Archiv der Kategorie: Madagaskar Infos

Alles was man über Madagaskar und vor Madagaskar-Reisen wissen sollte – Informationen rund um die Insel Madagaskar: An- und Einreise, Verkehr, Klima und Reisezeit, Geld, Flora und Fauna, Essen und Trinken, Gesundheit sowie viele weitere Themen.

Klettern in Madagaskar

Ist Klettern in Madagaskar möglich und wenn ja, wo findet man die besten Kletterspots?

Da es im Handel keine Reiseführer zum Thema Klettern in Madagaskar gibt, ist es etwas schwierig, im Vorfeld an passende Informationen zu gelangen. Dieser Artikel soll die Planung einer Kletterreise nach Madagaskar etwas vereinfachen und wurde von unseren Reisenden Tobias und Julie zusammengestellt, die sich während Ihrer Madagaskarreise auch diesem Thema gewidmet haben.

Einige kurze Infos zum Überblick:

Klettern in Madagaskar - 3 Kletterspots

Kletterspots in Madagaskar

In Madagaskar gibt es ihres Wissens nach drei lohnende Kletterspots, die ausgerüstet sind (siehe Karte):

  1. Nosy Hara (Insel im Norden)
  2. Vallée des Perroquets (im Norden)
  3. Tsaranoro (im Süden)

Klettern in Madagaskar lohnt sich in der Regel erst, wenn man den Schwierigkeitsgrad 6a und aufwärts beherrscht. Die Routenauswahl für einfachere Schwierigkeitsgrade ist sehr beschränkt und ob es sinnvoll ist, das ganze Klettermaterial für diese wenigen Routen mit nach Madagaskar zu nehmen ist fraglich.

Als Tipp: Bringen Sie Ihr eigenes Material mit! Es gibt zwar die Möglichkeit, Material zu mieten, jedoch nur begrenzt und man vertraut sein Leben ja ungern fremden Seilen an.

Abseits dieser Kletterspots trifft man in Madagaskar immer wieder auf kleine Blöcke und Felsen, die zum „Bouldern“ oder „Clean Climbing“ einladen. Dieser Artikel beschränkt sich jedoch ausschliesslich auf die schon eingerichteten Spots in Madagaskar.

So sind die beiden gereist und das würden sie das nächste Mal verbessern:

Sie haben Madagaskar als Reiseziel ausgesucht, um einen Ort der Welt zu entdecken, der ihnen die Möglichkeit bietet, einerseits als Backpacker unterwegs zu sein, andererseits aber auch ihr liebstes Hobby, das Klettern, auszuleben. Nur fürs Klettern nach Madagaskar zu reisen, wäre schade gewesen, das Land hat nämlich noch soviel mehr zu bieten!

Ihre Reise startete ganz im Norden in Antsiranana, auch Diégo-Suarez genannt. Der erste Fixpunkt war das Vallée des Pérroquets mit Unterkunft im Jungle Camp. Anschliessend reisten sie über Ambilobe nach Vohemar, Sambava und Antalaha, wo sie die Vanilleküste entdecken konnten, eine absolute Traumregion, die auch die SAVA-Region genannt wird! Auch Andapa haben sie unterwegs besucht. Mit dem Flugzeug sind sie dann von Sambava nach Maroantsetra geflogen. Von hier aus setzten sie ihre Reise wieder mit Taxi-Brousse und Schiffen fort. An dieser Stelle sei gesagt, dass sie die Schiffsreise aus Sicherheitsgründen absolut nicht empfehlen würden! Via Tamatave (=Toamasina) und Antananarivo gelangten sie schlussendlich nach Fianarantsoa, von wo aus sie dann nach Tsarasoa gefahren wurden. Die Rückreise ging wieder via Fianarantsoa nach Antananarivo.

Aufgrund ihres geringen Reisebudgets sind sie ausschliesslich nur mit den öffentlichen Taxi-Brousse gefahren. Dies braucht viel Zeit, Spontanität und Nerven, ist aber wunderbar, um mit der lokalen Bevölkerung in Kontakt zu kommen. Ihnen gefiel vor allem die Authentizität dieser Art des Reisens. Berührungsängste darf man auf keinen Fall haben, die Taxi-Brousse werden mit Passagieren völlig überladen. Auch kann es mal vorkommen, dass man plötzlich ein fremdes Kind oder eine Tasche mit Hühnern auf dem Schoss hat. Auch kann es sein, dass das Fahrzeug plötzlich in Rauch aufgeht und stehen bleibt oder das Gas nicht mehr funktioniert, was die Reisezeit verdoppeln kann. Wenn man diese Art des Reisens mag und genügend Zeit mitbringt, dann ist das eine sehr abenteuerliche und tolle Art, Madagaskar zu entdecken.

