Und um ehrlich zu sein, jedes Muster ist willkommen.

Wenn Sie Lust am Stricken haben und etwas für Madagaskar tun möchten, dann stricken Sie Babymützen und auch gerne Socken für neugeborene Kinder in Madagaskar.

Wichtig zu wissen ist, dass Madagaskar zwar zum afrikanischen Kontinent gehört, es aber gleichwohl auf dem Hochland manchmal sehr kalt (bis 2-3 Grad) in der Nacht werden kann.
Ellen Spinnler,  Verein Tsarabe-Madagaskar

Madagaskar-Engagement von Permatrend

Das Unternehmen Permatrend engagiert sich im Rahmen der Unternehmensverantwortung seit einigen Jahren in Madagaskar – eine erfolgreiche Kooperation mit dem PRIORI-Madagaskarhaus.

2012: T-Shirt für Schulkinder

Engaement Permatrend. PRIORI Madagaskarhaus und Tsarabe MadagaskarDurch unsere Zusammenarbeit wurden im Dezember 2012 alle Schüler und Schülerinnen der Tagesschule Mangoraka mit T-Shirts ausgerüstet. Die Shirts haben wir in Madagaskar bedrucken lassen und machten den Kindern eine ganz besondere Freude. Denn ein gleiches T-Shirt bedeutet auch Zugehörigkeit zur Schule und bedeutet auch Schutz gegen aussen. Wer eine Schuluniform trägt, also das knallrote T-Shirt, ist eher vor Übergriffen geschützt als Kinder, die nicht zur Schule gehen. Mehr dazu hier.

Engagement 2013

Zum Permatrend-Engagement in Madagaskar im Jahr 2013 gab es im firmeninternen Newsletter ein Interview mit Franz Stadelmann (Dezember 2013).