Archiv der Kategorie: Aktivitäten

Interessante Aktivitäten und spannende, abwechslungsreiche Programmpunkte, die man auf einer Madagaskar-Reise gut einbauen kann.

Nationalparks Madagaskar – Infos und Preise

Madagaskars Natur ist einzigartig. Die Insel beherbergt eine der höchsten Biodiversitätsraten weltweit – 97 Prozent der hier lebenden Tiere sind nur hier zu finden. Madagaskars Vorzeige-Tier, der Lemur, kommt in allen Teilen des Landes mit verschiedenen Arten vor und stellt für ziemlich jeden Madagaskar-Besucher ein Highlight dar. Auch Reptilien und Chamäleons erfreuen sich grosser Beliebtheit bei Reisenden.

Madagaskar-Montagne-d'AmbreUm Madagaskars Flora und Fauna zu erleben ist es empfehlenswert einige Nationalparks der Insel zu besuchen. Mittlerweile gibt es in Madagaskar 47 ausgewiesene Naturparks, die unterschiedlichen Schutzstatus haben. Sie sind auf der ganzen Insel verteilt und ihre Landschaftsformen, Tier und Pflanzen unterscheiden sich sehr stark. Auf einer Rundreise ist es daher schön, mehrere Parks zu besuchen, um die Vielfalt Madagaskars zu erleben.

Madagaskars Naturparks und Nationalparks werden von der halbstaatlichen Organisation Madagascar National Parcs (MNP) mit Sitz in Antananarivo verwaltet. Eintrittskarten für die Nationalparks können im MNP-Büro in Antananarivo oder direkt am Eingang des jeweiligen Nationalparks gekauft werden.

Seit November 2015 sind die Nationalparks in Madagaskar in drei Kategorien eingeteilt und die Eintrittspreise entsprechend gestaffelt:

  • Die bekanntesten und meistbesuchten Nationalparks Madagaskars bilden nun die Kategorie „King“. Der Eintrittspreis für diese Reservate (Ankarana und Isalo), belaufen sich auf 65.000 Ariary (ca. 18 €) pro Person und Tag.
  • Die Kategorie „Phare“ bilden weitere wichtige Nationalparks – darunter z.B. Ranomafana, Montagne d’Ambre oder Tsingy de Bemaraha. Der Eintrittspreis für diese Parks wurde auf 55.000 Ariary (ca. 15 €) pro Person und Tag festgesetzt.
  • Weniger besuchte oder noch neue Nationalparks gehören nun der Kategorie „Parcs“ an, für die 45.000 Ariary (ca. 12 €) Eintritt gezahlt werden müssen. Dazu gehören z.B. Andasibe, Andringitra oder Masoala.

Kinder ausländischer Gäste zahlen einheitlich – in allen Kategorien – 25.000 Ariary (ca. 7,50 €). Für Madagassen ist der Eintritt auf 2000 Ariary für Erwachsene und 500 Ariary für Kinder festgesetzt.

Madagaskar-Chamäleon_kirindyZusätzlich zum Parkeintritt muss vor Ort am jeweiligen Parkeingang ein lokaler Guide angeheuert werden. Die Preise für die Guides variieren je nach Park-Kategorie und zudem je nach Dauer der gewünschten Tour und des Aufenthalts im Park.

Für die Kategorie „Parcs“ liegt der Tagespreis für einen lokalen Guide etwa bei 20 bis 25 Euro pro Tag. Dieser Preis gilt für ein bis drei Personen.

Die verschiedenen möglichen Wanderrouten und Touren mit den benötigten Zeiten sind mit den Preisen an jedem Parkeingang angeschrieben. So können Reisende entscheiden, wie lange Sie im Nationalpark bleiben möchten. Übrigens ist man in den madagassischen Naturparks immer zu Fuss unterwegs.

Wir vom PRIORI Madagaskarhaus helfen Ihnen gerne weiter und beraten Sie, welche Nationalparks und Schutzgebiete auf Ihrer Reiseroute liegen und sich am besten mit Ihrer Tour und Ihren Interessen verbinden lassen.
Wir haben zahlreiche Tourenvorschläge und Hinweise parat. Kontaktieren Sie uns jederzeit!

Madagaskar-Kochkurs in Antananarivo

PRIORI Reisen bietet einen madagassischen Kochkurs in Antananarivo an. Reisende können so Madagaskar kulinarisch erleben, viel über die Lebensmittel und Produkte der Insel lernen und sich unter professioneller Anleitung selbst ein 3-Gänge-Menü à la Madagaskar kochen.

Madagaskar Brot Gebäck

Mofogasy – leckere madagassische Reismehlküchlein

Der eintägige Kochkurs ist ein schönes Reiseangebot in Antananarivo. Es eignet sich zur Einstimmung auf das Land, bei einem Zwischenstopp in Tana während einer Rundreise, oder auch am Ende der Reise als spannender Abschluss, wenn man bereits bekannte Gerichte selbst nachkochen kann.