Sie hatten auf ihrer Reise ihr komplettes Klettermaterial immer mit dabei. Das war sehr mühsam und zeitweise auch eingrenzend.

Das Gepäck war sehr schwer und unhandlich. Zwischenlagern war aber leider nicht möglich, da sie das Klettermaterial sowohl im Norden als auch im Süden brauchten. Für eine weitere Reise würden sie sich vermutlich auf ein Klettergebiet beschränken, danach das Material zwischenlagern und den Rest der Reise mit leichtem Gepäck durchführen. Der Spassfaktor ist sicher grösser und der Stress, den man durch das ständige Aufs-Gepäck-Aufpassen hat, ist sicher geringer.

Als Tipp: Wenn man den Flug über PRIORI bucht, kann man im Büro in Antananarivo Gepäck zwischenlagern. Alternativ kann man bei den jeweiligen Ansprechpartnern für die Kletterspots anfragen, ob man hier allenfalls etwas zwischenlagern kann. Die meisten Partner haben in den nächsten grösseren Städten jeweils ein Büro.

Madagaskar – Geld und Währung

Wie alles in Madagaskar ist auch die Frage zu Geld und Währung ganz klar, aber eben etwas anders. Die offizielle Währung Madagaskars heisst Ariary.

10’000 Ariary sind rund 3 Schweizer Franken. Für Schnellrechner: bei den Ariary drei Stellen weg und die Hälfte davon sind dann Schweizer Franken.

Vor Einführung des Ariary vor ein paar Jahren gab es FMG (Francs Malgaches).
Die Bevölkerung rechnet heute noch in FMG. Es gilt ein Fixkurs: 5 FMG sind 1 Ariary. Also lohnt es sich immer nachzufragen bei Preisangaben, denn die Besucher denken in Ariary, weil die Bank beim Geldwechseln auch in Ariary rechnet. Die Bevölkerung hingegen gibt die Preise zumeist im fünfmal billigeren FMG an.

Typisches Beispiel: der Tourist kommt am Flughafen an. Dort wechselt er 100 sFr und kriegt dafür rund 300’000 Ariary. Der Taxifahrer verlangt für die Fahrt in die Stadt 200’000 – und meint damit FMG. Der uninformierte Tourist bezahlt ihm 200’000 Ariary, also mithin 1’000’000 FMG. Der Taxifahrer hat mit dem in Madagaskar üblichen Trick 800’000 FMG / 160’000 Ariary mehr verdient.

Franz Stadelmann erklärt auch in diesem kurzen Info-Film, was es mit Geld und Währung in Madagsakar auf sich hat:

Madagaskar als Selbstreisender

Wie gut lässt sich Madagaskar als Selbstreisender und somit auf eigene Faust bereisen?

Natürlich können Sie Madagaskar als Selbstreisender bereisen, also ohne vorherige Reservationen oder Arrangements durch ein Reisebüro. Die Madagassen reisen ja auch im Land herum. Doch gleich hier gibt es einen Unterschied: in Madagaskar hat Zeit quasi keine Bedeutung. Im Ferienbudget der Europäer hingegen zählt jeder Tag sowie jede Stunde.

Madagaskar als SelbstreisenderWer also viel Zeit, Geduld und wenig Ansprüche mit sich bringt, kann Madagaskar gut im lokalen Stil bereisen. Oder jedenfalls einen Teil der Grossen Insel im Indischen Ozean. Wer aber seinen Rückflug nicht verpassen möchte oder während seiner Tage in Madagaskar doch ein Minimum sehen möchte, kommt mit den Lokaltransporten nicht weit.

Zudem geschehen immer wieder unvorher-gesehene Vorfälle: da wurde im September 2017 von einem Tag auf den anderen der Flughafen in Maroantsetra geschlossen. Wer sein Ticket im Internet gekauft hatte, blieb hängen. Da war die Stahlbrücke auf der einzigen Route vom Hochland nach Süden, die einem überladenen Lastwagen nicht standhielt und einbrach. Hunderte Fahrzeuge und tausende Passagiere strandeten an einem Sonntagnachmittag am Ufer eines unbedeutenden Flusses.

‘Daher haben wir einen 24-Stunden-Pikettdienst und jedes Reiseprogramm hat einen Plan B bereits eingebaut’, sagt Franz Stadelmann, Chef des auf Madagaskar spezialisierten Reisebüros PRIORI. ‘Auch wir können viele Faktoren nicht beeinflussen, aber wir können schnell auf Veränderungen reagieren.’

Er warnt vor allem vor ungeprüften Angeboten im Internet, die viel versprechen, aber in denen die Leistungen und Garantien unklar sind. Es gibt viele Hosentaschenreisebüros in Madagaskar, die aus einer Homepage und einer Telefonnummer bestehen. ‘Ob hier Vertrauen angesagt ist, muss jeder selber entscheiden.’ Sein Fazit ist klar: ‘Madagaskar bleibt ein Abenteurerland. Man bezahlt immer. Entweder mit Geld oder mit Zeit’.

Taschendiebe in Madagaskar

Taschendiebe in Madagaskar – Wie verhalte ich mich richtig als Tourist?

Die Hauptstadt Madagaskars, Antananarivo, zählt 2,5 Mio Einwohner und dies sind rund 10% der gesamten Landesbevölkerung. Madagaskar ist anderthalbmal so gross wie Deutschland und mithin keine kleine Insel. Während fast 80% der Bevölkerung in ländlichen Gebieten von Reisanbau und etwas Viehwirtschaft leben, finden jene, die in der Stadt ihr Glück versuchen, oft keine Zukunft. Verarmung und Verelendung sind die Folgen. Im Armengürtel rings um Antananarivo ist dies deutlich zu erkennen. Trotz grösster Armut sind die Menschen aber erstaunlich ehrlich.

Doch es gibt auch andere. Natürlich haben die politischen Situationen in den letzten 50 Jahren dazu geführt, dass sich eine profitorientierte Clique herausgebildet hat. Deren einziges Bestreben leider die eigene Bereicherung ist. Den Besuchern Madagaskars werden die ultramodernen Fahrzeuge und die hollywoodartigen Villen auffallen. Ab und zu zudem die goldglänzenden Figuren, die sich in gockelhafter Selbstüberschätzung markant in Szene setzen.

Für den Touristen aber konkret störend sind die Kleinkriminellen, die sich an die fremden Besucher heranmachen und klauen, was klaubar ist.

Taschendiebe in MadagaskarDas ganze Stadtgebiet von Antananarivo sollte man als Neuling nicht zu Fuss erkunden. Diese Leute sind absolute Spezialisten in ihrem Fach und ein unbedarfter Tourist hat keine Chance, den Tricks dieser Raubritter zu entgehen. Es gibt im Innenstadtbereich genau drei Orte, an denen quasi garantiert ist, dass man seine Sachen verliert.

Wer sich trotz Warnungen zu Fuss in der Innenstadt bewegen will, der sollte nichts – und wirklich nichts – mit sich tragen: weder Geld noch Handy, weder Kreditkarte noch Tasche. Es ist so gut wie sicher, dass diese Sachen wegkommen. Die Tricks sind bekannt und immer noch erfolgreich.

Gut beraten ist man ebenfalls, seine ersten Tage in Antananarivo nicht im Safarikostüm und in Trekkingschuhen zu verbringen. So gekleidete Leute fallen im Stadtbild sofort auf und sind natürlich Zielscheibe der Diebesbanden, die ja immer in Gruppen unterwegs sind.

Ebenso sollte niemand sich nachts zu Fuss im Stadtgebiet aufhalten. Nachts atmet Antananarivo nochmals anders. Als Kurzzeitbesucher hat man keine Chance, den Rhythmus der Stadt zu erkennen.Wer sich unbedingt nachts im Stadtgebiet bewegen will, tut gut daran, auf für kurze Strecken ein Taxi zu nehmen.

Die Lage draussen im Land ist viel entspannter. Hierbei ist erstaunlich, wie ehrlich die Leute sind, auch wenn Armut zum Tagesbild gehört. Trotzdem hat sich auch hier eine bewaffnete Kriminalität entwickelt, die nun sogar in Nationalparks aktiv ist. Für Reisende bedeutet das, dass sie sich nur zuverlässigen Leuten anvertrauen sollten.

Surfen in Madagaskar

Schon gehört? Surfen in Madagskar ist möglich!

Sind Sie auf der Suche nach einem wirklich neuen sowie einzigartigen Surf-Erlebnis?
Am besten mit perfekten, unübertriebenen Wellen das ganze Jahr über und das auch noch in einem tropischen Paradies? Dazu kommt, dass Ihnen die Wellen fast komplett alleine gehören, denn es hat sich noch nicht rumgesprochen, dass Madagaskar fürs Surfen geeignet ist.

Madagaskar bleibt eine der letzten völlig unerforschten Surfgebiete auf dem Planeten.