In Madagaskar wächst eigentlich alles an Gemüse und Früchten. Auch Hülsenfrüchte und Sorgho, viele Arten Fisch und Fleisch finden sich auf der vielseitigen Insel im Indischen Ozean. Nicht zu vergessen sind natürlich die unzähligen Gewürze wie Pfeffer, Zimt, Vanille oder Ingwer, für die Madagaskar bekannt ist. Neben den alltäglichen Sorten und Lebensmitteln finden Reisende auf einem madagassischen Markt aber auch immer zahlreiche essbare Pflanzen und Knollen, die ihnen gänzlich unbekannt sein werden.

Diese Vielfalt an Lebensmitteln sowie die geschichtlichen Einflüsse aus ganz verschiedenen Kulturen (afrikanisch, indonesisch, Créole, chinesisch, europäisch…) prägen bis heute die madagassische Küche und macht die Speisen Madagaskars so einmalig, wie sie sind.

Der Madagaskar-Kochkurs ermöglicht einen tiefen Einblick in die Küche Madagaskars.

Unter der Anleitung vom gelernten Koch Lalaina, gleichzeitig ein langjähriger Chauffeur von PRIORI, lernen Reisende Ihnen unbekannte Gemüsearten, Hülsenfrüchte und Kräuter kennen und erfahren viel Neues über die Essenskultur in Madagaskar.

Folgender Ablauf wird Sie beim Kochkurs erwarten:

  • Sie gehen mit Lalaina auf den Markt, wählen aus dem Angebot die Zutaten. Selbstverständlich werden Ihre Präferenzen (z.B. vegetarisch) berücksichtigt. Zusammen mit Lalaina entscheiden Sie, was Sie zubereiten möchten. Natürlich ist das Angebot auf dem Markt saisonal und Lalaina verwendet keine Konserven für die Zubereitung der Speisen.
  • In Lalainas Restaurant kochen Sie aus den Einkäufen ein typisches madagassisches Menü mit drei Gängen (Vorspeise, Hauptspeise, Dessert).
  • Anschliessend geniessen Sie gemeinsam mit Lalaina ihre selbst gekochte madagassische Mahlzeit, begleitet von Gesprächen rund ums Essen.

Lalaina spricht fliessend Französisch und sehr gut Englisch.

Kontaktieren Sie uns jederzeit für weitere Informationen zu diesem Angebot!

Fotokurs mit Pierrot Men in Madagaskar

Madagaskar Fotokurs: Einen Tag mit dem weltweit bekannten madagassischen Fotografen Pierrot MEN in den Dörfer des Hochlands unterwegs sein und das ländliche Madagaskar unter professioneller Anleitung knipsen? PRIORI Reisen macht es möglich!

Madagaskar Fotograf Pierrot Men

Pierrot Men in seinem Atelier in Fianarantsoa.

Pierrot Men lebt in Fianarantsoa und betreibt dort seit 30 Jahren ein Fotogeschäft. Der Madagasse mit chinesischen Wurzeln trug durch seine Fotografien und seine Postkarten das Bild Madagaskars in die ganze Welt. Seine Werke werden in unzähligen Ausstellungen weltweit ausgestellt und er wurde mit zahlreichen Preisen geehrt. Mehrere Bücher und Bildbände mit seinem fotografischen Werk sind erhältlich.

Der 1954 geborene Pierrot MEN wuchs in sehr ländlicher Umgebung im Südosten von Madagaskar auf. Seit seiner Jugend interessierte sich Pierrot für Fotografie, für Licht und Kunst. Dank Freunden kam er zu seiner ersten Kamera. Heute ist er Madagaskars bekanntester und bester Fotograf, der weltweit Beachtung findet.

Foto-von-Pierrot-Men

Eines von Pierrot Mens Madagaskar-Fotos.

Dennoch ist er bescheiden geblieben. Er liebt das einfache, ländliche Leben seiner Heimat und wann immer möglich fährt er hinaus ins hügelige Betsileoland und beobachtet und fotografiert. 

PRIORI-Gründer Franz Stadelmann und Pierrot Men sind seit fast dreissig Jahren befreundet, als der Schweizer Ethnologe im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit nach Madagaskar kam.