Mitten im Mosambik-Kanal sowie im Nordwesten der Inseln La Réunion und Mauritius, ist Madagaskar das Surfjuwel im Herzen Afrikas. Die Region rund um Tulear mit ihrer 60 Kilometer langen Küstenlinie zwischen Ifaty und Anakao beherbergt mehr als 18 Surfspots, die nur per Boot zu erreichen sind. Mindestens 12 dieser Spots sind Weltklasse an «ihrem» Tag. Es hat vor Ort eine große Vielfalt an Wellen, die für alle Niveaus von Surfern geeignet sind. Das Wetter/Klima sowie die Brandung sind das ganze Jahr über beständig und fürs Surfen ausgezeichnet.

Gäste von uns waren bereits vor Ort und haben Madagaskar auf seine Surftauglichkeit geprüft. Gerne stehen sie Ihnen für Fragen im Vorfeld zur Verfügung. Als Anbieter nutzten sie zum einen die Surfagentur Madagascar Surf Tours, wo der Australier Tony Blair seine Surfkenntnisse an seine Schüler weitergibt und sie gut betreut.
Zum anderen bietet die Agentur Endless Summer – Catamaran – Madagascar Surf, geführt durch ein südafrikanisches Katamaranteam, Kurse sowie den Bootstransfer zu den besten Surfspots an.

Das folgende Video der Agentur zeigt die Wellenlage vor der Küste Madagaskars.

Macht das nicht einen Vorgeschmack auch das Board in die Hand zu nehmen und ein paar Wellen zu reiten?

Kontaktieren Sie uns, wenn Sie weitere Informationen rund um das Thema Surfen in Madagaskar benötigen. Wir beraten Sie gerne und sind Ihnen bei der Planung Ihrer nächsten Urlaubsaktivität behilflich.

Produkte in Madagaskar

Herstellung von Nahrungsmitteln – die Produkte in Madagaskar

Madagaskar ist viel grösser als wir auf den ersten Blick auf eine Landkarte meinen. Insgesamt ist die Insel sogar 14-mal so gross wie die Schweiz und passt sogar 1,5-mal in die Abmessungen von Deutschland. Auf der gesamten Fläche Madagaskars gibt es ausreichend viel Platz für Landwirtschaft. Madagaskar produziert sogar so gut wie alle Nahrungsmittel selbst. Trotzdem ist das Land auch von Importen abhängig.

In Madagaskar existieren nur wenige Unternehmen, die Nahrungsmittel in grösserem Stil verarbeiten. Dafür gibt es viele Kleinunternehmen, die in der Foodverarbeitung tätig sind.

Welche Produkte in Madagaskar hergestellt werden, worin die Hauptproduktionszweige liegen und was eigentlich die Grundnahrungsmittel der Madagassen sind, erfahren Sie in unserem folgenden Beitrag:

Produkte in Madagaskar

Des Weiteren möchten die Besucher Madagaskars ja nicht nur die Produkte vor Ort kennenlernen. Sie möchten diese natürlich auch den Daheimgebliebenen zeigen oder auch mitbringen. Zudem ist es schön, wenn ein Produkt besonders gut geschmeckt oder gefallen hat, man es auch im eigenen Land finden, nachkaufen sowie nachkochen kann. Somit zeigt dieser Beitrag eben nicht nur alle nationalen madagassischen Produkte auf, sondern verrät Ihnen auch wo Sie sie im Land finden.

Spontan reisen in Madagaskar

Spontan reisen in Madagaskar ist etwas schwierig, weil alles seine Zeit braucht.

Das grösste Problem beim spontan reisen in Madagaskar wird sein: Wie komme ich voran? Für den Transport von A nach B bezahlt man entweder mit Zeit und Geduld (Taxi Brousse) oder mit Geld (Mietauto mit Fahrer).

  • Vermeiden Sie die schnellen Angebote Ihrer neuen Freunde, sie sich unweigerlich an Sie heranmachen werden.
  • Klären Sie genau ab, was ist im Preis / Angebot enthalten und was nicht.
  • Es gibt – besonders in der Hauptstadt – eine ganze Menge Leute, die sich an unentschiedene Touristen heranmacht und sie meist über den Tisch zieht. Sie brauchen diese Leute nicht zu suchen, sie finden Sie ganz automatisch.
  • Vermeiden Sie unbedingt Nachtfahrten.
  • Der beste Reiseführer ist derzeit jener von BRADT 2014 ‘Madagascar’ (edition 11).

In der Hauptsaison (Juli bis September) lohnt es sich, Hotels zu reservieren – dies vor allem in Orten, wo das Angebot begrenzt ist (Nationalparks, beliebte Orte)…auch Mietwagen spontan zu reservieren ist vor allem in dieser Zeit oft schwierig und die Chance verringert sich für englischsprachige Fahrer.

Den besten Rat, den wir Ihnen geben können: gehen Sie zur PRIORI in Antananarivo / Tsaralalàna, 103 Rue de Liège (neben dem Hotel White Palace), oder schreiben Sie eine Mail: priori@moov.mg

Dort befinden sich Leute, die Madagaskar sehr gut kennen. Sie sprechen zudem Deutsch und können Ihnen flexibel, professionell und so spontan wie eben möglich weiterhelfen – und das seit 1994.

Landkarte von Madagaskar

Strassen und Landkarte von Madagaskar

Wer nach Madagaskar reist, braucht eine Landkarte. Die nach wie vor Beste Strassenkarte ist Madagasikara, die vom Nationalen Geografischen Instituts (FTM) in Antananarivo gedruckt wird. Sie zeigt Madagaskar im Massstab 1: 2’000’000 und bildet damit die grosse Insel auf 50 auf 100 cm in handlicher Form ab. Sie wird in Madagaskar hergestellt. FTM produziert auch Detailkarten Madagaskars in zwölf Sätzen im Massstab 1:500’000 ebenso wie noch detailliertere Ansichten, die jedoch nicht für die ganze Insel vorliegen.

FTM Landkarte und Strassenkarte Madagaskar

 

Die FTM-Landkarte im Massstab 1:2’000’000 kann beim Madagaskarhaus PRIORI in Basel bezogen werden. Kosten: 12 CHF / 12 Euro inkl. Porto und Verpackung. (Vorauskasse)

Es gibt auch von anderen Herstellern Landkarten von Madagaskar. Dazu gehören:

  • Madagaskar von Freytag & Berndt im Massstab 1:1’000’000. Die detailreiche Landkarte bildet Madagaskar auf zwei Seiten ab und ist daher etwas unhandlich.
  • Afrique Centre et Sud von Michelin beinhaltet auch Madagaskar im Massstab 1:4’000’000. Sehr ordentliche Karte im bewahrten Michelin-Stil. Sie eignet sich aber nur als schnelle Übersicht Madagaskars auf einer A4-grossen Fläche.
  • Madagaskar von Dumont wird als Beilage zum Reisehandbuch im Massstab 1:1’500’000 geliefert. Die kleingedruckte zweiseitige Karte ist zwar detailreich, aber infolge der kleinen Buchstaben unübersichtlich. Zudem verführen die eingezeichneten Provinzgrenzen dazu, sie als Strassen zu interpretieren
  • Madagascar von IGN im Massstab 1:1’250’000. Das Geografische Institut in Frankreich stellt solide Karten her und jene von Madagaskar (in Französisch und Englisch) ist ein guter Reisebegleiter.
  • Madagascar, Massstab 1:1’000’000 des kanadischen Fachverlags International Travel Maps & Books (ITMB) hat Zusatzinformationen (Ortsverzeichnis, Höhenquerschnitt)) und einen kleinen Stadtplan von Antananarivo eingebaut.
  • Madagascar von Reise Know-How Verlag ist im Massstab 1:1‘200‘000 besticht durch sein reiss- und wasserfestes Kunststoffpapier. Ein Ortsindex gehört auf der zweiseitigen Karte dazu. Interessant ist, dass die Karte elektronisch auf GPS-Geräte heruntergeladen werden kann.

Das Strassensystem Madagaskars hat sich seit der Kolonialzeit in seiner Linienführung kaum verändert.

Der Zustand der Strassen und Pisten unterliegt grossen Schwankungen, die auf Landkarten nur schwer abzubilden sind. Trotzdem ist eine Landkarte natürlich in der Reisevorbereitung sehr hilfreich und auch während der Reise. Doch wieviel Zeit für die Strecke tatsächlich gebraucht wird und welche Art Fahrzeug dazu notwendig ist, lässt sich aus einer Karte nicht herauslesen.

Interessant ist zu verfolgen, welche Fehler sich in den verschiedenen Landkarten finden. Die eine ganz typische Fehlinformation ist auf so gut wie allen Landkarten kolportiert und es scheint, dass sich letztlich alle von der Urmutter der Madagaskarkarten –  jener von FTM – inspirieren lassen.