Manchmal bin ich einen ganzen Tag unterwegs und mache kein einziges Foto. Aber mit den Augen sauge ich alles auf‘ – Pierrot Men

PRIORI organisiert im Rahmen der individuellen Touren auch gerne einen Tagesausflug mit Pierrot MEN. Die Kurz-Fotokurse werden entsprechend der Agenda des Fotografen durchgeführt.
Wer sich für diesen eintägigen Kurz-Fotokurs in madagassischer Umgebung interessiert, findet im Madagaskarhaus in Basel und bei PRIORI Reisen in Berlin mehr Infos. Kontaktieren Sie uns unter info@priori.ch

Auf der Homepage von Pierrot MEN erhalten Sie viele weitere Informationen zum Fotografen und seinen Werken: http://www.pierrotmen.com

Fotografieren in Madagaskar

Madagaskar ist einen Traum für jeden Hobby- und Profi-Fotografen. Hier gibt es Vieles zu fotografieren und je nachdem, wo in Madagaskar man unterwegs sind, gibt es Sujets und Motive, die man sonst nirgendwo auf der Welt findet. Madagaskar ist eine 1-A-Destination für Fotoreisen.

Franz Stadelmann vom Madagaskarhaus gibt eine kurze Einführung zum Fotografieren in Madagaskar:

Übrigens:
Mit PRIORI können Sie auf Ihrer Madagaskar-Reise den bekanntesten Fotografen der Insel, Pierrot MEN, persönlich treffen, mit ihm in Dörfer fahren und viele Foto-Tipps und technische Hilfestellung erhalten. Ein exklusives Angebot von PRIORI. Kontaktieren Sie uns für mehr Informationen!

Madagaskar: Totenumbettung als Familienfest

Die Totenumbettung (Famadihana) ist das wichtigste Familienfest und dies insbesonders auf dem Hochland. Das Fest dauert normalerweise drei Tage. Doch da der Zukunftsdeuter die Tage festlegt, können die Tage auch anders verteilt sein.

Am ersten Tag werden die Mitglieder der Grossfamilie begrüsst. Sie reisen aus allen Ecken Madagaskars und sogar aus Europa an. Denn die Teilnahme ist quasi verpflichtend.
Am zweiten Tag werden die Gräber geöffnet und die Toten herausgenommen, in neue Tücher gehüllt und wieder in die Grabstätte gelegt. Anwesend sind mehrere Hundert Personen: Mitglieder der (sehr grossen) Familie, aber auch Nachbarn und Dorfbewohner.
Am dritten Tag kommen Musikgruppen und führen in Musik, Gesang und Tanz traditionelles Kulturgut vor. Während all den Tagen muss die Gastgeberfamilie die BesucherInnen beherbergen und verköstigen.
Dies ist natürlich die verkürzte Aufzählung der Vorgangs. Hinter der Famadihana, der Totenumbettung oder der Leichenwende, versteckt sich eine uralte Tradition, die die ersten Einwanderer aus Indonesien mitbrachten. Auf dem Hochland Madagaskars, also auf der Linie Antananarivo – Fianarantsoa, ist diese Tradition noch immer sehr präsent.
Jede (Gross-) Familie feiert alle paar Jahre eine Famadihana. Die Feierlichkeiten der Famadihana finden in der kalten Jahreszeit statt, also zwischen Juli und September.

Der Besuch einer Famadihana ist nur geeignet für Leute, die sich wirklich und vertieft mit der madagassischen Kultur beschäftigen möchten.
Wer nur eine Stunde und des Kicks wegen teilnehmen möchte, ist hier falsch am Platz. Aus Respekt gegenüber der Familie, die uns vertraut, können und wollen wir dieses wichtigste Fest einer Familie nicht durch einen Schnelltourismus entwürdigen.

Dazu lesen Sie bitte den PRIORI-Text zur Famadihana.

Als Besucher / als Besucherin einer Famadihana kann man sich absolut frei bewegen. Auch Fotos zu machen ist keinerlei Problem, im Gegenteil: die Leute lieben es, an diesem allerwichtigsten der Feste fotografiert zu werden.
In dieser Grenzzone zwischen Leben und Tod sind die Gemüter natürlich aufgeheizt und irritiert. Alkohol hilft, vor allem den Männern, dieses psychische Minenfeld zu durchqueren. Daher sind die Festtage gegen Ende Nachmittag sehr animiert. Trotzdem hat der Besucher/die Besucherin keine physische Übergriffe zu befürchten.

Konkret läuft das so ab: Sie müssen mindestens drei Tage für eine Famadihana zur Verfügung haben. Die Nächte verbringen Sie in einem Hotel. Das PRIORI-Fahrzeug und der Fahrer sind im Famadihana-Dorf immer bei Ihnen. Sie verbringen 5 bis 8 Stunden pro Tag dort, wo sich die Festlichkeiten abspielen. Dort gibt es Essen und Getränke. Aber keine Toilette, die europäischen Normen entspricht.

Wenn Sie unbedingt eine Famadihana miterleben möchten, dann ist es uns sehr wahrscheinlich möglich, anderswo eine Famadihana für Sie zu finden  (aber nur zwischen Juli und September). Bitte beachten Sie unsere ethischen Grundsätze (..keinen Schnelltourismus…) www.priori.ch