Hilfreich sind die neuen Möglichkeiten im Internet und wegweisend dazu sind natürlich die Satellitenfotos auf google earth. Die früher ausgezeichnete russische – downloadbare – Karte Madagaskars scheint inzwischen im Netz unauffindbar, aber unter der folgenden URL https://www.svali.ru/all_pictures/149/1/index.htm sind Teilgebiete der FTM-Karte zu betrachten. Ebenso zu finden auf https://ats.abris-a.com/madagascar/map/maps.htm

Sind Sie an weiteren Informationen zu Strassenkarten und Verkehr in Madagaskar interessiert, dann lesen Sie auch gerne unsere Beiträge im Reisemagazin Madagaskar.

Madagaskar-Reisen – wie sicher ist es?

Madagaskar ist eines der ärmsten Länder weltweit, und immer wieder gibt es negative Schlagzeilen über die politische Lage, die Pest oder Kriminalität…Was bedeutet dies für die Sicherheit für Reisende in Madagaskar?

Madagaskar hat mit einer schlechten wirtschaftlichen Lage und einer wachsenden Bevölkerungsdichte zu kämpfen, gleichzeitig ist die Politik nicht in der Lage, wirklich unterstützende Strukturen für die Menschen zu schaffen.
Auf dem Land leben die Madagassen meist von Substitutions-Landwirtschaft – sie sind Selbstversorger. In den Städten Madagaskars ist dies nicht möglich. Hier gibt es daher mehr Kriminalität. Die allermeisten Menschen in Madagaskar sind allerdings zurückhaltend, sehr freundlich und entspannt.

Sicherheit in Antananarivo und Madagaskars Ferienorten

Busstation-Taxi-Brousse-Madagaskar-PRIORI-ReisenIn den Städten Madagaskars kommt es immer wieder zu Taschendiebstählen und seltener auch zu bewaffneten Überfällen. Reisende sind dabei oftmals die Angriffsziele, da sie als wohlhabend angeseheen werden. Besonders in Antananarivo und an menschengefüllten Orten, wie Märkten, Busstationen der Überlandtaxibusse (Taxi Brousse) und in Einkaufsstrassen sollten Reisende sehr achtsam sein.
Auch in den kleineren Städten Madagaskars und in ruhigeren touristischen Orten an der Küste kann es zu Diebstählen und Überfällen kommen – die Kriminalitätsrate ist nicht besonders hoch, aber auch hier leider gestiegen.

Generell ist die Sicherheitslage in Madagaskar für Reisen kein Problem – und sie variiert stark nach Ort und Stadtteil: fragen Sie am besten Ihren Reiseveranstalter, Ihren Guide oder im Hotel nach den aktuellen Gegebenheiten vor Ort, und welche Gegenden Sie besser meiden sollten.

Wie auch in anderen Reiseländern, die mit Armut zu kämpfen haben, ist es ratsam, als Reisender in Madagaskar einige Verhaltensregeln einzuhalten, wie zum Beispiel:

  • Tragen Sie keine großen Geldbeträge oder Wertgegenstände bei sich. Kameras sollten, wenn möglich, in den Städten nicht in der Hand getragen und zur Schau gestellt werden. Nehmen Sie Ihren Tagesrucksack oder Ihre Tasche nach vorne auf die Brust.
  • Verzichten Sie auf abendliche Spaziergänge nach bzw. bei Einbruch der Dunkelheit, auch wenn Sie in Gruppen unterwegs sind. Aufgrund fehlender Beleuchtung und vielen Stromausfällen ist es aber sowieso schwer, sich im Dunkeln zu Fuss fortzubewegen. Nehmen Sie ein Taxi, wenn Sie in Städten abends etwas unternehmen möchten.
  • In Madagaskars Hauptstadt Antananarivo sollten Sie sich auch tagsüber nicht unbedingt zu Fuss in den zentralen, wuseligen Vierteln um Analakely und die Avenue de l’Indépendance aufhalten. Für eine Madagaskar-Reise ist Antananarivo zwar immer Anfangs- und Endpunkt der Reise, da hier der Flughafen ist. Die Stadt mit ihrem maroden Charme hat zwar einige nette Ecken mit Cafes und kleinen Geschäften, ist aber prinzipiell nicht besonders attraktiv für längere Aufenthalte. (Bei einem Ranking zu den lebenswertesten Städten weltweit landete Antananarivo 2016 übrigens auf Platz 218 von 230.)

Politische Lage in Madagaskar

Ende 2013 fanden in Madagaskar Parlaments- und Präsidentschaftswahlen statt und seit Februar 2014 besteht die aktuell international anerkannte Regierung. Seitdem ist es in Madagaskar weder zu nennenswerten Unruhen noch zu Protesten oder Ausschreitungen gekommen. Obwohl die Regierung nicht stabil erscheint und zumeist negative Schlagzeilen verbreitet stellt die momentane politische Lage keinerlei Einschränkungen oder Sicherheitsrisiken für Madagaskar-Reisende dar.

Wer auf Nummer sicher gehen und über auftretende Sicherheitsrisiken während seiner Reise in Madagaskar informiert werden möchte, kann sich z.B. auf die Deutschenliste des Auswärtigen Amtes bzw. die Auslandsliste itineris des Schweizer EDA setzen.

Polizei und Korruption

Um gegen die steigende Kriminalitätsrate anzukämpfen, patroullieren in den größeren Städten Madagaskars verstärkt Polizeieinheiten. Auch auf den madagassischen Überlandstrassen gibt es immer wieder Polizei-Kontrollen. Wichtig für Reisende: Wer ohne gültigen Reisepass angetroffen wird, endet nicht selten auf der Polizeiwache und muss meist eine Strafe zahlen. Aufgrund des maroden Staatshaushalts sind auch Madagaskars Polizisten unterbezahlt. Dies führt leider zu Korruption und zahlreichen Versuchen, das spärliche Gehalt aufzubessern. Touristen sind dabei leichte Opfer. Seien Sie achtsam und vermeiden Sie den Kontakt zu Polizisten, wenn nicht unbedingt nötig. Oftmals kann es ratsam sein, Angelegenheiten über den Reiseleiter regeln zu lassen.

Überlandfahrten

Generell ist Reisen ausserhalb der madagassischen Städte und in Nationalparks weitestgehend sicher.

Madagaskar_Unterwegs-Ampefy-AntsirabeDie Überlandbusse „Taxibrousse“ sind zwar eine sehr günstige Reisemöglichkeit in Madagaskar, gleichzeitig aber sehr unfallgefährdet (alte und überfüllte Fahrzeuge, übermüdete Fahrer, erhöhte Geschwindigkeit…) und auch hin und wieder Ziel von Überfällen.
Sie reisen in jedem Fall sicherer, wenn Sie mit einem gemieteten Wagen samt Fahrer in Madagaskar unterwegs sind.
Grundsätzlich gilt: Unternehmen Sie niemals Nachtfahrten ausserhab geschlossener Ortschaften. Sollten Sie einen Mietwagen mit Fahrer haben, werden die Fahrer dies sowieso ablehnen.

..im Süden Madagaskars

Vor allem im tiefen Süden Madagaskars, aber auch im Westen der Insel sind (Vieh-)Diebesbanden (Dahalo) unterwegs. Viehdiebstahl – der madagassischen Zebu-Rinder – hat in Madagaskar eine lange Tradition, vor allem bei den viehzüchtenden Stämmen, wie den Bara. Ursprünglich Ritual beim Übergang ins Erwachsenenalter schlagen die Viehdiebe heute sehr über dieses Mass hinaus und haben eher den Anschein von schwerbewaffneten Räuberbanden, die nicht mehr nur Vieh stehlen, sondern alles, was Wert hat. Die madagassische Polizei tut sich sehr schwer, diese Banden in den Griff zu bekommen – was  auch an den leider offensichtlich bestehenden engen Verbindungen der Dahalo zu Militär und Justiz liegt.

Madagaskar-Süden-zebuFür Reisende stellen diese organisierten Banden erst einmal kein Problem dar, solange sie die Gegenden meiden, in denen sie aktiv sind – dies sind zum grossen Teil keine touristisch erschlossenen Regionen. Es ist zudem weise, auch wegen diesen Banden keine Nachtfahrten zu unternehmen und sich nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr zu Fuss fortzubewegen. Fragen Sie Ihren Reiseveranstalter nach dem momentanen Stand und eventuell ausgerufenen „zones rouges“ – Gegenden, die man meiden sollte. Ein seriöser Reiseveranstalter wird Reisende nicht in eine solche Gegend schicken.

Giftige Tiere

Zuerst einmal die gute Nachricht: Es gibt in Madagaskar keine tödlichen Gifttiere. Es finden sich aber einige giftige Tierarten in Madagaskar (zum Beispiel Skorpione, Frösche, Schmetterlingsraupen, Hundertfüsser etc.), die unangenehm werden können. Ihr Guide oder Ihr Reiseveranstalter können Ihnen sagen, wo sie auf welche Tiere achten sollten.

Krankheiten

Baden in Süsswasser, das nicht schnell fliessend ist, sollte man in Madagaskar unterlassen, denn es herrscht Bilharziose-Gefahr.

Malaria in Madagaskar ist verbreitet. Vor allem in den tropischen Küstengebieten und den feuchten Regenwäldern sowie während der Regenzeit wird die Krankheit von der Anopheles-Mücke übertragen. Im höher gelegenen, trockeneren Landesinneren und der Hauptstadt besteht ein geringeres Infektionsrisiko. Lange, helle Kleidung und Insektenschutzmittel schützen vor Moskitos, die Malaria, aber auch andere Infektionskrankheiten übertragen können. Die Möglichkeit bzw. Notwendigkeit zur Malariaprophylaxe sollte vor Abreise mit einem Tropenmediziner abgeklärt werden.

Madagaskar ist eines der Länder auf der Welt, in dem bis heute die Beulenpest vorkommt. Jedes Jahr mit Beginn der Regenzeit kommen Fälle von Beulenpest vor, vor allem im madagassischen Hochland. Für Reisende stellt dies aber keine Gefahr dar, denn die Fälle kommen zu fast 100 Prozent in Slums ohne Kanalisation vor – Gegenden, in denen sich Reisende nicht aufhalten. Das Auswärtige Amt schreibt zur Gefahr für Reisende durch die Pest: „Für den durchschnittlichen Touristen werden Pestinfektionen nicht als Gefahr eingeschätzt: Bisher wurde weltweit noch über keinen einzigen Pestfall bei Touristen berichtet.“ Die Krankheit kann übrigens heute mit Antibiotika problemlos geheilt werden – nur dass sich die bitterarme madagassische Bevölkerung, die davon betroffen ist, diese Medikamente nicht leisten kann. Dies führt leider zu den jährlichen Pesttoten.

Medizinische Versorgung in Madagaskar

Die ärztliche Versorgung in Madagaskar entspricht nicht europäischen Standards. Die Ausstattung der Krankenhäuser und Arztpraxen in Madagaskar ist oft sehr spartanisch und auch hygienisch teils problematisch. Häufige Stromausfälle des staatlichen Stromanbieters Jirama erschweren oftmals eine durchgehende, adäquate Behandlung in Kliniken und Arztpraxen.
Dennoch gibt es für Reisende vor allem in den grösseren Städten Madagaskars zahlreiche Möglichkeiten einer guten Erstbehandlung – es finden sich dort meist gut ausgestattete Apotheken sowie private Kliniken und Praxen, in denen auch englischsprechende Ärzte zu finden sind und in denen die Ausstattung in Ordnung ist. Schwerwiegende Notfälle können auf La Réunion (tägliche Flugverbindungen ab Antananarivo) behandelt werden. Ein ausreichender Krankenversicherungsschutz mit der Option eines Rücktransportes ins Heimatland ist sinnvoll.

Machen Sie sich keine Sorgen. Madagaskar ist ein wunderbares Reiseziel, das gut zu bereisen ist. Achten Sie auf die genannten Verhaltensregeln, dann können Sie Ihre Reise geniessen. Falls doch einmal Hilfe benötigt wird, ist unser Madagaskarhaus-Team jederzeit für Sie da!

Krank in Madagaskar? Infos zu Ärzten, Krankenhäusern und Apotheken

Bei der Vorbereitung einer Madagaskar-Reise und auch vor Ort gibt es zahlreiche Dinge, die man beachten kann, um nicht krank zu werden.

Doch was tun, wenn man doch einmal krank in Madagaskar ist und ärztliche Hilfe benötigt? Wo finde ich Ärzte, Krankenhäuser und Apotheken?

Die medizinische Versorgung in Madagaskar entspricht nicht dem euroäischen Standard. Sie ist häufig vielmehr technisch, apparativ und/ oder hygienisch schlecht ausgestattet. Dennoch gibt es in den grösseren Städten des Landes gut ausgestattete Apotheken und private Kliniken und versschiedene Arztpraken. Diese verfügen oft über englischsprachiges Personal, welches den Reisenden jederzeit weiterhelfen kann.

Madagaskar-Reisende sollten in jedem Fall einen ausreichenden, in Madagaskar gültigen, Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung abschliessen.

Wir vom Madagaskarhaus haben mit unserem Büro in Antanananarivo und deutschsprechenden Mitarbeitern aktuelle Informationen zu Ärzten, Apotheken und möglichlen Behandlungsorten in Madagaskar. Im Notfall oder bei Fragen helfen wir unseren Reisenden jederzeit – auch nachts und am Wochenende – gerne weiter.

Wir haben nun auch eine umfassende Liste mit Adressen von englischsprachigen Ärzten, Kliniken und Apotheken in den verschiedenen Städten Madagaskars recherchiert. Diese stellen wir unseren Reisenden gerne zur Verfügung. Kontaktieren Sie uns bei Interesse!